Wo ist die Klever Stadtmauer mit dem Wehrturm „Netelenhorst“ geblieben?

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Kleve: Stadtmauer Wehrturm „Netelenhorst“ | Nach der Fertigstellung der des Volksbankgebäudes in Kleve sucht man fast vergeblich nach der alten Stadtmauer von 1300. Westlich, vor dem Gebäude, durch dunklere Plasterung kenntlich gemacht findet man den ehemaligen Verlauf der Mauer, die gänzlich unter der Plasterung verschwunden ist. Bei der Tiefgarageneinfahrt, die die Mauer durchtrennt, rechts und links sind die Steine der Mauer von Beton umgeben sichtbar. Kein Hinweis dort, auch nicht oberirdisch der auf den ehemaligen Verlauf der Mauer hinweist. Den Wehrturm „Netelenhorst“, erbaut um 1500, sucht man jedoch vergeblich. Verschwunden unter Pflasterung und Erdanschüttung kann man den Standort nur vermuten. Auch hier fehlt ein Hinweis auf den Eckturm. Auch die später erbaute Stadtmauer am Kanal 1450 sucht man vergebens.

"Ich finde es ein Trauerspiel"
So Wiltrud Schnütgen, Heimathistorikerin und Grünen-Politikerin: „In der Bebauungsplanunterlage (Nr. 1-279-1) heißt es: „Der Eckturm „Netelenhorst“ wird von jeglicher Bebauung freigehalten. Die Doppelzügigkeit der Stadtmauer und der Netelenhorst sollen auch an der Geländeoberfläche klar ersichtlich sein. Deshalb sind die Festsetzungen des Kerngebiets MK 3 so gewählt worden, dass der Bereich des Netelenhorst sowie der Eckbereich Außenmauer von der Bebauung freigehalten und durch Maßnahmen erkennbar gemacht werden.“ nehr dazu: hier klicken

Der Technische Beigeordnete Jürgen Rauer 02.03.2013 (Lokalkompass): „Es sind zwei Stadtmauern unterschiedlichen Alters und der alte Stadtmauerturm, der Netelenhorst, freigelegt und vermessen worden. Die Planung des Neubaus hat sich an diese Funde angepasst, so dass die ältere Stadtmauer ( 12. Jhd) und der Netelenhorst nahezu unverändert erhalten bleiben können.“

Volksbank lässt Platz für "Netelenhorst" 04.03.2013 (RheinischePost): Sowohl der alte Wehrturm "Netelenhorst" als auch die historischen Stadtmauern in der Klever Unterstadt sollen erhalten bleiben. Volksbank-Chef Frank Ruffing präsentiert ein Modell seines Bank-Neubaus vor historischer Kulisse.

Volksbank will alte Stadtmauer erhalten 9. Juli 2014 (Rheinische Post): „Beide Mauern sollen erhalten bleiben, beide Mauern sollen für die Bürger später im Pflaster der Straßen und Gassen rund um die Bank sichtbar sein“
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