Flüchtlingslage entspannt – Weniger Flüchtlinge als im Vorjahr

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Die Flüchtlingsunterkünfte an der Werksstraße in Hattingen und die Traglufthalle an der Hiddinghauser Str. in Niedersprockhövel.
Hattingen: Niedersprockhövel | Im ersten Halbjahr 2017 sind noch einmal deutlich weniger Flüchtlinge nach Nordrhein-Westfalen gekommen. Nach Angaben der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg sank die Zahl von etwa 44.000 im ersten Halbjahr 2016 auf gut 14.000 im Vergleichszeitraum 2017. Von den Asylsuchenden haben laut NRW-Ministerium für Flüchtlinge und Integration 760 die türkische Staatsangehörigkeit.

In der Hochzeit 2015 waren in den ersten sechs Monaten noch knapp 70.000 Geflüchtete nach NRW gekommen. Zahlreiche Unterkünfte des Landes seien mittlerweile geschlossen worden, vor allem Notunterkünfte, sagte ein Behördensprecher.

285 Asylbewerber in Hattingen
Im Leistungsbezug nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bei der Stadt Hattingen befanden sich Ende Juli 2017 noch 285 Geflüchtete. Davon verfügen 191 Personen über eine Aufenthaltsgestattung und 94 Personen über eine Duldung, wie der Vorlage für die öffentliche Sitzung am 6.9.2017 des Sozial- und Gesundheitsausschusses zu entnehmen ist.

Ende Januar 2017 waren es noch 494 Asylbewerber in Hattingen.

Die Gemeinschaftseinrichtung an der Nierenhofer Straße ist inzwischen leergezogen. Derzeit sind 107 Personen in den Wohnmodulen an der Werksstraße untergebracht.

204 Flüchtlinge in Sprockhövel
Nach dem Asylbewerberleistungsgesetz wurden per Stichtag 22.08.2017 in Sprockhövel 204 Personen unterhalten. Ende 2016 waren es noch 349 Flüchtlinge. Für die Unterbringung der Flüchtlinge stehen neben den privat angemieteten und den städtischen Wohnungen noch 7 weitere Unterkünfte und Gemeinschaftsunterkünfte zur Verfügung. Außerdem sind zurzeit noch 2 weitere Häuser am Waldweg und am Gedulder Weg mit insgesamt 24 Wohnungen im Bau.

In der Traglufthalle an der Hiddinghauser Straße sind aktuell noch 17 Personen untergebracht. Die Traglufthalle verursacht laut Angaben der Stadt Sprockhövel jährliche Kosten in Höhe von rd. 900.000 Euro, das sind 75.000 Euro pro Monat.

Neue Verwendung für die Traglufthalle als sportliche Freizeitstätte
Die Stadtverwaltung Sprockhövel wird dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Denkmalschutz und Wirtschaftsförderung in seiner Sitzung am 11.9.2017 vorschlagen, vorbehaltlich der Zustimmung der Fachbehörden, einen positiven Bauvorbescheid dahingehend zu erteilen, der Umnutzung der Traglufthalle als sportliche Freizeitstätte zuzustimmen. Als mögliche Nutzung würde sich z.B. eine Nutzung als Tennishalle oder als Halle für Lasertag oder Paintball o.ä. anbieten. Des Weiteren soll das vorhandene Schützenheim als Gastronomie genutzt werden, so die Vorlage der Stadt Sprockhövel.

Der öffentlich einsehbaren Verwaltungsvorlage ist zu entnehmen, dass aus Sicht des Immissionsschutzes keine grundsätzlichen Bedenken bestehen; allerdings sind hier je nach beabsichtigter Nutzung nähere Untersuchungen zum Immissionsschutz erforderlich. Trotz der Entfernung zu den nächsten Wohnhäusern von ca. 180 m bzw. 200 m wird eine gutachterliche Stellungnahme oder ein Lärmgutachten als erforderlich angesehen.
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2 Kommentare
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Marco-Pinuzu Skembri aus Hattingen | 08.09.2017 | 10:39  
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Martina Janßen aus Hattingen | 09.09.2017 | 11:46  
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