Stamm „Eberhard Wittgen“ feierte Jubiläum: Schlammiges Lager zum zehnjährigen Stammesgeburtstag

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Zum Ende des Lagers bildeten die Pfadfinderinnen und Pfadfinder ihren traditionellen Schlusskreis am Lagerfeuer und stimmten das Lied „Nehmt Abschied Brüder …“ ein. Foto: Olaf Eybe
 
Beim Lagerauf- und Abbau waren helfenden Hände gefragt. Groß und klein musste mit anpacken. Foto: Olaf Eybe
Essen: Stephanus Gemeindezentrum | Vom 17. bis zum 19.6.2016 feierte der Pfadfinderstamm „Eberhard Wittgen“ aus Essen-Überruhr sein zehnjähriges Bestehen mit einem Pfadfinderlager auf dem Gelände hinter dem Stephanus Gemeindezentrum. Leider behielten die Meteorologen Recht und der Stamm wurde von diversen Schauern heimgesucht. Darum war Improvisationstalent gefordert und eines der Pfadfindergesetzte war ganz besonders gefragt: Pfadfinder behalten stets gute Laune!

Nachdem der Zeltplatz nach der ersten Regennacht im Schlamm zu versinken drohte, wurde eine Stammeskonferenz einberufen und eine Eilentscheidung getroffen. „Für die Kleinsten waren die Bedingungen nicht mehr zumutbar, für sie endet das Lager daher eher als geplant“, erläutert Birgit Pein, Stammesleitung. Die älteren Pfadfinder aus Essen und die extra aus Schwalmtal angereisten Pfadfinder des Stammes „Weiße Rose“ entschieden sich zum Weitermachen und wurden mit sonnigen Wetterabschnitten belohnt. Am Samstagnachmittag fand dann ein reduziertes Workshop-Programm statt. Eine Gruppe baute Stühle, die das Leben auf einem Zeltplatz erleichtern. Eine andere Gruppe bastelte schöne und gleichzeitig praktische Armbänder, mit denen man sich zur Not Abseilen kann und in deren Verschluss sich sogar ein Feuerstein verbirgt. Am Nachmittag wurde der Grill angeworfen und Gäste aus dem Stadtteil sowie ehemalige Stammesmitglieder wurden bewirtet und spannende Geschichten aus zehn Jahren Stammesgeschichte erzählt. Später klang der Abend dann mit Stockbrot und Pfadfinderliedern an der Feuertonne in einer der großen Jurten gemütlich aus.

Deutliche Spuren in der Kirche

Nach dem Frühstück am Sonntag zog dann der Pfadfindertrupp geschlossen in die Stephanuskirche ein, um an einem Taufgottesdienst mit insgesamt sechs Täuflingen teilzunehmen. Pfarrer Markus Pein, einer der drei Stammesleiter, begrüßte die Pfadfinder ausdrücklich in der gut gefüllten Kirche und bezog die Kinder und Jugendlichen in den Pfadfinderkluften immer wieder aktiv in den Gottesdienst ein. So wurden Jonas, die Schiffsbesatzung und selbst der Wal von spielfreudigen Pfadfindern gestellt. „Mir war es wichtig, dass die Pfadfinder an diesem besonderen Taufgottesdienst teilnahmen. Schließlich gehört der Stamm dem Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) an und die Vermittlung christlicher Werte ist eine wichtige Säule der Pfadfinderarbeit“, so Markus Pein. Nachdem sich die Kirche gelehrt hatte, wusste auch Küster Thomas Pichowiak: Die Pfadfinder waren hier, denn sie hatten mit ihren dicken Schuhen deutliche Schlammspuren in der Kirche hinterlassen.

Schwerer Abschied

Nach dem Gottesdienst begann dann der gemeinsame Abbau des Lagers. Dank vieler helfender Hände wurden die Jurten und kleineren Zelte rasch in ihre Einzelteile zerlegt und fachgerecht vor dem nächsten Regenschauer abgebaut und wieder verstaut. Nach dem gemeinsamen Mittagessen begann die Zeit des Abschieds. Im traditionellen Schlusskreis erklang das bekannte Lied „Nehmt Abschied Brüder …“. Besonders innig fiel die Verabschiedung der Pfadfinderfreunde aus Schwalmtal in der Nähe der Holländischen Grenze aus. Sie bedankten sich für das abwechslungsreiche Lager in Essen mit einer Gegeneinladung zu einer Bootstour auf Original-Plattbodenbooten. „Wunderbar, wir sind gespannt auf die Fahrt nach Schwalmtal, damit ist das nächste Pfadfinderabenteuer für unsere Mitglieder gesichert“, freute sich Olaf Eybe, Stammesleitung.
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