Neue Abfallkörbe für Nordstrecke - EVAG spart mit neuen Modellen Geld

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Der Fall macht Schlagzeilen: Metalldiebe hatten es auf die kostbaren Edelstahlbehälter der EVAG abgesehen. 60 teure Abfallkörbe wurden auf der Nordstrecke in Essen abmontiert und geklaut.

Die Stadt Essen sollte für Ersatz sorgen, da sie Eigentümerin ist. Dank Uwe Butenberg, Architekt bei der EVAG, hat sie beim Neukauf jede Menge Geld gespart.
So sah es aus: An mindestens sieben Haltestellen konnten die Fahrgäste ihren Restmüll nicht auf dem üblichen Weg entsorgen. Die EVAG bat ihre Kunden darum, den Müll nicht einfach auf den Boden zu werfen. „Die Bahnhöfe sahen trotzdem recht sauber aus. Wir waren angenehm überrascht, dass die Abfälle nicht auf den Bahnsteig oder das Gleisbett geworfen wurden“, so Jörg Tanczius vom EVAG-Immobilienmanagement.
Doch ein Problem gab es trotzdem: Die alten Edelstahlkörbe waren pro Stück 500 Euro wert, so dass der Stadt Essen als Eigentümerin ein Schaden von 30.000 Euro entstanden ist.
Günstige Eimer aus Plastik kann man in den U-Bahnstationen nicht montieren, da sie die Brandschutzanforderungen nicht erfüllen. Obwohl das Rauchen dort verboten ist, müssen die Mülleimer zum Beispiel brennenden Zigarettenkippen standhalten. Ein Feuer muss innerhalb kürzester Zeit von selbst ausgehen. Eine Internetrecherche brachte dann die Lösung: Butenberg fand einen passendes Modell, das nur rund 100 Euro kostet. Dabei handelt es sich nicht um einen Edelstahleimer, sondern um einen farblich neutralen Abfallkorb aus pulverbeschichtetem Blech. Zudem kann er an die vorhandene Unterkonstruktion angebracht werden. Nach Gesprächen mit der Stadt Essen wurden insgesamt 41 neue Mülleimer für die Nordstrecke bestellt.

Metalldiebe am Werk


„Dieser Mülleimer ist stabil, neutral und genügt den Brandschutzanforderungen“, erklärt Uwe Butenberg. „Der Deckel des Eimers ist so geformt, dass möglicher Rauch zurück nach unten geführt wird. Dadurch erstickt die Flamme und das nennt man selbstlöschend.“
Jörg Tanczius: „Wir haben festgestellt, dass an einigen Stellen keine neuen Körbe benötigt werden, deshalb wurden von 60 Eimern nur 41 ersetzt. Den Einbau hat die EVAG übernommen.“
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