Max Uthoff unterstützt „Sanktionsfrei“

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Der Kabarettist Max Uthoff, bekannt aus der ZDF-Sendung „Die Anstalt“, hat in einem Video erklärt, wieso es wichtig ist, die Initiative „Sanktionsfrei“ zu unterstützen. Er selbst spendet 2.500 Euro.

Wie wir schon bei der Petition zur Abschaffung der Sanktionen an den Bundestag erfahren konnten, dauert es eine Zeit, bis dass sich eine Idee herumgesprochen hat. Damals sammelten wir von der Bürgerinitiative „Stellenanzeigen“ auch in Gelsenkirchen Unterschriften. Wir bekamen wirklich viele Blätter voll. Zum Ende hatte die Petition nach den erforderlichen 50.000 Unterschriften doch tatsächlich 90.000 erhalten.

Ebenso scheint sich gerade das Crowdfunding-Projekt um Sanktionsfrei zu entwickeln. Zwar scheint es, als würde die Funding-Schwelle von 75.000 Euro erreicht werden, aber um das Projekt auch so umsetzen zu können, wie die Aufgaben angesetzt sind, bedarf es natürlich auch weiterhin Spenden.

Sie meinen, das kann Ihnen nicht passieren? Doch, das kann es. Sobald man in Hartz-IV fällt, steht der Mensch unter Beobachtung. Ermessensspielräume der Jobcentermitarbeiter können voll ausgeschöpft werden, bis zur Einstellung einer Bedürftigkeit. Ein aktueller Fall in Gelsenkirchen berichtet von einer anonymen Anzeige. Dem ALG-II-Bezieher wird die Bedürftigkeit aberkannt, das ALG-II nicht mehr überwiesen. Dieser Zustand wird so lange gehalten, bis dass der Bezieher glaubhaft versichern kann, dass an dieser Anzeige nichts dran ist. Und die Miete wird weiter abgebucht, Essen und Trinken muss weiter bezahlt werden. Es ist möglich, dass ein Mensch alles verliert.

Aus der Presse erfährt man, dass der RWE-Konzern plant 2.000 Stellen zu streichen , ebenso viele Stellen stehen auch bei der Lufthansa zur Streichung bereit.

Wer behauptet, bezahlte Arbeit wäre genug für alle da, der lügt schlichtweg. Die Arbeit des 21. Jahrhunderts muss neu definiert werden. Auch die Gesellschaft braucht Ideen, wie sie sich entwickeln und weiter existieren will. Ein Bedingungsloses Grundeinkommen wäre da nur eine Notbremse.

Was definitiv aufhören muss, ist die Sanktionspraxis der Jobcenter. Der Mensch lebt und muss sich in seinem Leben bewegen. Das geht nicht, wenn die Existenz stets bedroht ist. Die dauerhafte Angst lähmt und fördert psychische Erkrankungen. So kann es nicht weiter gehen. Daher bitte ich uns alle: Helft mit, diese Initiative zu unterstützen. Auch nach dem Erreichen der Funding-Schwelle. Stellen wir gemeinsam Sanktionsfrei auf sichere Füße, damit wir als Menschen Unterstützung erfahren und einen neuen Arbeitsmarkt entwickeln können.

Ich sende einen ganz herzlichen Dank an alle, die dieses Projekt unterstützen und natürlich auch an Max Uthoff

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3 Kommentare
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Sandra Stoffers aus Gelsenkirchen | 26.03.2016 | 12:31  
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Sandra Stoffers aus Gelsenkirchen | 26.03.2016 | 12:58  
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Sandra Stoffers aus Gelsenkirchen | 26.03.2016 | 17:53  
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