Update! Sechs Verletzte bei Unfall auf der A 57 bei Uedem: Fahrer (23) aus Mülheim in U-Haft

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(Foto: Freiwillige Feuerwehr Kevelaer)
 
(Foto: ISAR Germany)

Die intensiven Ermittlungen und Fahndungsmaßnahmen im Nachgang zu dem schweren Verkehrsunfall in der Dienstagnacht auf der A 57 bei Uedem führten gestern Abend (30. November 2017) zur Ergreifung des Unfallverursachers.

Der 23-jährige Halter des am Unfallort zurückgelassenen BMW konnte von der Mülheimer Polizei in einer Privatwohnung in Mülheim festgenommen werden. Er steht im Verdacht, seinen Wagen nach einer Kollision mit der Mittelschutzplanke ohne Absicherung auf dem linken Fahrstreifen zurückgelassen zu haben. In der Folge waren acht weitere Fahrzeuge verunfallt und sechs Menschen teils schwer verletzt worden.

Den Ermittlungen zufolge hatte der 23-Jährige selbstständig und nahezu unverletzt den Wagen verlassen und war zu Fuß geflüchtet. Er ist nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Ob es noch weitere Gründe für den Mann gab, sich vom Unfallort zu entfernen, ist Bestandteil der noch laufenden Ermittlungen. In seinem Wagen war unter anderem ein Joint gefunden worden, so dass die Ermittler entsprechende Blut-, Haar- und Urinproben veranlassten. Bei der Vorführung des Beschuldigten am Amtsgericht Kleve ordnete der zuständige Richter die Untersuchungshaft an.

Hier unsere Info vom 29.11. 2017:

Noch fahndet die Polizei nach einem Autofahrer, der gestern Nacht (28.11.2017) einen schweren Verkehrsunfall auf der A 57 in Richtung Niederlande verursacht hat. Der Unbekannte ließ nach einem Alleinunfall vor der Abfahrt Uedem sein Fahrzeug ohne Absicherung mitten auf der Fahrbahn zurück und flüchtete zu Fuß.
In der Folge kollidierten acht weitere Fahrzeuge miteinander. Vier Männer wurden hierbei schwer, zwei weitere leicht verletzt. Die Suche nach dem Unfallverursacher, an der auch ein Helikopter und Diensthunde beteiligt waren, dauerte die ganze Nacht an und führte auch bis dato noch nicht zum Auffinden der Person.

Den bisherigen Ermittlungen der Autobahnpolizei Düsseldorf zufolge befuhr gegen 23.30 Uhr ein bislang Unbekannter die BAB 57 in Fahrtrichtung Nimwegen. Aus noch unklarer Ursache verlor der Fahrer die Kontrolle über den BMW aus Mülheim und kollidierte 1.000 Meter vor der Anschlussstelle Uedem mit der Mittelschutzplanke. Anschließend verließ der Mann selbstständig den Wagen und flüchtete zu Fuß. Der Pkw blieb ohne Absicherung auf der linken Fahrspur zurück. In der Folge kam es zu mehreren Kollisionen, an denen insgesamt weitere sieben Pkw und ein Lkw beteiligt waren. Hierbei erlitten vier Männer so schwere Verletzungen, dass sie stationär behandelt werden müssen. Einer von ihnen (Niederländer, Alter noch unbekannt) musste von einem Rettungstransporthubschrauber in ein Klinikum nach Duisburg geflogen werden. Seine Verletzungen sind lebensbedrohlich. Zwei weitere Männer konnten umliegende Krankenhäuser nach ambulanter Behandlung wieder verlassen. Sie sind nur leicht verletzt.

Da zunächst nicht geklärt werden konnten, ob der Unfallverursacher geflüchtet oder vielleicht aus dem Fahrzeug herausgeschleudert und schwer verletzt worden war, setzten die Beamten zur Suche des Mannes einen Helikopter und Spürhunde ein. Die Fahndung, auch an der Halteranschrift, verlief jedoch bislang ohne Ergebnis. Zeugen, die etwas zum Unfallgeschehen, zur Identität des Unfallflüchtigen und/oder seines Verbleibs sagen können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0211-8700 bei der Autobahnpolizei Düsseldorf zu melden.

Für die Dauer der Bergung der Fahrzeuge, der Rettung und Versorgung der Verletzten sowie der Suche nach dem Unfallverursacher musste die Richtungsfahrbahn Nimwegen bis 7.15 Uhr gesperrt bleiben. Fünf Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der BMW des Flüchtigen wurde sichergestellt und wird kriminaltechnisch untersucht. Die Ermittlungen dauern an.
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