Giefer und Höwedes retten Schalker Sieg

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Benedikt Höwedes lieferte gegen Hannover eine starke Partie ab. (Foto: Gerd Kaemper)
 
Fabian Giefer (am Ball) stand gegen Hannover zum ersten Mal in einem Pflichtspiel für Schalke im Tor.
Gelsenkirchen: Schalke 04 |

Der 1:0-Sieg über Hannover hatte vor allem zwei Sieger beim S04: Torwart Fabian Giefer und Kapitän Benedikt Höwedes. Beide waren am Erfolg maßgeblich beteiligt.

Es lief die 41. Spielminute, als allen Schalker-Fans der Atem stockte: Hannovers Stürmer Joselu stand plötzlich völlig frei vor Schalke-Torwart Fabian Giefer, umkurvte diesen spielend leicht und hatte nur noch das leere Tor vor sich. Die 1:0-Führung durch den später noch verletzt ausgewechselten Marco Höger (32.) schien noch vor der Halbzeit dahin zu sein. Doch im allerletzten Moment rauschte Benedikt Höwedes an und spitzelte mit einem harten, aber fairen Tackling seinem Gegenspieler den Ball vom Fuß und konnte somit zur Ecke klären.

Höwedes’ wichtiger Einsatz vor dem 1:0

Der Weltmeister! Höwedes lieferte eine starke Partie ab. 60 Prozent seiner Zweikämpfe gewann der Kapitän des S04, hatte als Verteidiger eine bockstarke Passquote von 84 Prozent, spielte nur zweimal Foul und war auch noch am 1:0 entscheidend beteiligt.

Als Eric Maxim Choupo-Moting die erste Flanke von Christian Fuchs, die keinen Abnehmer fand, von der anderen Seite erneut in den Strafraum schlug, verlängerte Höwedes den Ball per Kopf, so dass dieser nicht bei Hannover, sondern erneut bei Fuchs landete. Dessen zweite Flanke fand bekanntlich Höger, der dann zum 1:0-Siegtreffer traf.

Fährmanns Pech ist Giefers Glück

Dass es bei diesem 1:0 blieb, lag auch an Giefer. Der 24-Jährige stand zum ersten Mal für den S04 in einem Pflichtspiel zwischen den Pfosten. Schalkes Torwart war im vergangenen Sommer ablösefrei vom Zweitligisten Fortuna Düsseldorf zu den Königsblauen gewechselt und hatte zunächst den Zweikampf gegen Ralf Fährmann um den Stammplatz verloren. Im Vorbereitungsspiel gegen den VfL Bochum zog sich Giefer eine Adduktorenverletzung zu und fiel zwei Monate verletzt aus. In der Zeit glänzte zudem Fährmann und spielte eine überragende Hinrunde.

Anfang des Jahres verletzte sich dann aber wiederum Fährmann und zog sich in Doha (Katar) eine Kreuzbandzerrung zu. Sechs Wochen Zwangspause! „Es könnten sogar sieben oder acht werden“, sagte Schalke-Manager Horst Heldt vor dem Hannover-Spiel. Das Pech von Fährmann war und ist das Glück von Giefer, auch wenn dieser natürlich seinem Vereinskollegen die Daumen drückte. „Das wünscht man Niemandem. Ich hoffe, dass Ralf schnell wiederkommt“, sagte der vermeintliche Ersatztorwart unmittelbar nach der Verletzung seines Konkurrenten.

Gegen Hannover verlor Giefer nur einmal die Konzentration. In der 58. Spielminute ließ er sich nach einem Rückpass etwas zu lange Zeit für seinen Abschlag und schoss den heranstürmenden Joselu an. Der Ball bewegte sich gefährlich, aber eben auch nur parallel zum Tor. Ansonsten lieferte der in Adenau (Rheinland-Pfalz) geborene, 194 Zentimeter große Torwart eine starke Premiere ab.

Giefer nimmt Fuchs in Schutz

„Er hat sehr, sehr gut gespielt. Für ihn war es nicht einfach gleich im ersten Spiel zu Hause. Er war mehrmals in Eins gegen Eins-Situationen der Sieger und hat viel Ruhe ausgestrahlt. Wir sind sehr froh, ihn zu haben“, sagte Heldt nach dem Spiel. In der Tat: Unter anderem hielt Giefer in der 49. Spielminute gegen Joselu, als dieser erneut alleine vor ihm auftauchte. Dass er sich nach 30 Minuten eine gelbe Karte einhandelte, weil Fuchs einen zu schlechten Rückpass spielte und Giefer in der Nähe der Eckfahne den Hannoveraner Briand foulte, war ihm egal. „Wir haben nach dem Spiel nicht mehr darüber gesprochen. Auf dem Platz haben wir kurz kommuniziert. Aber das kann passieren, das gehört dazu“, sagte Giefer nach dem Spiel abgeklärt zu den Journalisten und nahm Fuchs damit in Schutz.

Fährmann wünschte Giefer vor dem Spiel Glück

Angesprochen auf seine eigene Leistung blieb Giefer auch bescheiden. „Wichtig war, dass wir zu Null gespielt haben und da hat jeder seinen Teil zu beigetragen. Da würde ich mich dann auch mit zu einordnen.“ Ratschläge musste er nicht annehmen, wenngleich auch Fährmann vor dem Spiel in die Kabine kam. „Meistens ist es so, dass die verletzten Spieler vor dem Spiel in die Kabine kommen. Er hat mir Glück gewünscht.“


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