Owi, Sonja und das „Team Germany“ Sonja Eckertz und Wolfgang Reifenberg engagieren sich beim Hockey für Geistig Behinderte - auch international!

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Mit Leib und Seele ist Sonja Eckertz dabei.
 
Wolfgang „Owi“ Reifenberg mit seinen Schützlingen beim Turnier in Mönchengladbach – zweiter Platz!

„Hockey ist ein Virus, der dich nicht mehr loslässt!“ Wolfgang Reifenberg ist infiziert, keine Frage. Wolfgang wer? Ach, im Hockey ist der ehemalige Abteilungsleiter des ETB Schwarz-Weiß Essen nur unter „Owi“ bekannt…

Ein lustiger Geselle: „Wie im Weihnachtslied: Alles schläft, Owi lacht…“ Seine Tochter hat ihm den Spitznamen verpasst, durch sie kam Reifenberg zum Sport mit Geistig Behinderten. Als sie nämlich Schülerin der Comeniusschule in Burgaltendorf war, startete er 1995 die Hockey-AG. Und ist mittlerweile eine Ikone.
Die AG findet klassenübergreifend statt, die Schüler entscheiden selbstständig über ihre Teilnahme. Wolfgang Reifenberg immer mittendrin: „Ich bin ein positiver Typ - das braucht man auch für die Arbeit mit Behinderten. Das muss man gesehen haben… sie saugen alles auf und setzen es um, unvorstellbar!“ Es werden keine besondere Bedingungen an das sportliche Können geknüpft: „Wir machen auch mal Quatsch, aber dann konzentrieren wir uns wieder…“ Mittwochs trainieren so um die 20 Schüler, der vielbeschäftigte Selbstständige verpasst keine Einheit: „Dieser Termin ist stets der erste, den ich mir in den Kalender eintrage!“

Integrative Kraft des Sports

Über den Schulsport hinaus fand sich mit dem ETB Schwarz-Weiß Essen ein engagierter Partner. Die AG trainiert im Sommer auf dem schmucken Kunstrasenplatz am Uhlenkrug.
Hier kommt Sonja Eckertz ins Spiel! Die aktive Hockeyspielerin ist ETB-Jugendwartin, erfuhr durch ihre Mutter Ute, Lehrerin an der Comeniusschule, von der integrativen Kraft des Sports: „Geistig Behinderte haben keine Lobby, man sollte sie soweit wie möglich normal behandeln und ihnen die Chance geben, über den Sport aus ihrer gesellschaftlichen Isolation zu finden. Die Gefahr einer zusätzlichen Gesundheitsgefährdung durch Bewegungsmangel wird auch gebannt!“

Es gibt beim ETB eine Integrative Mannschaft, hier können die Schüler und Ehemalige Hockey spielen.
2013 wurde dann durch Sonja Eckertz ein ganz spezielles Hockeyturnier aus der Taufe gehoben, mit viel Freude geht es hoch her am Uhlenkrug. Das Besondere: Behinderte und nicht behinderte Hockeyspieler aus Deutschland und den Niederlanden spielen hier mit- und gegeneinander.

Turnier in London

„Owi“ und Sonja Eckertz berichten von schier unglaublichen Erfahrungen ihrer Schützlinge: Im August fand in London die Europameisterschaft im Feldhockey statt. Integriert war „G-Hockey“, ein Turnier für Menschen mit einer Geistigen Behinderung.
Große Ehre für die Comeniusschule und den ETB: ihr Team durfte Deutschland vertreten! Wolfgang Reifenberg staunte nicht schlecht: „Wir haben auch noch die stärkste Gruppe erwischt, und das als Schulmannschaft zwischen all‘ den Nationalteams! Die Italiener zum Beispiel haben 120 Spieler zur Auswahl und trainieren fünfmal die Woche…“ Dennoch schaffte „Team Germany“ die Überraschung und spielte um den dritten Rang - gegen Italien! Als dann die Bronzemedaille um den Hals baumelte, waren die Comeniusschüler „stolz wie Oskar“!

Todmüde, aber happy

Highlight des Tages war dann noch ein Treffen mit der aktuellen Herren-Nationalmannschaft. Es wurde geplaudert, ein gemeinsames Spielchen machte Spaß, zum Schluss gab es noch Autogramme. Todmüde, aber restlos happy, ging es am nächsten Morgen zum Flughafen. Auch die Betreuer waren nach etlichen Spielen, Besichtigungen, Themse-Rundfahrt und bunten Abenden „durch“, so Sonja Eckertz: „Das war für uns wahnsinnig anstrengend. Aber es lohnte sich - ein großartiges Erlebnis für unsere Spieler!“
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