Hagelfeier in Niederwenigern - Bittprozession seit Jahrhunderten - Gäste aus Ruanda

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Bei strahlendem Sonnenschein zogen zahlreiche Gläubige durch Niederwenigern.
Hattingen: St. Mauritius Niederwenigern | Zahlreiche Gläubige nahmen wieder an der diesjährigen Hagelfeier in Niederwenigern teil.

Nach mündlicher Überlieferung soll um 1650 ein fürchterlicher Hagelschlag die gesamte Ernte vernichtet haben. Dies bedeute damals den Verlust der Existenz mit der Folge Armut, Elend und Krankheit.

Bittprozession jedes Jahr
Die Gemeinde legte damals das Gelübde ab, jedes Jahr eine Bittprozession durchzuführen mit der Intension, Gott um seinen Schutz vor nochmaligen Hagelschlägen und um eine gute Ernte zu bitten und ihm für alles Gute zu danken. 1911 wurde diese Hagelfeierprozession in den örtlichen Kirchenbüchern erstmals schriftlich erwähnt.

Nach einem Gottesdienst zieht die Kirchengemeinde jeweils am Sonntag nach Fronleichnam betend und singend durch Felder und Flure.

Böllerschüsse
An 4 Stationen, an denen einzelne Gemeindegruppen Altäre festlich geschmückt hatten, wurden Gebete gesprochen und der Segen erteilt. Bei der jeweiligen Erteilung des Segens ließ die Feuerwehr jeweils 3 Böllerschüsse abfeuern, die im ganzen Dorf zu hören waren.

Die Gebete während der Prozession schlossen auch den Fortbestand und die Weiterentwicklung der in Niederwenigern gelebten Ökumene mit ein.

Zwei Priester aus dem Zentral-Ost-Afrikanischen Land Ruanda, Gäste der Afrika-Hilfe-Stiftung, sind zur Zeit bis Anfang Juli zu Gast in der Pfarrgemeinde. Sie unterstützten Pastor Mirco Quint bei Messe und Prozession.

Nach dem Umzug und dem Schlusssegen in der Kirche ertönte das Kirchenlied des Schutzpatrones St. Mauritius. Anschließend gab es ein geselliges Zusammensein rund um die Kirche.
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