„Lieschen Müller“ grüsst die Gelsenkirchener

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Als „Lieschen Müller“ möchte sich die Gelsenkirchenerin Alma Gildenast noch mehr in die Herzen der Mondpalast-Besucher spielen. (Foto: Foto: Sascha- Nikola Kott)
 
Das Team der WG Wilhelmstraße, wie man es ab dem 28. März erleben kann. (Foto: Mondpalast)
Wer einmal den Mondpalast besucht hat, der wird direkt beim Eintritt festgestellt haben, dass man hier großen Wert auf Herzlichkeit legt. Denn hier wird jeder Gast vom Prinzipal persönlich per Handschlag begrüßt und immer hat Christian Stratmann auch ein paar warme Worte für die Gäste. In dieser wohlbehüteten Atmosphäre wurde nun auch die in Gelsenkirchen aufgewachsene und derzeit wieder beheimatete Alma Gildenast gut aufgenommen.

"Adoptiert" von der Mondpalast-Familie

Mitten im kalten Winter kam Alma Gildenast in der heimeligen Atmosphäre des Volkstheaters an und hat sich inzwischen in die Herzen des gesamten Teams rund um Prinzipal Christian Stratmann und Intendant Thomas Rech, aber auch des Publikums gespielt.
Denn Rech schwärmt in den höchsten Tönen von der erst 22-Jährigen, die inzwischen in den meisten Stücken des Mondpalastes mitwirkt und dabei eine gute Figur abgibt. „Und das will was heißen“, wie die Öffentlichkeitsbeauftragte des Theaters sagt, die den Intendanten gut kennt und weiß, dass er mit so hohem Lob nicht so schnell bei der Hand ist.

Eine Hauptrolle in der "Wilhelmstraße"

Kein Wunder also, dass Alma Gildenast auch in der neuen Produktion „Wilhelmstraße“ eine der Hauptrollen spielen wird.
Der Stadtspiegel sprach mit der jungen Schauspielerin über ihr Engagement in Wanne-Eickel und mehr.

Alma Gildenast im Interview

Stadtspiegel: Sie sind in Gelsenkirchen aufgewachsen, wo denn genau?
Alma Gildenast: „Das war in Bismarck und zur Schule gegangen bin ich auf das Ricarda-Huch-Gymnasium.“

Was haben Sie nach der Schule gemacht?
„Ich bin mit 17 nach Hamburg gegangen zur Hamburg School of Entertainment und habe eine Ausbildung zur Musiktheater-Darstellerin gemacht. Dazu gehörten dann Gesang, Schauspiel und Tanz.“

Hatten Sie danach bereits Engagements ehe es Sie nach Wanne-Eickel verschlug?
„Ich war eine Weile beim Jahrmarkttheater bei Lüneburg und bin mit dem Musical Ritter Rost auf Tournee gewesen. Hier am Mondpalast ist jetzt mein erstes längeres Engagement.“

An der Schauspielschule in Hamburg mussten Sie sicherlich dialekt-freies Hochdeutsch sprechen. Ist es Ihnen schwer gefallen, nun wieder in den Ruhrpott-Slang zu verfallen?
„Überhaupt nicht. Das ist ein Automatismus. Wenn man zwei Tage wieder hier ist, klappt es auch wieder mit dem Slang.“

Wie der Vater so die Tochter?

Man könnte ja sagen, dass sie familiär vorbelastet sind. Denn Ihr Vater war ja der in Gelsenkirchen sehr bekannte und im letzten Jahr verstorbene Tanzpädagogen Rolf Gildenast. Wurden Sie von ihm in Ihrem künstlerischen Faible unterstützt?
„Auf jeden Fall. Ich habe bereits ganz früh angefangen, mir Geschichten auszudenken. So entstand zum Beispiel das Stück ‚Viel Glück - Eine Revue für Kinder‘, das ich mit meinem Vater und meinem Bruder gemeinsam gespielt habe. Ich bin auch ab und zu gemeinsam mit meinem Vater aufgetreten, dann haben wir natürlich getanzt. Später hat mein Vater mich dann bei allem unterstützt, was meine bisherige Karriere betraf.“

Fiel es Ihnen schwer nach den Erfahrungen in einer Stadt wie Hamburg wieder zurück ins Ruhrgebiet zu kommen?
„Überhaupt nicht. Das Ruhrgebiet ist meine Heimat.“

Haben Sie schon vor Ihrem Engagement hier Stücke im Mondpalast gesehen?
„Klar. Sogar schon vor meiner Ausbildung in Hamburg.“

Gesehen, beworben und gewonnen

Und wie sind Sie zu diesem Engagement gekommen?
„Ich bin auf die Ausschreibung gestoßen und habe mich beworben. Darauf hatte ich dann mein erstes richtiges Vorsprechen und wurde angenommen. Ich bin hier mit so viel Herzlichkeit empfangen worden, dass man beinahe sagen könnte, dass mich die Familie des Mondpalastes ‚adoptiert‘ hat.“

Von Hamburg nach Wanne und dann?
„Ich könnte mir vorstellen, lange hier zu bleiben. Als festes Ensemblemitglied kann ich hier alles zeigen, was ich gelernt habe und was mir auch Spaß macht. Obwohl mir das Schauspiel schon das liebste ist. Aber zum Beispiel bei ‚Anne Tanke‘ habe ich auch gesungen und getanzt.“

Was sagt Ihre Mutter zu Ihrer Rückkehr in die Heimat?
„Sie ist begeistert. Ich wohne ja zur Zeit in Gelsenkirchen und das ist für uns beide sehr schön.“

Hat Ihr Bruder auch eine künstlerische Laufbahn eingeschlagen?
„Nein, gar nicht. Er ist eher der Naturwissenschaftler und studiert bald Chemie.“

Die Lieblingsrolle ist die Julia

Verraten Sie uns was bisher Ihre Lieblingsrolle am Mondpalast ist?
„Das ist die Julia in ‚Ronaldo und Julia‘. Das ist für mich die schönste Rolle.“

Im Stück Wilhelmstraße spielt Alma Gildenast die Liese Müller, die von allen typisch ruhrpöttisch ‚Lieschen‘ gerufen wird und als Lieschen Müller grüsst sie nun alle Gelsenkirchener.
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