Kein Zuschuss aus Berlin fürden Schollbruch-AusbauKommt jetzt eine „kleine Lösung“?

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SPD - Fraktionsvorsitzender im Bezirk West Udo Gerlach. (Foto: Privat)
Gelsenkirchen: Bundesbauminuster Benachteiligt SV Horst 08 |

Am Montag erhielt Udo Schacht, der Vorsitzende des SV Horst 08, von Gelsensport die Nachricht, dass das Bundesministerium für Bau und Umwelt das Ausbauprojekt auf der Sportanlage „Auf dem Schollbruch“ nicht fördern wird.


Das Ministerium hatte in einem Förderprojekt 140 Millionen Euro für Baumaßnahmen zur Verfügung gestellt. Die Stadt Gelsenkirchen hatte sich im Rahmen dieses Projekts mit einem Um- und Neubau beim Großverein SV Horst 08 beworben. Dafür sollten 2,35 Millionen vom Bund und weitere 1,3 Millionen aus dem städtischen Haushalt kommen.

Die Räume des Vereins, seit über 100 Jahren fest mit dem Stadtteil verwachsen und mittlerweile auf 1200 Mitglieder angewachsen, reichen längst nicht mehr aus. Weil sich neben dem Breitensportangebot auch 27 Fußballmannschaften zum Training und zu den Spielen umziehen müssen, hat der Klub Container für ein Cafè, für die Geschäftsstelle und für Kabinen aufgestellt. Nach über zehn Jahren ist diese Lösung aber kaum noch tragbar.

Mit dem 620 qm großen Neubau wäre die Sportanlage noch mehr als bisher zu einer Begegnungsstätte für die Bürger des Stadtteils geworden.


Ulrich Schacht hofft darauf, dass die Stadt in einer erneuten Entscheidung des Rates die eigentlich zugesagten 1,3 Millionen Euro nun auch ohne den Zuschuss genehmigt. „Der Bedarf und der Plan waren schließlich da, bevor es das Förderprogramm des Ministeriums gab“, sagt er. „Der Bedarf ist weiterhin da. Ich hoffe auf einen Plan B mit einer kleineren Lösung.“

„Wir sind sehr enttäuscht darüber, dass das Bundesbauministerium den Neubau auf der Bezirkssportanlage ‚Auf dem Schollbruch‘ in Horst augenscheinlich nicht fördern wird“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der SPD in der Bezirksvertretung Gelsenkirchen-West, Udo Gerlach.

Zusammen mit den Mitgliedern des Rates der Stadt Gelsenkirchen, mit Gelsensport und dem von der Baumaßnahme profitierendem SV Horst 08 habe man angesichts der großen Leistungen des Vereins für die Gelsenkirchener Stadtgesellschaft gute Chancen für den Zuschuss aus Berlin gesehen, erklärte Gerlach weiter.

Bezirksbürgermeister Joachim Gill (SPD): „Die Mitglieder der Bezirksvertretung West hatten in ihrer letzten Sitzung am 19. Januar 2016 die Mitglieder des Rates der Stadt Gelsenkirchen schon vorsichtshalber darum gebeten, dass der in den Haushalt eingestellte städtische Bauzuschuss auch im Falle der Ablehnung des Bundeszuschusses für den Ausbau des Schollbruchs verwendet werden soll.“

Udo Gerlach: „Trotz der Enttäuschung über die Ablehnung liegt jetzt unser Hauptaugenmerk darauf, dass dem Verein mit einem abgespeckten Bauvorhaben die erforderlichen Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden. Wir hoffen nun, dass die jetzt anstehenden Gespräche zwischen Verein, Gelsensport, Stadtspitze und den Entscheidern im Rat in diese Richtung laufen. Das würde bei den vielen Helferinnen und Helfer von Horst 08 für einen Motivationsschub sorgen, der vielen Kindern und Familien zu Gute kommt“.
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