Kulinarische Weltreise im "SimSalaGrim"

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  Essen: SimSalaGrim |

„Jetzt kommen die Kluski Slaskie in den Topf!“, ruft Anna Kwieciln. Sie ist die Mama von Madlain und heute zu Gast in der „Gelben Gruppe“ des VKJ-Familienzentrums SimSalaGrim an der Grimbergstraße, denn hier ist diese Woche Polen das Land, das die Kinder erkunden. Da kommen natürlich polnische Spezialitäten auf den Tisch. „Was soll in den Topf?“, fragt Phillip. „Na, die Klöße“, erklärt Madlain.

Und nicht nur die Klöße haben heute einen anderen Namen. Auch der Nachtisch ist echt polnisch. „Oponki Serowe ist eine Süßspeise. Es ist eine Art Quarkbällchen, die frittiert und mit Honig und Marmelade gereicht werden“, erklärt Anna Kwieciln. Den Nachtisch haben die Kids nicht mitgemacht, den hat die engagierte Mutter schon mitgebracht. „Das wäre zu aufwendig gewesen“, lacht sie. Dafür hat ihre Madlain zuhause den Löffel geschwungen. „Ich hab den Nachtisch gestern schon mit Mama gemacht“, sagt sie stolz und ist auch schon wieder im Spielzimmer verschwunden.
Dafür sitzen schon sieben Kinder am Tisch. Die Klöße sind fertiggerollt und können nun in den Topf. „Ich dachte immer, der Teig ist total schwierig und habe immer Fertigprodukte gekauft“, gesteht Gruppenleiterin Rosa Hermann. Doch eigentlich ist das Ganze kinderleicht, das hat ihr Anna Kwieciln schon erklärt. Kinderleicht ist das ganze Projekt der gelben Gruppe. Denn seit November haben die Kinder unter dem Motto „Kinder dieser Welt“ wochenweise Länder erkundet. „Toll ist es, dass wir viele Eltern verschiedener Nationalitäten haben und die auch alle gerne mitgeholfen haben“, sagt Rosa Hermann. Auch Iljas sitzt am Tisch und schneidet präzise Gurken in kleine Stückchen. Denn zu den Klößen werden Rote Beete, Rindersoße und Salzgurken gereicht. Iljas hat bereits einen ganz besonderen Vormittag im Rahmen des Projektes erlebt, denn sein Opa war zu Gast in der Kindertagesstätte und hat den Kindern „3-Minuten-Geschichten“ auf Polnisch vorgelesen. Und Iljas? Der hat übersetzt. „Es ist wichtig, dass die Kinder auch mal andere Sprachen hören“, erklärt Rosa Hermann. „Es ist wunderbar zu beobachten, wieviel sie von den Projekttagen mitnehmen. Man kann dann hier ganz andere Gespräche hören als sonst.“
An den Balkan sind die Kinder schon „gereist“ und haben hier Eindrücke aus dem ehemaligen Jugoslawien sowie Serbien und Kroatien gesammelt. Auch Italien wurde schon erkundet. Und das immer mit einer kompletten Themen-Woche. „Wir haben in der Woche immer ein landestypisches Frühstück oder Mittagessen gemeinsam zubereitet, die Flagge des Landes kennengelernt und gemalt, das Land auf dem Globus gesucht, Lieder aus den Ländern gesungen und Spiele ausprobiert. Und wir Erzieher haben uns sogar mal mit landestypischen Trachten verkleidet und diese den Kindern gezeigt“, berichtet Rosa Hermann.
Abgeschlossen wurde das breitangelegte Projekt mit einem Frühstück aus aller Welt, bei dem quasi das Best of der vergangenen Wochen auf dem Büffet gelandet ist. Zuvor ging es aber auch noch nach Jamaika, in den Libanon und nach Vietnam - dabei wurde auch schonmal das Besteck weggelassen und auf dem Boden gegessen. Andere Länder, andere Sitten eben! „Die Eltern haben wunderbar mitgemacht und waren selbst immer ganz aufgeregt und haben sich viel Mühe gegeben, den Kindern ihr Herkunftsland zu zeigen“, freut sich Rosa Hermann abschließend. Die Kochvorbereitungen finden derweil im Küchenbereich auch ein Ende. Leckerer Duft zieht schon durch den Raum und lockt auch Madlain wieder aus dem Spielzimmer. „Ich bin gespannt, wie das schmeckt“, frohlockt einer der kleinen Hilfsköche, der zuvor - wie die anderen Jungs, die sich um die Schürzen gerissen haben - von Anna Kwieciln gelobt wurde. „Die Jungs haben hier vollen Einsatz gezeigt. Prima!“, freut sie sich. Und wie schmeckt es wohl? Darauf weiß Madlain die naheliegendste Antwort: „Polnisch eben“, verrät sie.
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