Super! Seit gestern gibt es in Deutschland das "Kinderlärmgesetz". Das hat uns gerade noch gefehlt. Jetzt kann niemand mehr den Geräuschpegel, den spielende Sprösslinge verursachen, höchstrichterlich beklagen. Nein, der kleine Nils-Lars, der "Deutschland sucht den Superstar" nachsingt, gilt nun nicht mehr automatisch als Presslufthammer. Nur, damit wir uns richtig verstehen: Es geht nicht um wummernde Bässe von Halbstarken auf einer Parkbank. Es geht darum, dass in dem Exportschlagerland, wo der Slogan "Kinder statt Inder" kursierte, sich kein Nachbar mehr juristisch gegen einen Kindergarten oder Spielplatz wenden kann. Schon gar nicht, wenn er zur Senioren-Fraktion der Christlich Demokratischen Union gehört. Dort mag man Nachwuchs anscheinend nur, wenn er schweigt. Wie taub müssen dann eigentlich die Senioren in den Mehrgenerationenhäusern sein, wo sich die Gegenpole "Kinderbetreuung und Altenwohnung" bewusst treffen und gegenseitig ergänzen? Toll, nach "Deutschland schafft sich ab" und "Deutschland stirbt aus", bleibt uns jetzt wenigstens "Deutschlands stumme Kinder" wohl erspart. Komisch, richtig freuen mag man sich über den Richterspruch nicht. Es hat eher so einen faden Beigeschmack von Kinderfeindlichkeit. Von den vom Jugendamt nicht erkannten Kerkermeistern und Missbrauchern wollen wir gar nicht erst reden. Nur, wenn's um d i e geht, da wird die Nachbarschaft plötzlich blind und taub... Schöne, neue, ruhige Welt in Deutschland?
Ja, da muss man sich nicht wundern, wenn Frauen in Deutschland keine KInder mehr haben wollen. Wo sollen sie eigentlich noch spielen? Auf der Straße geht bei dem Verkehr nicht mehr, rund um Wohnblöcke ist Spielen oft verboten, und in Gärten, Kindergärten oder Schulen beschweren sich die Nachbarn. Kinderlärm hat zum großen Teil auch nicht damit zu tun, dass Kinder nicht gut erzogen sind, dies Urteil ist auch kein Freifahrschein für Eltern, sich bei der Erziehung zurückzulehnen, wie gerne unterstellt wird. Aber Kinder müssen auch mal spielen und toben können, ohne dass man ständig hinter ihnen her läuft und Psssssssst macht. Alles andere ist unnatürlich. Zudem machen die meisten Kitas bei uns um 16, spätestens 17 Uhr zu, und vor morgens 9 oder 10 Uhr geht es auch nicht nach draußen. Da frage ich mich, wieviel Ruhe brauchen Menschen? Friedhofsruhe?
Es ist weit gekommen, dass es ein Gesetz braucht das Kindern Freiheit beim spielen und toben erlaubt. Ich dachte immer so etwas würde als natürlicher Vorgang unter die Menschenrechte fallen, wie das Schnarchen oder Rülpsen. Bei wem muss ich mich eigentlich beschweren, wenn mich das nächste Gewitter aus dem Schlaf holt?
Aber mir ist zu Ohren gekommen, dass es auch Beschwerden über Sirenen von Krankenwagen gibt.
Als Gesetzgeber würde ich lieber mal ein Gesetz gegen Querulantentum erlassen.
Es ist doch geradezu lächerlich womit sich exzellent bezahlte Politiker heutzutage beschäftigen müssen.
Ich habe mich vor einigen Jahren intensiv dafür eingesetzt, dass die Spielplätze unserer Eigentümergemeinschaft modernisiert werden. Ich glaube, da könnte ich auch erfolgreich ein Buch drüber schreiben.
In Kürze:
Zuerst hieß es: "Nicht nötig! Unsere Kinder haben auch da gespielt!" (20 Jahre zuvor).
Dann hieß es: "Dann kommen am Ende die Kinder aus der ganzen Siedlung!" (Nicht auszudenken!)
Endlich wurden die Spielgeräte aufgestellt und die Monteure erzählten, dass sie bei solchen Gelegenheiten schon mit Tomaten und Eiern beworfen worden waren. Einige meiner netten Nachbarn riefen sofort Bauaufsicht und Anwälte zu Hilfe...
Schließlich standen die Geräte - meine Kinder wollten dort spielen und wurden von Nachbarn verjagt: "Ihr habt da nix zu suchen!" (Kein Kommentar!)
Als man erfolgreich die Kids von den Spielplätzen vertrieben hatte, wurde genörgelt: "Erst müssen die teuren Geräte her - und dann spielt da keiner!!!"
Ich glaube zu der Zeit warb man in Essen mit dem Slogan: Essen - Großstadt für Kinder...
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Ab sofort können die Leser in unserem Voting ihre Stimme für die zehn Kandidaten abgeben. Aus dem LOKALKOMPASS-Voting-Entscheid, einem Hotline-Voting und der Jury-Wertung ergibt sich dann...
Das war knapp. Beinahe hätten wir mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft „Interview-Jubiläum“ feiern können. Doch spät-abends am Maifeiertag waren wir die 51., die sie seit dem Landtagswahlkampfauftakt treffen durften. Für die Lokalkompass-User stellte sich die SPD-Spitzenkandidatin unseren Fragen.
Viele Ruhrgebietsstädte mit Pleite-Haushalt wie Essen hoffen inzwischen auf eine Finanzspritze vom Land. Wer soll das (wie)...
Neuer Besitzer der Steeler Filet-Immobilie an der Hansastraße 24-30 ist die „ITG Immobilien-Treuhand-GmbH & Co.“ in Düsseldorf.
Der Stadt liegt seitens des neuen Besitzers seit Anfang September der Antrag auf Abbruch und Neubau des Geschäftshauses vor.
Auf KURIER-Anfrage nannte uns ITG-Geschäftsführer Albert F.W. Roelen die neuen Mieter: „Die H&M Hennes & Mauritz B.V. & Co. KG und der dm-Drogeriemarkt werden das neue Haus...
In Kooperation mit dem Kinderbüro der Stadt Essen startete der Essener Kinderschutzbund 1993 das Projekt „Spielen statt Gewalt“: Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Firmen, Kindertagesstätten und Schulen übernehmen für städtische Spielplätze eine ehrenamtliche Patenschaft. Die Mitarbeiter des Kinderschutzbundes sind Ansprechpartner für die ehrenamtlichen Paten, beispielsweise bei Nachbarschaftskonflikten, führen Fortbildungen...
"Nobby", stopp!!!!!!!!!!
Laut rufen die Vorschulkinder "Stopp", um die Seerobbe "Nobby" beim Puppentheater davon ab zu halten, ins tiefe Wasser zu springen, wo er doch noch nicht schwimmen kann. Nobby muss also in den Nichtschwimmerbereich. Aber auch danach sind die Kinder aufmerksam und können ihm noch so manche Baderegel erklären, damit ihm bei seinem Strandbesuch nichts passiert. Die Teamer der DLRG Kreisgruppe...
Zu dem Tagesordnungspunkt „Neue Entwicklungen beim Opel-Standort Bochum“ werden die Abgeordneten des Landtags Nordrhein-Westfalen am kommenden Dienstag, 30. April 2013, um 14 Uhr, zu einer Sondersitzung zusammenkommen.
Die Plenarsitzung wird voraussichtlich am frühen Nachmittag beginnen. Die Sondersitzung findet auf Antrag der Fraktionen von CDU, FDP und DIE PIRATEN statt.