Größter Seniorenposaunenchor kommt nach Hattingen

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Der Chor bei einem anderen Auftritt
Walther Mayer ist in Hattingen kein Unbekannter. Er leitete einmal das Schulamt der Stadt. Seit vielen Jahren spielt er im Seniorenposaunenchor mit, vor vier Jahren wurde er Mitglied.
Ein Foto von sich selbst will er nicht in der Zeitung sehen, von dem Posaunenchor aber wohl. Und aktuell ist das auch, denn der Hattinger spielt am Samstag, 30. November, 18 Uhr, mit seinen Mitstreitern in der St. Georgs-Kirche in Hattingen.
Der Seniorenposaunenchor Ostwestfalen ist im Bereich aller evangelischen Posaunenchöre in Deutschland der größte Chor seiner Art. 1999 wurde der Chor mit damals fünfzig Bläsern gegründet, heute sind über 160 aktive Mitglieder dabei. Über 100 von ihnen haben für den 30. November ihr Kommen zugesagt. Der einzige Hattinger, Walther Mayer, ist durch seinen Bruder zum Chor gekommen. Der spielt auch mit und war Schulleiter an einem Gymnasium in Sennestadt.
48 Jahre spielt Mayer mittlerweile Posaune. „Einmal im Monat trifft sich der Chor zum Proben in Gohfeld. Das liegt an der Stadtgrenze zu Bad Oeynhausen. Fast immer sind wir rund 140 Bläser, die aus verschiedenen Städten, meistens aus Ostwestfalen, zusammenkommen“, erzählt Mayer. Die Mitglieder sind zwischen sechzig und 85 Jahre alt. „Wir kommen auf rund 8.800 Bläserjahre“, lacht er.
Ihr musikalisches Können haben sie in vielen Konzerten bereits unter Beweis gestellt. Nicht nur in Deutschland, auch 2002 in Estland, 2003 in der Krypta der Frauenkirche in Dresden, 2011 in der Thomas-Kirche in Leipzig. Höhepunkte im letzten Jahr waren Konzerte im Dom von Speyer und in der Pauluskirche in Hambach.
Das Konzert in der St. Georgs-Kirche wurde von den Mitgliedern aus Hattingen und Bochum angeregt. Neben musikalischen Genüssen wie „Stern über Bethlehem“, „Macht hoch die Tür“, „Weil Gott in tiefster Nacht erschienen“ wird es eine Andacht von Dieter Mayer geben.
„Alle freuen sich auf dieses Konzert in der schönen St. Georgs-Kirche“, so Walther Mayer. Der Eintritt ist frei. „Aber es ist daran gedacht, am Ausgang zu sammeln und den Erlös für die Restaurierung der Orgel in St. Georg zu verwenden“, überlegt Walther Mayer. Der STADTSPIEGEL berichtete bereits, über die aufwendige Sanierung, die gerade durchgeführt wird.
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