Gefrässige Raupen auch in Gladbeck am Werk: Große Schäden durch "Buchsbaumzünsler"

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Die Raupen des so genannten "Buchsbaumzünslers" sind extrem gefräßig und haben auch in Gladbeck bereits schwere Schäden in Gärten angerichtet. (Foto: Schuppara/Lokalkompass Duisburg)
Gladbeck: Stadtgebiet |

Gladbeck. Viele Gladbecker Gartenbesitzer haben die Tränen in die Augen: Auch in unserer Stadt treibt der "Buchsbaumzünsler" sein Unwesen, hat an unzähligen Buchsbaumgewächsten irreparabele Schäden hinterlassen und nicht selten einen regelrechten "Kahlschlag" verursacht.

Bereits im Jahr 2016 trat der Schädling vereinzelt, unter anderem in Ellinghorst, auf. Inzwischen gibt es Schadensmeldungen aus dem gesamten Stadtgebiet. Weder vor Hecken noch vor stilvoll beschnittenen Buchsbäumen macht der Schädling halt. Nach Deutschland eingeschleppt wurde der eigentlich in Ostasien beheimatete Zünsler wahrscheinlich im Jahr 2006.

Wie so oft ist es nicht der ausgewachsene Falter, der sich als Schädling entpuppt, sondern dessen extrem gefräßigen Raupen. Seitens der Industrie werden zwar "Vernichtungsmittel" angeboten, doch sind die Erfolgschancen scheinbar nicht besonders groß. Oftmals werden die Pflanzen innerhalb kürzester Zeit komplett vernichtet.

Schließlich stehen die Gartenbesitzer vor der Frage, wie sie vom Zünsler befallene Buchsbäume entsorgen können. Die Gladbecker LINKE hat jedenfalls bereits mehrere diesbezügliche Anfragen registriert.

Für Betroffene hat die LINKE nun leider aber nur eine einzige gute Nachricht: Abgestorbene oder vom Zünsler befallen Buchsbäume können ohne Weiteres als Grünabfall über die Biotonne entsorgt werden. Wer möchte, kann die spärlichen Überreste auch direkt auf dem ZBG-Betriebshof an der Wilhelmstraße 61 abgeben. Gemeinsam mit den übrigen Bioabfällen werden die Buchsbäume dann zur Kompostieranlage nach Gescher gebracht. In besagter Anlage entsteht bei der so genannten "Hygienierungsphase" Temperaturen von rund 70 Grad. Und dieser Wärme sind dann auch der Buchsbaumzünsler sowie dessen Raupen und Eier nicht mehr gewachsen. "Es besteht also keine Gefahrt, dass der Buchsbaumzünsler über den anschließend entstehenden Kompost weiter verbreitet wird," beruhigt Olaf Jung, Vorsitzender der Gladbecker LINKE-Ratsfraktion.

Jung verweist aber gleichzeitig darauf, dass befallene Buchsbaumpflanzen nicht - wie bereits im Internet verbreitet wurde - als Restabfall entsorgt werden sollten. Und auf gar keinen Fall sollten befallene Buchsbäume im eigenen Garten kompostiert werden, denn dadurch könnte der Schädling sogar noch weiter verbreitet werden.
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