Nachgefragt : Defibrillator im Bürgerbüro Niedersprockhövel

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Sibylle Blume vom Bürgerbüro zeigt den Defibrillator.
Hattingen: Niedersprockhövel | Im Mai 2017 erhielt das Gebäude, in dem sich neben dem Bürgerbüro, die Rentenberatung, die Stadtbücherei, die Musikschule, die vhs und eine Psychologische Beratungsstelle befinden, einen Defibrillator, auch Defi genannt.

Michael Mahl, Eigentümer der Friedrich und der Rosen-Apotheke, übernahm damals die Kosten für die Anschaffung dieses Defibrillators, welcher bei auftretenden Herz-Kreislauf-Störungen Leben retten kann.

„Denn manchmal entscheiden Minuten über Leben und Tod“ sagte Beigeordneter Volker Hoven bei der Aufstellung des Defibrillators und dankte damals dem Sponsor für die Unterstützung, die vielen Bürgerinnen und Bürgern zu Gute kommt.

Bürgermeister Ulli Winkelmann und Ingrid Döbbelin von der Wirtschaftsförderung der Stadt Sprockhövel begrüßten auch diese Unterstützung durch heimische Unternehmen und betonten die Vorteile der regionalen Verbundenheit.

Noch kein Praxiseinsatz erforderlich
Nach drei Monaten Inbetriebnahme hat der STADTSPIEGEL nachgefragt. Sibylle Blume vom Bürgerbüro musste den Defibrillator noch nicht einsetzen. "Wir wurden alle geschult und sind fit in der Bedienung", sagte sie im Pressegespräch. Sie achtet auch regelmäßig darauf, dass die Betriebsanzeige des Gerätes dessen Funktionsfähigkeit anzeigt.

Bushaltestelle wird verlegt
Weitere Defibrillatoren befinden sich im Feuerwehrgerätehaus, in der Sparkassenkundenhalle an der Hauptstraße und im Ärztehaus an der Hattinger Straße, zu dessen besserer Erreichbarkeit im nächsten Jahr eine barrierefreie Bushaltestelle vor das Gebäude verlegt werden soll. Die Volksbank Sprockhoevel, erklärte Pressesprecher Thomas Alexander, wird  auch in Kürze Defibrillatoren anschaffen.

Bürgermeister Winkelmann beabsichtigt, die Standorte aller Defis in die Sprockhövel-App aufnehmen zu lassen. Weiterhin sollen auch die Busfahrer über den Standort des neuen Defis informiert werden.

Defibrillator :
Es geht um den plötzlichen Herztod, an dem in Deutschland jedes Jahr mehr als 100.000 Menschen versterben. Das sind doppelt bis dreimal soviel wie bei Verkehrsunfällen.
Zum Unterbrechen von Kammerflimmern und anderen lebensgefährlichen Herzrhythmusstörungen eignen sich Elektroschocks. Sie sorgen im Herzen zunächst einmal für Ruhe, indem sie alle Erregungen unterbrechen. Dadurch hat das Herz die Chance, wieder einen geordneten Herzschlag zu beginnen. Und genau das macht der Defi, wie der Defibrillator im Ärztejargon heißt.
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