„Aktion Wunschzettel“: Was Hattinger wünschen

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Hans-Albert Siepmann sorgte für den musikalischen Rahmen bei der Veranstaltung zur „Aktion Wunschzettel“ von „Kick“, Stadtbibliothek und STADTSPIEGEL in der Bücherei. Foto: Römer
 
Gleich nach der kurzen Veranstaltung gingen die ersten Neugierigen an die Stellwand mit den ausgehängten Wünschen. Diese sind inzwischen in der Stadtbibliothek „gewandert“: von der ersten Etage hinunter in die Nähe des Aquariums – der besseren Erreichbarkeit wegen. Foto: Römer
Hattingen: Stadtbibliothek |

„Mein Wunschzettel“ hieß eine gemeinsame Aktion von „Kick – Hattinger im Unruhestand“, Stadtbibliothek und STADTSPIEGEL. Jetzt wurden in einer kleinen Veranstaltung in der Stadtbibliothek die Wünsche ausgehängt.

Sie erinnern sich doch sicher noch: Bei „Kick“ in der Augusta­straße 11, in der Stadtbibliothek, aber auch an anderen Stellen in Hattingen lagen vier Wochen lang Wunschzettel aus an „Nachbarn/Freunde“, an die „Stadt Hattingen“ und oder oder an das „Land“, in dem wir leben. Auch hier im Lokalkompass bot sich die Möglichkeit zu wünschen.
„Mein Wunschzettel“, so die dicke Überschrift, sollte solche Wünsche enthalten, die möglicherweise gar nicht in Erfüllung gehen werden oder können, aber über Persönliches hinausgehen wie Familie, Gesundheit, Glück, Geld oder Liebe. Kurz: Es ging um Wünsche, die nicht mit Geld zu bezahlen sind.
Gut zwei Dutzend Einsendungen von Wunschzetteln sind zusammengekommen. Inge Berger von „Kick“ bei ihrer kurzen Einführung: „Die eingegangenen Wünsche lassen sich in drei Kategorien einteilen. Da waren die Wünsche nach mehr ,wir‘ statt ,ich‘, dass die Stadt die Bürger mehr wahrnehmen sollte beispielsweise in solchen Dingen wie nach der Leerung die Mülltonnen wieder so beiseite stellen, dass man mit Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen daran auch gefahrlos vorbei kommt. Und letztlich : Kick und der Ruhrbogen sollen bleiben wo und wie sie sind.“
Hans-Albert Siepmann sorgte mit seiner Gitarre und seiner Stimme für den musikalischen Rahmen. Er hatte eigens für diesen Anlass ein Lied komponiert mit dem beziehungsreichen Titel „Wünsche und Träume“.
Hildegard Reuter schließlich trug Aphorismen und ein Gedicht von Matthias Claudius vor.

Wünsche von Hattingern

Und hier einige der Wünsche, die übrigens bis Weihnachten im Bereich des Aquariums in der Stadtbibliothek nachzulesen sind:
Heide-Marie (71): „Von der Politik würde ich mir wünschen, dass Entscheidungen gemeinsam nach dem besten Weg und nicht nach dem Parteibuch getroffen würden.“
Erika (77): „Dass die Leute nicht so neidisch aufeinander sind; dass die Nachbarn sich wieder um andere kümmern und sich mal erkundigen, wie es einem geht und ob man helfen kann.“
Hildegard (91): „Ich wünsche mir, dass die Fahrer, wenn sie mit ihren Bussen die Haltestellen anfahren, so nah wie möglich am Bordstein halten und absenken.“
Caroline (56): „Dass sich mehr Menschen unserer Stadt um unsere alten Mitbürger kümmern, indem sie ,Patenschaften‘ übernehmen und sie privat zu Hause oder in Seniorenheimen besuchen, sich unterhalten, zuhören, spielen, vorlesen, mal eine Postkarte schreiben usw.“
Ulrike (76): „Ich wünsche mir, dass die Menschen besser ihren Müll trennen und dass sie nicht ihren Restabfall neben den Containern für Glas und Papier entsorgen.“
Rainer (70): „Es wäre schön, wenn alle städtischen Grünflächen an den Straßen so gepflegt aussähen wie an der Stadtmauer, dem Rathaus und Niederwenigern. Wenn die Stadt kein Geld/Zeit hat, so könnten die Hausbesitzer zur Bordstein- und Straßenrinnenpflege verpflichtet werden. Dann müssten aber die Straßenreinigungsgebühren gesenkt werden oder entfallen.“
Nina (?): „Mein Wunsch an die Stadt für die Denkmalstraße: dass endlich das zweiwöchentlich wechselnde Parkverbot aufgehoben wird. Das führt nämlich dazu, dass man am Samstag- oder Sonntagmorgen in der Frühe sein Auto umparken muss, weil es sonst auf einmal auf der nun falschen Seite im Parkverbot steht und wegen des nicht mehr durchkommenden Busses sogar abgeschleppt wird! Und das beispielsweise auch am Neujahrsmorgen, am Allerheiligentag... Wenn man in den Urlaub fährt, muss man weit entfernt parken, weil sich ja die Parkverordnung während der Abwesenheit ändert.“
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