Fußball-Bezirksliga: Hedef bleibt weiter auf der Siegerstraße

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(von Toni Bertrams)

Pfingsten gibt es nur ein abgespecktes Programm im heimischen Fußball: Während es in Westfalen am Montag um Punkte geht, haben die beiden Teams der Sportfreunde Niederwenigern spielfrei.

Oberliga Westfalen
SC Westfalia Herne – TSG Sprockhövel 0:1, SuS Neuenkirchen – TuS Ennepetal 2:1, Rot-Weiß Ahlen – Hammer SpVg 2:1, SV Westfalia Rhynern – DSC Arminia Bielefeld II 0:3, FC Gütersloh – 1. FC Gievenbeck 2:0, TuS Erndtebrück – SV Lippstadt 08 0:2.

Nun nimmt Lothar Huber auch Glückwünsche für den Oberliga-Klassenerhalt entgegen. „Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn das jetzt nicht reichen sollte“, sagte der Trainer der TSG Sprockhövel nach dem 1:0 (1:0) beim SC Westfalia Herne. „Es ist ja auch nicht so, dass wir jetzt bei 36 Punkten stehen bleiben. Wir haben ja noch vier Spiele.“
Ein Kompliment sprach der Coach des Tabellenzehnten (29:37 Tore) aber auch den abstiegsgefährdeten Hernern aus, die mit einer tollen Moral aufgetreten seien. Sein Team kam in dem Kampfspiel auch dann nicht aus dem Rhythmus, nachdem Phillipp Schulz mit einer Platzwunde am Auge und der A-Jugendliche Tim Dudda mit einer Knöchelverletzung, die seinen Einsatz am Montag fraglich macht, früh ausgeschieden waren.
Stark präsentierte sich die TSG in der Defensive, so dass Torwart Patrick Knieps nur eine Probe bestehen musste. Voll des Lobes war Lothar Huber für seine herausragenden Innenverteidiger Raoul Meister und Christian Kalina. Er freute sich aber auch über seinen 1:0-Siegtorschützen Marcel Stenzel (25.), der „nach hinten gut arbeitet und vorne Tore macht“, sowie über Berkant Canbulut, der „plötzlich wieder überragend ist“. Als einziges Manko nannte der 61-Jährige, dass „wir in der zweiten Halbzeit ein bisschen zu nachlässig mit unseren Chancen umgegangen sind“.
Mit ganz schlechten Erinnerungen verbinden die Sprockhöveler ihren Pfingstmontag-Gegner, den DSC Arminia Bielefeld II (15 Uhr, Baumhof). Mit 0:6 verloren sie das Hinspiel. „Da stand es nach 28 Minuten 0:5. Wäre ich mit einem Privatwagen da gewesen, wäre ich nach Hause gefahren. Aber wir waren ja mit dem Bus da, also musste ich mir das bis zum Schluss angucken“, sagt Lothar Huber. „Wir haben etwas gutzumachen. Aber ich sage auch immer wieder: Wir sind in der Lage, jede Mannschaft zu schlagen.“
Also auch den Tabellenfünften (56 Punkte, 61:31 Tore).


Landesliga Niederrhein, Gr. 1
TSV Ronsdorf – SuS Haarzopf 1:1, FC Remscheid – SC Velbert 0:0.


Bezirksliga Westfalen, Gr. 6
Hedefspor Hattingen – TuS Ennepetal II 3:0, Geisecker SV – ETuS/DJK Schwerte 1:3, TuS Stöcken-Dahlerbrück – TSV Fichte Hagen 0:2, VfK Iserlohn – VfL Schwerte 5:1.

Die Bezirksliga-Fußballer von Hedefspor Hattingen haben den nächsten Schritt in die Landesliga gemacht. Am Donnerstagabend gewannen sie ihr Nachholspiel gegen den TuS Ennepetal II mit 3:0 (1:0) – zum 17. Mal in dieser Saison zu null – und haben ein Neun-Punkte-Polster auf den Tabellenzweiten SC Obersprockhövel, der eine Partie weniger absolviert hat (62 Zähler, 58:25 Tore).
Eine gute Leistung? „Gut ist relativ“, antwortete Peter Kursinski mit dem Hinweis, dass halt beim Blick auf die Tabelle Freude herrsche. „Für mich war entscheidend“, sagte der Hedef-Coach, „dass wir völlig souverän waren.“
Zum Aufstieg lässt sich der 56-Jährige aber auch nach diesem 3:0, für das Marvin Klink (35., 88.) und Henry Obulueze (63.) verantwortlich waren, noch nicht gratulieren. „Wir haben noch schwere Spiele“, sagt er, gibt dann aber auch zu, dass „wir einen relativen Lauf haben“.
Nicht nur das, und nun wird es fast überschwänglich. „Wir haben aus den drei vergangenen Spielen 8:0 Tore und neun Punkte geholt“, erzählt Peter Kursinski. „Das ist schon eine Hausnummer. Ich glaube, dass die anderen nervös werden.“ Die aus Obersprockhövel.
Weiter geht es am Montag mit der Partie bei der SpVg SW Breckerfeld, die nach einer starken Hinrunde, als sie auch das Kursinski-Team mit 1:0 besiegte, stark abgebaut hat. Die Partie beim Tabellen-13. (40 Punkte, 50:49 Tore) wird um 15 Uhr auf dem Kunstrasen an der Wahnscheider Straße 23 angepfiffen. Dann könnte Kai Kwiatkowski (Fersensporn) zurückkehren, während Marvin Klink wegen eines Kurzurlaubs wohl fehlen wird.

Die Meisterschaft ist wohl vergeben. „Hedefspor hat alle Trümpfe in der Hand. Und wenn sie ihre Aufgaben jetzt lösen, sind sie durch“, sagt Dieter Iske, der Trainer des Tabellenzweiten SC Obersprockhövel (53 Punkte, 59:36 Tore). „Und dann haben sie es auch verdient.“
Vorbei ist die Saison für das Schlagbaum-Team deshalb jedoch nicht. In der Regionalliga steht nur ein westfälisches Team auf einem Abstiegsplatz, der VfB Hüls. Sollte dies so bleiben, werden die Bezirksliga-Zweiten eine Landesliga-Relegation spielen. Allerdings dürfte nur einer der zwölf Zweiten aufsteigen. Stiege noch ein weiteres Westfalen-Team aus der Regionalliga ab – zwei Spieltage vor dem Saisonende sind der SC Verl und der VfL Bochum II gefährdet –, entfiele die Relegation.
„Aber das ist Zukunftsmusik. Wir müssen erst einmal unsere Hausaufgaben machen“, sagt Dieter Iske und fordert von seinem Team, dass es am Montag (15 Uhr, Wörthestraße) auf dem Kunstrasen des Tabellenzwölften TSV Fichte Hagen (41 Punkte, 39:47 Tore) alles geben und hochkonzentriert auftreten wird. „Wir müssen drei Punkte holen. Punkt. Aus. Feierabend“, betont er. In der Hinrunde hat es ein 1:1 gegeben.
Fehlen werden Torwart Stefan Gosing, der sich bekanntlich gegen Hedefspor schwere Gesichtsverletzungen zugezogen hat, Dominik Degelmann, dem eine Knie-Operation droht, sowie Rot-Sünder Christian Calenberg. Dass Kevin Busch (Zeh-Probleme) spielen kann, hält Trainer Dieter Iske für eher unwahrscheinlich.

Obwohl der TuS Hattingen aus seinen vergangenen fünf Spielen alle 15 möglichen Punkte geholt hat und auf Platz sechs geklettert ist (44 Zähler, 58:52 Tore), ist er immer noch nicht endgültig gerettet. Oder doch? „Ich glaube nicht“, sagt Spielertrainer Marius Kundrotas. „Das ist im Grunde aber auch egal. Um die letzten Zweifel zu beseitigen, wollen wir noch einen Heimsieg landen, um nicht mehr jede Woche auf die Tabelle gucken zu müssen.“
Am Montag (15 Uhr, Wildhagen) empfangen die Rot-Weißen den Tabellensiebten VfK Iserlohn (43 Punkte, 73:64 Tore), der das Hinspiel mit 4:1 gewonnen hat.
Das war in der Hinrunde, als die Hattinger noch eine ganz andere Qualität hatten, eine schlechtere. In der Rückrunde ist der TuS das drittbeste Team der Liga.
„Ich hatte der Mannschaft gesagt: Wir brauchen eine Serie, um da unten rauszukommen. Und schon war die Serie da“, erzählt Marius Kundrotas und schmunzelt. Er spürt, dass seine Spieler sehr selbstbewusst geworden sind. „Aber sollte es am Montag nur ein Punkt werden, wäre das auch okay“, sagt der TuS-Coach.
Personell wird es voraussichtlich keine Veränderungen geben. Zurück aus dem Urlaub ist allerdings Jan Höhmann.
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