Lavdije hat die Füße der BVB-Stars im Griff

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Seit drei Jahren kümmert sich Lavdije Murati um die Füße der Dortmunder Spieler. (Foto: Schmälzger)
 
Gute Nachbarschaft im Lüner Norden: Lavdije Murati und ihre Mitarbeiterin Tatjana Benz umrahmen Söhret Kaftancioglu, die den Friseurladen nebenan betreibt. (Foto: Schmälzger)
Füße sind bei den meisten Menschen nicht unbedingt etwas Besonderes. Natürlich sind sie in erster Linie für die Fortbewegung immens wichtig. Es gibt aber einige Menschen, die gerade mit ihren Füßen sehr viel Geld verdienen.

Zum Beispiel BVB-Stars wie Robert Lewandowski und Kevin Großkreutz. Und da Fußballerfüße entsprechend stark belastet werden und vieles von ihrer Funktionalität abhängt, müssen sie besonders gepflegt werden. Hier kommt Lavdije Murati ins Spiel. Die Lünerin ist quasi die Fußpflegerin der BVB-Stars.

Lünen. Eins vorweg: Auch Lavdije Murati kann nicht sagen, ob und wohin Robert Lewandowski wechselt. Denn selbst wenn es ihr der Pole überhaupt erzählen würde, die sympathische Fußpflegerin würde es selbstverständlich nicht weitersagen.
Sie verrät natürlich nichts Internes über ihre Fußballer-Kundschaft. Nur so viel: „Die sind alle wirklich sehr, sehr nett“, sagt die gebürtige Kosovo-Albanerin, die seit zehn Jahren in Deutschland lebt und vorher schon sechs Jahre lang in Spanien ihren Beruf ausübte. „Kosmetik, Fußpflege, Make-Up“, beschreibt sie ihre Arbeitsbereiche. Seit ca. drei Jahren betreut sie neben ihrer „normalen“ Kundschaft, auch die Jungs vom BVB.
Lavdije Muratis Eltern leben schon sehr lange in Deutschland, so landete auch sie dann in Dortmund. Der Kontakt zum BVB, wie kommt so etwas eigentlich zustande? „Ein Spieler war damals Kunde in dem Dortmunder Kosmetikstudio, in dem ich arbeitete. Er sagte, beim BVB wird jemand für diese Arbeit gesucht“, erinnert Murati sich zurück. Über Kontakte lernte sie Klaus Kraft kennen. „Das ist der beste Mensch überhaupt, ein ganz toller Typ“, lobt Murati den Orthomed-Geschäftsführer. Der BVB hält rund ein Drittel der Anteile an dem Unternehmen, das sich neben den Profis und den Amateuren auch um die Jugendspieler des Vereins kümmert.
Seit Oktober betreibt die attraktive 37-Jährige auch ein Geschäft im Lüner Norden. „Ich habe auch ein Geschäft in Dortmund, und im Trainingscenter des BVB in Brackel ist auch ein Raum für mich reserviert.“
Ob Sie selbst ein großer Fan des BVB ist? Da gibt es erst einmal ein herzhaftes Lachen als Antwort. „Den Verein finde ich super. Aber ich habe von Fußball eigentlich gar keine Ahnung. Wenn neue Spieler dabei sind, erkenne ich sie manchmal gar nicht, obwohl sie bekannt sind“, erzählt sie. Vielleicht ist das auch eins ihrer Geheimnisse, neben der fachlichen Fußpflege: Lavdije Murati geht unbekümmert an ihren Job heran, lässt die Spieler in Ruhe, nervt nicht mit Autogrammwünschen. „Der Beruf ist insgesamt mein Traumjob. Mit dem BVB macht es viel Spaß zu arbeiten. Für mich sind die Spieler einfach ganz normale und nette Menschen“, sagt sie.
Ob sie Angst hat, dass ein möglicher Fehler bei ihrer Arbeit vielleicht Auswirkungen auf wichtige Fußballspiele haben könnte? „Nein“, antwortet sie ganz locker und selbstbewusst. Auch die Terminfindung sei kein Problem mit den ansonsten ja vielbeschäftigten Spielern. „Der BVB hat das sehr gut organisiert. Das ist auch kein Stress, wenn kann man das nur positiven Stress nennen“, sagt sie. Ein paar BVB-Betreuer waren auch im Lüner Ladenlokal schon da. Und da die Geschäftsnachbarin ein Friseurladen hat, ließen die Dortmunder sich gleich die Haare schneiden.
Praktisch, so ein Besuch in Lünen!
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