Herbert Sokolowski: Erinnerungen eines Vollblut-Lehrers

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Herbert Sokolowski berichtet in seinem neuen Buch aus seinem langen Lehrerleben und mahnt zu einem besseren Schulsystem. Foto: Braczko

Er hat mehr Schuljahre auf dem Buckel als die meisten von uns: Herbert Sokolowski, Jahrgang 1928, hat nach seiner vom Kriegsende unterbrochenen Schulzeit für fast vier Jahrzehnte selbst wieder den Weg zu Kreide und Tafel gefunden. Vielen Gladbeckern ist er noch bekannt als erster und langjähriger Schulleiter des Heisenberg-Gymnasiums. Jetzt zieht das pädagogische Urgestein in seinem autobiographischen Werk "Schul-Zeit, oder: Es könnte gute Schulen geben" Bilanz.

Herbert Sokolowski erinnert sich an seine eigene Schulzeit während des Dritten Reiches, die Unterbrechung nach Kriegsende und den gesellschaftlichen Neubeginn in der jungen Bundesrepublik. Auch die Geschichte des späteren Heisenberg-Gymnasium, das nach seiner Gründung im unruhigen Jahr 1968 als erste Oberschule in Gladbeck Jungen und Mädchen zusammen unterrichtete, bekommt viel Platz in dem 156 Seiten starken Buch.

Wie es sich für einen richtigen Pädagogen gehört, fasst Sokolowski aber nicht nur das Geschehene zusammen, sondern mahnt auch zur Verbesserung. Dabei nutzt er ein Lichtenberg-Zitat: "Ich kann auch nicht garantieren, dass es besser wird, wenn es anders wird. Aber dies weiß ich: Es muss anders werden, wenn es gut werden soll."

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Das Buch
Herbert Sokolowski: "Schul-Zeit oder: Es könnte gute Schulen geben: Erinnerungen und Reflexionen eines Schulmannes nach beendetem Dienst." ist im Fischer-Verlag erschienen. Es hat 156 Seiten und kostet 12,90 Euro.
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