Essener Vereine sammeln Kleiderspenden für Flüchtlinge

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Die ehrenamtlichen Helfer von WiE sortieren in den nächsten tagen die vielen Spenden.
Essen: Opti-Park |

Die Fußballszene Essen rief zu Spenden für die Flüchtlings-Kleiderkammer im Opti-Park Essen auf. Am Samstag wurden die Klamotten im Rahmen eines kleinen Festest eingesammelt und überreicht.

26 Essener Fußballvereine und die beiden Schiedsrichterkreise kamen diesem Aufruf nach und sammelten fleißig Klamotten. Besonders dringend wurden Anziehsachen für Männer benötigt. Diese werden in den kommenden Tagen von ehrenamtlichen Helfern der Initiative "Willkommen in Essen" (WiE) sortiert. "Das eine Lager ist schon randvoll. Ich bin wirklich stolz auf uns alle. Wir sind Fußball in Essen", sagt Initiator und Gründer der Fußballszene Ingo Jankowski sichtlich stolz und begeistert.
Im Opt-Gewerbepark befindet sich die Notaufnahmestelle für Flüchtlinge. Sie bekommen hier eine Erstversorgung und werden medizinisch untersucht, bevor der Regierungsbezirk Arnsberg sie in andere Flüchtlingslager verteilt. Insgesamt 800 Flüchtlinge leben hier - oft nur für eine Nacht. Die meisten kommen nur mit dem nach Deutschland, was sie am Körper haben. Deswegen sind auch gerade neue Anziehsachen so wichtig.

Kleines Fest für Flüchtlinge


Am Samstag Vormittag überreichten die Vereine nicht nur die Spenden, sondern sorgten gleich noch für ein kleines Fußballfest: FC Alanya veranstaltete ein Torwandschießen, der VfB Frohnhausen lud zum Fußballparcour, TuRa 86 spielte mit den Flüchtlingskindern, das AWO Fanprojekt brachte einen Tischkicker und eine Theke mit und das Ruhrpott Bistro verteilte Popcorn und Eis. Die Initiative WiE verteilte passend dazu Kuchen und bot Kinderschminken an. Ein besonderer Höhepunkt war die Hüpfburg, die BVA Altenessen aufgebaut hatte. "Viele der Kinder haben so etwas noch nie gesehen. Und jetzt schau, wie glücklich sie darauf toben", berichtet Jankowski, als er die rund 20 Kinder rumspringen und hüpfen sieht.

Rot-Weiß Essen verschenkt Freikarten

"Nirgendwo sonst in Deutschland schließen sich so viele Sportvereine zusammen, um Flüchtlingen zu helfen. Diese Aktion hier in Essen ist einmalig", betont Jankowski. Dieses Engagement soll auch belohnt werden: Michael Welling, 1. Vorsitzender von RWE, verteilte zum Dank an alle Helfer Freikarten für das nächste Heimspiel am Dienstag gegen den TuS Erndtebrück. Natürlich sind auch die Flüchtlinge aus dem Opti-Park eingeladen.
So geht eben Fußball in Essen.
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