Besinnliches von Enzio Grunert: "Das persönliche Gebet - Monolog oder Dialog?"

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Pastor Enzio Grunert, Kath. Kirchengemeinde St. Joseph in Welper
In einer meiner Kontaktstunden beantworteten Grundschüler die Frage „Was ist ein Gebet?“ erstaunlicherweise so: „Sprechen mit Gott“!
Es gibt verschiedene Arten und Ausdrucksweisen von Gebeten. Die schon im Kindesalter auswendig gelernten, tradierte Texte, aus Büchern der geistlichen Literatur und das selbst formulierte Bitt- oder Dankgebet.
Doch was ist Beten überhaupt, warum ist es für einen gläubigen Menschen so wichtig? Ist es eine verbalisierte Angewohnheit, in Verbindung mit der üblichen Gebetshaltung?
Beten heißt wohl, sich dem Schöpfer zu öffnen, dem der Gläubige geistig begegnen möchte – dem Allmächtigen und uns allen Vertrauten. Es ist also auch ein Bekenntnis des Glaubens, die Hinwendung zu Gott, der uns liebt mit allen Stärken und Schwächen.
Durch ein Gebet legt der Mensch alles Persönliche in Gottes Hände. Das Leben durch innerliche Meditation zu hinterfragen und den Glauben zu praktizieren.
Betrachtendes Beten bezieht sich unter anderem auf die Ehrfurcht vor Gott und seiner Herrlichkeit. Hier geht es nicht um die Absicht bloßer Erfüllung von individuellen Wünschen und Sehnsüchten materieller oder immaterieller Art, sondern rein um die Erhörung der Anliegen.
Denn der „Ich bin da“ ist zu jeder Zeit erreichbar und steht jedem in jeder Situation zur Seite. Beten als Hinwendung zu Gott, dem Zeit geschenkt wird, ist seiner Zuwendung sicher. Auch wenn Gottes Antwort oft unergründlich ist - sein Beistand gibt immer Kraft und Halt im Leben!
„Gott, du bist meine Stärke und Kraft. Gesegnet ist, wer sich auf dich verlässt.“ (Jeremia 16, 19 u. 17, 7)

Pastor Enzio Grunert,
Kath. Kirchengemeinde
St. Joseph in Welper
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