Generationenübergreifend

Anzeige
Dr. Michael Bonmann und Kristian Schäfer sprachen zur Eröffnung des frei zugänglichen Parks. Foto: Bangert
 
Die Kinder hatten großen Spaß und rasten auf ihren Bobbycars durchs Löwental. Foto: Bangert

Kinderlachen und sportliche Höchstleistungen bei der offiziellen Eröffnung im Löwental

Zwei lange Jahre hat es gedauert, nun war es endlich soweit. Der Calisthenics Park im Werdener Löwental steht und lud im Rahmen eines Spielplatzfestes alle Stangenfreunde zu gemeinsamen Workouts ein.

Offiziell eröffnete Bezirksbürgermeister Dr. Michal Bonmann den Park und machte deutlich, dass er und viele Mitstreiter in der BV die Idee zunächst für abstrus hielten: „Ich konnte weder mit dem Wort Calisthenics etwas anfangen noch mir vorstellen, was dahinter steckt.“

Überzeugungsarbeit

So war es der Überzeugungsarbeit der Jugendbeauftragten Daniela Rittkowski zu verdanken, dass Organisator Kristian Schäfer nach langen Verhandlungen die Zusage über 15.000 Euro aus den Mitteln der Bezirksvertretung bekam. Bonmann war damals beeindruckt vom Engagement der Beiden: „Nachdem Daniela mich geschafft hatte als erste Hürde, mussten noch die anderen BV-Mitglieder überzeugt werden.“ Auch Daniel Behmenburg machte gemeinsam mit Rittkowski den Praxistest in der Gruga und hob den Daumen, der Weg war frei. Ein Großteil der Finanzierung stand, nun sprang noch die Sozialinitiative „1000 Herzen für Essen“ zur Seite und schoss die noch fehlenden 10.00 Euro zu. Dann erfolgten Ausschreibung, das mysteriöse Verschwinden eines Ausrüsters, die Suche eines neuen Partners, eine verzögerte Bauphase, im Spätherbst konnte die Anlage dann endlich genutzt werden. Nun also auch offiziell besteht ganz in der Nähe zum Sportpark Löwental eine ideale Möglichkeit, um „umsonst und draußen“ gesundheitsfördernde Fitness zu betreiben.

Kinder tobten herum

Kristian Schäfer ist aber nicht nur Mastermind hinter dem Street Workout Park im Löwental, sondern gleichzeitig Pate des benachbarten Kinderspielplatzes. So lag es nahe, zu diesem feierlichen Anlass auch ein Spielplatzfest zu initiieren. Und alle kamen, sonst ist die Wiese im alten Strandbad nur an Pfingstmontagen zum Open Air Festival so gut gefüllt. Beste Verpflegung mit kostenfreiem Essen und Getränken war dank vieler Sponsoren für alle Besucher möglich. Die Kinder nutzten das Angebot des Kinderschutzbund-Spielmobils ausgiebig, tobten auf der Bewegungsbaustelle und mit den vielen Spielgeräten, brachten die Hüpfburg fast zum Einsturz, ließen sich schminken und genossen mit ihren Eltern das herrliche Wetter. Mittendrin stand Kristian Schäfer und wies mit strahlender Miene auf das Geschehen: „Das ist genau das, was wir uns vorgestellt haben. Generationenübergreifendes Spielen und Sporten. Toll!“

Workshops und Challenges

Am neuen Street Workout Park ging es derweil rund. Es gab offene Workshops für Einsteiger, bei denen die Teilnehmer tolle Preise gewinnen konnten. Auch Wettbewerbe für die fortgeschrittenen Sportler, die aus ganz Deutschland anreist waren. Bei Pullup Challenge und Dip Challenge zeigten sie faszinierende Höchstleistungen. An der krönenden Teamchallenge mit Pulls, Dips, Pushups und Squats nahmen sechs Mannschaften mit fantasievollen Namen wie
Califanten, Cali16 oder Formation Knusprig teil. Den ersten Platz belegten mit 165 Punkten die Hüpfburgpiraten aus Wetzlar. Calisthenics ist ein progressives Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht. Dabei wird der Fokus auf eine Verbesserung der Fitness gelegt. Das beinhaltet: Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Schnelligkeit und Koordination. Nach der Eröffnung trifft sich die Gruppe jeden Sonntag von 11.15 bis 13.15 Uhr an der frei zugänglichen Calisthenics-Anlage im Löwental zum regelmäßigen Workout.

Fit 4 ART

Durch das funktionale Training wird die Muskulatur für den Alltag gestärkt. Dies wirkt der ansonsten einseitigen Beanspruchung entgegen. So kam es nicht von ungefähr, dass auch eine Abordnung der Folkwang-Universität der Künste ihre ersten Gehversuche auf der neuen Anlage machte. Hier ist der Studentenausschuss federführend. Anke Beeren ist Geschäftsführerin des AStA und begleitete den ersten öffentlichen Auftritt der Folkwang-Gesundheitsförderung. Für das Fitness- und Stressmanagement-Programm für alle vier Fachbereiche konnte Yves Douma gewonnen werden. Er wird helfen, die gesundheitliche Situation der Studierenden zu verbessern. Anke Beeren betonte die Einmaligkeit: „Wir haben hier die weltweit einzige Gesundheitsförderung einer Universität, die nicht in der Verwaltung, sondern direkt in der Studentenselbstverwaltung angesiedelt ist. Uns ist die Beteiligung der Studierenden wichtig. Was wollen sie? Wir haben gefragt, nun sind viele Projekte angedacht, um Gesundheit und gemeinsames Wohlbefinden am Campus zu erhöhen. Fitness ist eines dieser Projekte. Ein häufiger Wunsch ist ein Kraftraum. Dem können wir hier nachkommen.“

Kick Off

Da die Anlage problemlos durch einen kleinen Spaziergang zu erreichen ist und zu jeder Tag- und Nachtzeit offen hat, zudem kostenlos ist, kann sie zeiteffizient und hocheffektiv von den Studierenden der Folkwang Universität der Künste studienbegleitend genutzt werden. In einer Kooperation von AStA-Gesundheitsförderung und Calisthenics-Gruppe wird zukünftig das Projekt „Fit 4 ART“ auf Überlastungserscheinungen und Dysbalancen vorbeugend und lindernd wirken. Yves Douma betont: „Wir sprechen hier von Hochleistungs-Künstlern. Wenn der Ellenbogen nicht durchhält, ist die Karriere vorbei. Auch gibt es Eins-zu-Eins-Unterricht, der beinhaltet enormes Stresspotenzial. Wir müssen also auf den Erhalt und die Förderung der kreativen Übe- und Arbeits-Leistungsfähigkeit abzielen.“ Regelmäßig werden ab dem 8. April Probetrainings für Folkwang-Studierende stattfinden. Der Auftakt machte jedenfalls Lust auf mehr, so Douma: „Wir hatten heute zum Kick Off bereits rund 20 Studierende vor Ort.“
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.