Die Hand reichen! Fröhliches Sommerfest rund ums Asylbewerberheim im Löwental

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Zum Abschlusstanz reichten sich die Menschen nicht nur symbolisch die Hand.
 

Nicht nur das Wetter stimmte beim Sommerfest rund um das Flüchtlingsheim im Löwental. Nach einem tollen Programmablauf und vielen intensiven Gesprächen
war allgemeiner Tenor: „Wir müssen diesen Menschen helfen!“

Groß und Klein der unterschiedlichsten Nationalitäten kamen bei strahlendem Sonnenschein zusammen und verbrachten einen fröhlichen Nachmittag miteinander. Bei zahlreichen Spiel-, Sport- und Bastelaktionen sowie Tanz und Musik kamen sich die Besucher näher, tauschten sich aus und bildeten schließlich Teams, in denen sie an unterschiedlichen Aktionen teilnahmen.
Ein kleiner Theaterfundus sorgte für fantasievoll verkleidete und geschminkte
Kinder, die das Heim im Löwental umfl atterten, es gab leckeres Essen und Getränke, gute Gespräche, es war Musike drin! Für Live-Musik sorgten gleich zwei Highlights: das Streichquartett „Bowriders“ intonierte Sounds von Lady Gaga oder Michael Jackson, danach spielte die Jazzkapelle „Mallatett“ lustig
auf. Für Getränke und Würstchen war reichlich gesorgt. Zwei große Grillroste boten ein imposantes Bild.

Buntes Treiben

Hinter dem Haus ging das Treiben ebenso bunt weiter. Es gab gleich mehrere
Möglichkeiten, sich einmal wie ein ganz großer Graffiti-Künstler zu fühlen, selbst
Drucke herzustellen oder seine künstlerische Ader auszuleben. Die Torwand
und der Kickertisch waren belagert, dazwischen fanden spontane Fußballspiele zwischen den zahlreichen Besuchern statt.
Von „Werden hilft!“ gab es „art-to-go“, organisiert von Heide und Theo Giebels
sowie dem Team Kunst. Mit rotem Logo selbst bedruckte Papiertüten, die ganz nach Lust und Laune bunt bemalt wurden, waren ein beliebtes Souvenir.
Auch das Wetter spielte an diesem schönen Tag bis zum Ende perfekt mit. Und
so wurde das Fest eine prima Gelegenheit, neue Freude kennenzulernen oder mit alten Bekannten in lockerer Atmosphäre zu klönen.
Unter den Besuchern waren auch Bezirksbürgermeister Dr. Michael Bonmann
und viele weitere bekannte Gesichter aus der BV IX wie Ulla Lötzer, Herbert Schermuly, Najibulla Ahmadsadah und Hanslothar Kranz.

Integration

Rachid Akouaouach, Sozialarbeiter im Übergangswohnheim im Löwental:
„Durch das Sommerfest sind wir unserem Ziel, die Bewohner des Übergangswohnheimes mit den Menschen in Werden zusammenzuführen, sie in den Stadtteil zu integrieren und das Miteinander zu stärken, ein Stück näher
gekommen. Nun gilt es, den Kontakt aufrecht zu erhalten und weiterhin den direkten Austausch untereinander zu fördern.“

Dringend nötige OP

Ein treffendes und Hoffnung machendes Beispiel für den Gedankenaustausch
zwischen Werdenern und Flüchtlingen: Der junge Vater aus Mazedonien, der
erstaunlich gut Deutsch spricht, berichtete eloquent von den Bedingungen in der Heimat: Mit 40 Euro im Monat Sozialhilfe soll die Familie auskommen, aber ein Liter Milch kostet auch schon einen Euro! Um der kleinen Tochter die dringend nötige OP zu ermöglichen, sind sie nun nach Deutschland gekommen. Spontan wurde Hilfe und Unterstützung bei Behördengängen und Krankenhausbesuchen zugesagt.

Gelungener Abschluss

Ein besonderer Dank richtet sich an das Jugendamt der Stadt Essen, das Jugendwerk der Arbeiterwohlfahrt, die Evangelische Kirchengemeinde
Werden, die KiTa Rummelpott, die KiTa Christi Himmelfahrt, den Kindergarten
Budenzauber VKJ Werden, die Initiative „Werden hilft“ und alle weiteren
Akteure, die sich im Rahmen des Familienfestes eingebracht haben.
Für einen gelungenen Abschluss sorgten ein Feuerspucker und ein folklorischer Tanz-Flashmob vor dem Übergangsheim, organisiert
durch Ullrich Indersmitten vom „Werden hilft“-Team Tanzen.
Als man sich bei diesem höchst schwungvollen und im wahrsten Sinne des Wortes „mitreißenden“ Abschlusstanz nicht nur symbolisch die Hand reichte,
waren sich alle einig: „Dieses wunderschöne Fest darf keine Eintagsfliege bleiben!“
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