Demenz geht alle an – nicht nur Senioren

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Im Rahmen seiner Besuche in den kreisangehörigen Städten und Gemeinden des Kreises Kleve besuchte nun der Vorstand der Seniorenunion des Kreises Kleve die einzige spezialisierte Demenzstation des Kreises im Sankt Nikolaus Hospital Kalkar der KKiKK GmbH

Geschäftsführer Ottmar Ricken, Chefärztin Dr. Ursula Möhrer und Pflegedirektorin Bärbel Peschges erläuterten den Mitgliedern des Vorstandes bei einer Besichtigung der Station und anschließender Diskussion die Aufgaben und Leistungen der interdisziplinären Demenzstation. Dabei wurde deutlich, dass von Demenzerkrankungen nicht nur die Kranken betroffen sind, sondern dass vor allem die nächsten Angehörigen eine äußerst große Belastung ertragen müssen. Deshalb sieht das Konzept der Station die Einbeziehung und Beratung der Angehörigen als einen Schwerpunkt ihrer Tätigkeit vor. Der demographische Faktor hat auch in diesem Fall die schwerwiegende Folge, dass die Anzahl der an Demenz erkrankten zwangsläufig steigen wird, denn bisher gibt es kein Mittel zur Heilung einer Demenz. Die auf dem Markt befindlichen Medikamente erreichen im besten Fall einen langsameren Verlauf der Demenz.

Mit der Zunahme der Fälle wird gleichzeitig die Frage der Finanzierung eine immer bedeutendere Rolle spielen, da die stationäre Behandlung mit einem Tagespflegesatz durch die Krankenkassen übernommen wird. Gleichzeitig bedeutet der Anstieg der Fälle die Notwendigkeit, die ambulante Betreuung weiter zu intensivieren.

Die Seniorenunion des Kreises Kleve wird die weitere Entwicklung sehr genau beobachten und begleiten.
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Rainer Ise aus Weeze | 13.05.2013 | 23:49  
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