Illegale Müllablagerungen

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Mit "aufGEdeckt" möchte Gelsenkirchen nun Tätern, die illegal ihren Müll ablagern auf die Spur kommen. (Foto: Privat)

Wild entsorgte Abfallsäcke, ohne Termin bereitgestellter Sperrmüll, Verunreinigungen durch heimlich abgekippten Grünschnitt oder Bauschutt – illegale Müllablagerungen sind leider auch in Gelsenkirchen ein immer wieder auftretendes Ärgernis.

So gingen hierzu im Jahr 2015 insgesamt 3.447 Meldungen bei Gelsendienste ein und auch im laufenden Jahr liegt der Durchschnitt bei rund zehn Hinweisen pro Tag. Neben der ordnungsgemäßen Entsorgung des wilden Mülls begibt sich Gelsendienste auf die Suche nach den Verursachern. Um die aufwendige Ermittlungsarbeit intensivieren zu können, wurde Anfang Juli das Projekt „aufGEdeckt“ gestartet.

Unter diesem Namen beschäftigt sich ein neues Team im Bereich Abfallwirtschaft ausschließlich um die Verfolgung solcher Ordnungswidrigkeiten. Hierfür durchsuchen zwei Mitarbeiter den Abfall vor Ort, um Hinweise auf dessen Ursprung zu finden. Darüber hinaus nehmen sie Beobachtungen aus der Nachbarschaft auf, prüfen bei Gelsendienste eingegangene Meldungen und kontrollieren regelmäßig bekannte Schwerpunktstellen.
Kann wilder Müll einem Verursacher zugeordnet werden, wird ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, an dessen Ende eine Geldbuße von bis zu 50.000 Euro steht. Zusätzlich stellt Gelsendienste den verantwortlichen Personen die sachgemäße Abfallentsorgung in Rechnung.

Gelsendienste bittet um Unterstützung


Bei einem Großteil der Fälle lässt sich nachträglich jedoch kein Verantwortlicher mehr zur Rechenschaft ziehen. Entweder lassen sich keine Spuren ermitteln oder die vorhandenen Indizien erlauben keine eindeutige Zuordnung.
Daher bittet Gelsendienste die Gelsenkirchener Bürger zur Unterstützung der eigenen Anstrengungen, relevante Beobachtungen zu melden. Hinweise über illegale Müllablagerungen werden bei Gelsendienste unter Telefon 954-20 (Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr), per E-Mail an info@gelsendienste.de oder online auf www.gelsenkirchen.de/gemeldet entgegengenommen.
Um die Ordnungswidrigkeiten verfolgen zu können, werden unbedingt eindeutige Angaben zu den Verursachern, wie zum Beispiel das Kennzeichen eines Autos benötigt. Außerdem sollten Angaben zum genauen Ort und der Uhrzeit sowie der Art und Menge des abgelagerten Abfalls gemacht werden.
Darüber hinaus muss die Bereitschaft der Hinweisgeber vorhanden sein, ihre Aussage bei Bedarf zu bezeugen.

Entsorgung von Abfällen oft kostenlos


Wer Abfälle wild entsorgt, verhält sich rücksichtlos gegenüber seinen Mitbürgern und der Umwelt. Dabei bietet Gelsendienste eine Vielzahl von Entsorgungsmöglichkeiten, deren Nutzung für Privathaushalte zudem in den meisten Fällen kostenlos möglich ist.
So werden an den beiden Wertstoffhöfen an der Adenauerallee 115 und der Wickingstraße 25b unter anderem Grünabfälle, Altpapier, Sperrmüll und Elektroschrott in haushaltsüblichen Mengen gebührenfrei angenommen (Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr/ Samstag 8.30 bis 15 Uhr). Für Sperrmüll und Elektrogroßgeräte gibt es darüber hinaus einen kostenlosen Abholservice.
Termine können vorab über die Website www.gelsendienste.de oder unter der Servicenummer 954-20 (Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr) vereinbart werden. Zudem ist das Schadstoffmobil an zahlreichen Standorten im Stadtgebiet unterwegs und nimmt Problemabfälle wie Lacke, Batterien und Leuchtstofflampen ebenfalls ohne weitere Kosten entgegen. Elektrogroßgeräte und Sperrmüll werden kostenfrei nach Terminabsprache abgeholt.
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2 Kommentare
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Heinz Kolb aus Gelsenkirchen | 19.10.2016 | 13:48  
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