Hinsbeckschüler packten Weihnachtspäckchen für Kinder in Not

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Super, 102 Pakete! Die Kinder der Hinsbeckschule freuen sich zusammen mit Christiane (r.) und Falk Pentek (hinten l.) über die stolze Zahl der Geschenke, die für die Charity-Aktion „Kinder helfen Kindern“ zusammengekommen ist.
  Essen: Hinsbeckschule |

Was ist denn da los? Etwa 60 Mädchen und Jungen von der Hinsbeckschule bilden eine lange Menschenkette, die vom Lehrerzimmer bis auf den Schulhof reicht. Die Kids stehen aber nicht einfach nur so da, sondern reichen einen bunt verpackten Geschenkkarton nach dem anderen weiter. Es weihnachtet sehr in der Grundschule an der Schwermannstraße.

Die Kinder-Kette endet an einem schwarzen Transporter, wo Falk Pentek vom Round Table 191 Essen-Süd und Yvonne Hartung, 1. Vorsitzende des Fördervereins der Hinsbeckschule, alle Hände voll zu tun haben, die Geschenke zu verstauen. Möglichst ordentlich, es darf kein Platz verschenkt werden. Denn die bunte Schlange steht noch lange nicht still, reicht Paket um Paket an die beiden Helfer weiter.
Falk Pentek ist einer der Paten der gemeinsamen Aktion „Kinder helfen Kindern“ von Round Table und Ladies‘ Circle Deutschland: „Der Päckchenkonvoi hat bereits seit 2001 Tradition. An der Hinsbeckschule gibt es ihn seit zwei Jahren“, berichtet er. Der Kontakt zur Kupferdreher Grundschule ist zustandegekommen, weil seine Schwester Christiane Pentek dort Lehrerin ist. „In ganz Essen machen zehn bis zwölf Schulen mit“, freut sich der Round Table-Vizepräsident.
Adressaten der bunt verpackten Kartons sind bedürftige Kinder in Rumänien, Moldawien und der Ukraine.
„Wir haben uns vorher zusammen mit den Kindern über die Aktion informiert und auch im Internet geschaut“, berichtet Yvonne Hartung vom Förderverein. „Die Mädchen und Jungen waren ganz beeindruckt, wie viele Kinder tatsächlich in Armut leben.“
Die Motivation zu helfen war sehr groß. Am Ende zählen Falk und Christiane Pentek und Yvonne Hartung 102 Weihnachtspakete. Alle liebevoll in Weihnachtspapier gewickelt und mit tollen Sachen für die Kinder in Südost- und Osteuropa befüllt.
Sechs Kategorien gibt es bei den Päckchen: solche für Kindergartenkinder, für Schulkinder und für Teenager - jeweils unterteilt in Mädchen oder Junge. „Es gibt darüber hinaus sogar Pakete für Babys mit Stramplern und Schnullern drin“, erklärt Christiane Pentek.

Eigenes Spielzeug ins Päckchen gepackt


„Die Kinder haben Nützliches wie Zahnpasta, Seife, Schulmaterial, Schals und Mützen, aber auch Süßigkeiten, Malutensilien und Spielsachen in die Geschenkkartons gepackt“, so die Lehrerin. „Außerdem haben die Schülerinnen und Schüler jeweils ein eigenes, gut erhaltenes Spielzeug von sich dazugetan“, erzählt Christiane Pentek. Dies gehört mit zur Idee hinter der Charity-Aktion, dass sich die Kinder bewusst und aktiv an den Päckchen beteiligen.
Florian hat sich von seiner kleinen Spielzeug-Registrierkasse getrennt. „Die macht sogar Töne!“ Ansonsten hat er zusammen mit seinen Eltern u.a. noch ein Spielzeugauto, ein Kuscheltier, Maoam und Weingummi in den Karton gelegt, über den sich demnächst ein kleiner Junge freuen wird.
Die Süßigkeiten hat Carolina auch nicht vergessen, als sie ihr Paket für ein Mädchen im Grundschulalter bestückt hat: „Außerdem habe ich noch einen Block, Malstifte, Creme und Haarspangen eingepackt.“ Tabea möchte mit ihrem Geschenk ein kleines Mädchen im Kindergartenalter erfreuen und hat deshalb ein kuscheliges Stofftier ausgesucht, außerdem ein schönes T-Shirt, ein Malbuch, Buntstifte, Radiergummi und Co.
Ein passender Weihnachtsgruß von den deutschen Kindern an die Jungen und Mädchen in der Ferne durfte natürlich auch nicht fehlen. „Da die Kinder in den Empfängerländern ja eine andere Sprache sprechen und zum Teil auch ein anderes Alphabet haben, haben sich unsere Kinder entschlossen, ihren Gruß mit einem schönen selbstgemalten Bild auszudrücken“, berichtet Yvonne Hartung.

Gemalter Weihnachtsgruß


Nach einer Weile ist der schwarze Transporter auf dem Schulhof pickepackevoll mit Geschenken. „Die Päckchen werden vom Round Table noch vorsortiert und kommen dann ins Zentrallager in Hanau, wo alle Geschenke aus Deutschland zusammenkommen“, erklärt Falk Pentek.
Danach sind die Konvois startklar für ihre Reise nach Rumänien, Moldawien und in die Ukraine, wo Kinder beispielsweise in Waisenhäusern, Kliniken, Behinderteneinrichtungen, Kindergärten und Schulen rechtzeitig zum Fest ein schönes Weihnachtsgeschenk erhalten - oft das einzige überhaupt...
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