Waldschule MK ehrt den 100.000 Besucher

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Was mit anfänglichen Startschwierigkeiten begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einer echten Erfolgsstory entwickelt. Die Waldschule im Märkischen Kreis ist nicht nur sehr beliebt, sondern die führende ihrer Art in ganz NRW. Aus diesem Grund gab es kürzlich ein ganz besonderes Jubiläum zu feiern. 1988 wurde der Förderverein Lernort Natur e.V. Waldschule im MK gegründet, jetzt wurde der 100.000 Besucher geehrt.

Dies fand im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung statt, zu der geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Unterstützer des Vereins kamen. Um die Arbeit des Vereins zu verdeutlichen, trafen sich die Gäste an der Aucheler Straße oberhalb der Letmather Hauptschule, um von dort aus an verschiedenen Standorten durch den Wald zu spazieren und dabei an zahlreichen Aktionen teilzunehmen.

Kleine Jäger und Sammler

Zuerst wurden die Besucher zu einem Waldvorhang geführt, an denen kleine „Jäger und Sammler“, an einem Bindfaden geknotet, Naturprodukte wie Tannenzapfen, Gräser, Blumen, Rinde und Blätter aufgehangen hatten. Weiter ging es zur zweiten Station, bei der ein Waldpädagoge Kindern verschiedene Duftstoffe auf dem Unterarm rieb, um im Anschluss, durch den Geruch, zwei Teams zu bilden. Hierdurch sollten Verhaltensweisen von Fuchs und Dachs spielerisch erlernt werden. Bei der dritten Station ging es darum, durch Naturprodukte Gesichter an verschieden Bäumen zu erzeugen. Dabei konnten stark unterschiedliche Resultate bestaunt werden. An Station vier ging es um Mythen und Märchen. Angehende Erzieher hatten dort die Aufgabe, kleine Theaterstücke und Märchen mit Hilfe von vorhandenen natürlichen Gegenständen zu erzählen.

Schüler stellen Fledermausprojekt vor

Bei der fünften Station stellten Schüler einer Jahrgangsstufe zwölf ihr dreiwöchiges Fledermausprojekt vor. Hier wurden die Besucher über die Notwendigkeit des Naturschutzes und auch die Herstellung, den Aufbau und Wichtigkeit von Fledermauskästen informiert. Der Weg führte weiter zur letzten Waldstation, wo bereits ein Imker mit seinem Bienenvolk wartete. Nachdem sogar die Königin ausfindig gemacht wurde, durften die Gäste noch frischen Honig probieren. Endstation war dann das Gelände an der Dioramahalle. Dort gab es für die Kinder und Gäste einen Barfußpfad, ein Insektenhotel, Fühl- und Tastkästen, eine Duftbar aus Kräutern, einen Stand vom Sprachcamp und einige Greifvögel zu bestaunen.


Wüstenbussard bringt Namen des 100.000 Besuchers

Zu Beginn des eigentlichen Festaktes sprachen Landrat Thomas Gemke, Iserlohns Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens und Staatssekretär Horst Becker einige Worte zur Begrüßung. Nach einigen Versuchen und mit einer kleinen Unterstützung brachte dann ein Wüstenbussard im Fluge Horst Becker den Namen des 100.000 Besuchers der Waldschule MK. Die Glückliche ist Cornelia Haux, von Beruf Lehrerin, die mit ihrer 4b der Saatschule in der Grüne gerade am Mittwoch vor Ort war. Zusammen mit ihren Schülern darf sie nun den Erlebnisaufzug an der Burg Altena und das dortige Museum besuchen. Bevor dann der gesellige Teil der Jubiläumsveranstaltung begann, pflanzten die Politiker noch den Baum des Jahres 2016 – eine Winterlinde.

Insgesamt können die Verantwortlichen des Vereins auf ein tolles letztes Jahr zurückblicken. Bereits zum 16. Mal fand 2015 die Waldschule im Märkischen Kreis statt und zum achten Mal in Folge war sie mit 7.411 Gästen die bestbesuchte in ganz NRW. Zur Hälfte sind dies Kinder, die bei den Waldjugendspielen mitmachen. Im letzten Jahr hatten sich dafür im Märkischen Kreis 3.401 Kinder aus 154 Klassen von 60 Schulen angemeldet. Darüber hinaus gibt es aber genauso Führungen für Erwachsende und Senioren.

Sprachcamp großer Erfolg

Ein weiteres Erfolgsmodell wurde ebenfalls bereits zum dritten Mal angeboten und erfreut sich weiter stetig steigender Beliebtheit. Zusammen mit der Stadt Iserlohn veranstaltete man in den Herbstferien ein Sprachcamp. Hierbei wurden über 50 Kinder mit Migrationshintergrund der Klassen 1 bis 3 durch ein Team, bestehend aus Logopäden, Motopäden, Musiktherapeuten und Waldpädagogen umfangreich betreut, und durch das intensive Lernen im Wald konnten dabei erstaunliche Fortschritte bei den Teilnehmern festgestellt werden. Auch 2016 wird das Sprachcamp in den Herbstferien wieder angeboten.
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