Kampmannbrücke wird teurer

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Die neue Kampmannbrücke ist eine zweispurige Hängebrückenkonstruktion mit kombiniertem Fuß- und Radweg. Grafik: Stadt Essen

Der Neubau der Kampmannbrücke, die das Kupferdreher mit dem Heisinger Ruhrufer verbindet, wird teurer als zunächst geplant: Statt 10.317.700 soll das Bauwerk nun 11.662.300 Euro kosten - 1.344.600 Euro mehr.

Finanzierung aus städtischen Eigenmitteln


In einer Dringlichkeitsentscheidung hat der Rat der Stadt die Gesamtkostenänderung beschlossen und die Verwaltung ermächtigt, die überplanmäßige Mittelbereitstellung in Höhe von 1.344.600 Euro vorzunehmen. Die Finanzierung der Mehrkosten soll in vollem Umfang aus städtischen Eigenmitteln erfolgen. Geld, das aus nicht benötigtem Budget des Amtes für Straßenbau und Verkehrstechnik (Fachbereich 66) aus dem Jahr 2014 zur Verfügung gestellt werden soll.

„Das Gesamtkostenvolumen der Maßnahme basierte - ohne genaue Kenntnis des Baugrundes und der Tragfähigkeit der Unterbauten - auf der seinerzeitigen Kostenschätzung des beauftragten Ingenieurbüros für das Brückenbauwerk sowie der Kostenschätzung für die übrigen Gewerke“, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Tiefgründung und Lärmschutz-/Stützwand nötig


Seit der ursprünglichen Planung im Jahr 2011 seien deutliche Erhöhungen der Kosten für den Abbruch der alten sowie der Errichtung der neuen Brücke anzusetzen. Gründe hierfür seien neben der allgemeinen Kostensteigerung eine - aufgrund des vorgefundenen Baugrundes - zusätzlich nötige Tiefgründung, die die Bauwerkslasten tiefer in die Erde ableitet. Ferner benötigten die Unterbauten eine Verstärkung und - als Ergebnis der Grundstücksverhandlungen - werde die Errichtung einer Lärmschutz- bzw. Stützwand zu einem anliegenden Privatgrundstück nötig.

Einsparungen gibt es auch


Immerhin, diesen Mehrkosten stehen auch Ersparnisse gegenüber: Eine Bedarfsanalyse der Stadtwerke für Kupferdreh und Heisingen im vergangenen Jahr brachte das Ergebnis, dass ein so genannter Düker, also ein dickes Rohr, das Gas- und Wasserleitungen unter der Ruhr durch das FFH-Gebiet geführt hätte, gar nicht nötig ist. Stattdessen werden die Leitungen in die Brückenkonstruktion eingebaut. Dadurch reduziert sich der finanzielle Aufwand um rund 1,6 Mio. Euro und die veranschlagte Bauzeit soll sich um satte zwei Jahre verkürzen.
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1 Kommentar
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Anastasia-Ana Tell aus Essen-Ruhr | 14.02.2015 | 17:06  
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