Sprockhövelerin bei Teppichreinigung übers Ohr gehauen

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Die Polizei warnt immer wieder, aber dennoch gibt es leider trotzdem Menschen auch im STADTSPIEGEL-Erscheinungsgebiet, die bei so genannten Haustürgeschäften übers Ohr gehauen werden.

Der jüngste Fall, zu dem dieser Zeitung auch eine schriftliche Schilderung vorliegt, ereignete sich in Sprockhövel am Waldweg.
In einem Mehrfamilienhaus wurden einer älteren und als gutmütig bekannten Dame ein großer Wohnzimmerteppich und vier kleinere Läufer für einen etwa viermal so hohen Preis wie branchenüblich gereinigt.
Außerdem ließ der „Reinigungstrupp“ Teppiche zur Ansicht da, für welche die Frau einen Tag später 1.800 Euro zahlen sollte.
Das bekam ein Nachbar mit, der unter anderem sofort die Polizei einschaltete – auch weil er die zurück gelassenen Teppiche als minderwertig erachtete.
Auf STADTSPIEGEL-Nachfrage bestätigten die Beamten zwar einen Einsatz dort, auch eine Überprüfung der Teppichreiniger, jedoch lag gegen sie kriminalpolizeilich nichts vor.
Polizeisprecher Dietmar Trust: „Die Dame hat der Polizei gegenüber angegeben, dass sie mit der Arbeit zufrieden war. Es ist richtig, dass der Preis über dem Marktniveau gelegen hat, was aber nicht verboten ist. Weitere Fälle sind uns zur Zeit im Kreis nicht bekannt. Die Teppiche, die ihr zur Ansicht dagelassen wurden, sind auch wieder abgeholt worden. Es lagen keine Hinweise auf Straftaten vor.“
Dennoch nutzt die Kreispolizeibehörde die Gelegenheit zu einigen Tipps, die jeder beherzigen sollte: „Seien Sie immer vorsichtig bei Haustürgeschäften! Lassen Sie sich nicht zu vorschnellem Handeln überreden oder überrumpeln! Holen Sie sich immer Vergleichsangebote ein! Fühlen Sie sich zu sehr bedrängt, rufen sie die Polizei unter 110 an.“
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