Ein schöner Tag für die Lebenshilfe in Materborn

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Hermann Emmers, Geschäftsführer der Lebenshilfe und Bruno Braun, vom gleichnamigen Architektenbüro setzen den Grundstein gemeinsam mit dem Polier ein. Der Grundstein wird später im Eingangsbereich sichtbar sein. (Foto: Tim Tripp)
Materborn. Im Vorfeld gab es massive Auseinandersetzungen: Als die Lebenshilfe ihren Plan bekannt gab, in Materborn, dort, wo früher die Kirche stand, einen Wohnpark errichten zu wollen, hagelte es Kritik. Als am Freitag der Grundstein fürs Wohnprojekt gelegt wurde, war davon allerdings nicht mehr viel zu spüren. „Wir sind froh, dass wir diesen Tag erleben können“, sagte Lebenshilfe Geschäftsführer Hermann Emmers im Rahmen der Grundsteinlegung.

Wolfgang Spreen, bis vor Kurzem Vorsitzender der Lebenshilfe, erinnerte an andere Zeiten. Er griff die große Informationsveranstaltung in der Materborner Mehrzweckhalle auf, bei der die Kritiker mit Vorwürfen nicht gespart hatten. „Es gab Zeiten, zu denen man Zweifel haben konnte, ob wir dieses Projekt zu einem Erfolg würden führen können.“

Das sah bei einer Informationsveranstaltung im Kolpinghaus vor Kurzem deutlich anders aus. Dort wurden die Planungen dezidiert vorgestellt, das Konzept der Lebenshilfe noch einmal verdeutlicht. Im Komplex entstehen Wohnungen für behinderte und nichtbehinderte Menschen, für Junge und Ältere, eine Tagespflegestation wird integriert. Außerdem findet die Lebenshilfe-Verwaltung hier neue Arbeitsräumlichkeiten. Schon bei dieser Veranstaltung wurden interessierte Mieter auf die lange Warteliste aufmerksam gemacht. Bürgermeister Theodor Brauer, der untweit der derzeitigen Baustelle wohnt, freut sich ebenso auf das was hier geschaffen worden ist. „Ich freue mich auf den intensiven Austausch, mit den vielen verschiedenen Menschen, ob mit oder ohne Behinderung, hier im Ortskern von Materborn,“ so Brauer.

Die Möglichkeit geschaffen, dass an der Stelle an der damals die Pfarrkirche stand, die Lebenshilfe bauen konnte, hatte die katholische Pfarrgemeinde in Materborn. „Wir sind froh, dieses Grundstück abgegeben zu haben, für gerade dieses Projekt. Aus meinem Wohnzimmerfenster kann ich tagtäglich viele Menschen beobachten, die sich für den Bau interessieren,“ so Christoph Grosch, Pfarrer der Pfarrgemeinde Zur heiligen Familie. Landrat Spreen erinnerte während der Grundsteinlegung auch an den langen Weg von fast drei Jahren Planungszeit, der nun ein positives Ende gefunden habe. Ebenso bedankte er sich bei allen Beteiligten, besonders bei Pfarrgemeinde und Kirchenvorstand, die diese Entwicklung im Ortskern von Materborn ermöglicht hätten. „Als wir mit diesem Projekt an sie herantraten, haben wir zu Anfang nicht wirklich geglaubt, dass wir eine Chance haben würden, dieses Gründstück zu erhalten“, so Wolfgang Spreen. Symbolisch - und später für jeden sichtbar - wurde ein Grundstein aus Ruhrsandstein in eine Wand eingesetzt, auf dem neben der Jahreszahl auch das Logo und der Name der Lebenshilfe eingearbeitet sind.

Text: Henseler/Tripp
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