Kommentar: Rathaus-Pläne ohne Alternative?

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Der Kommentar im Lüner Anzeiger und im Lokalkompass. (Foto: Magalski)
Brücke weg, Ampel hin - ist das die Lösung für die Querung der Kurt-Schumacher-Straße. Unser Redakteur fand auf diese Frage keine klare Antwort. Ein Kommentar von Daniel Magalski:

Lünen hat bald eine Brücke weniger, dafür eine Ampel mehr - folgt der Rat dem Willen der Verwaltung. Wenn Sanierungsmaßnahmen zu teuer sind und auf Dauer die Sicherheit der Brücke nicht gegeben ist, dann ist ein Abriss des Bauwerks - da kann man der Stadt zustimmen - ohne Alternative. Zum Bau einer Ampel an dieser Stelle gibt es keine so klare Antwort. Zwei Möglichkeiten sicher auf die andere Seite der Kurt-Schumacher-Straße zu kommen, finden sich in unmittelbarer Nähe, genauer in je rund zweihundert Metern Entfernung in nördlicher und südlicher Richtung zum geplanten Ampel-Überweg in Höhe der Neuberinstraße. Der Umweg führt über die Ampeln an der Mercedes-Kreuzung oder die Unterführung an der Stadttorstraße. Zeitlich fällt der Schlenker kaum ins Gewicht und nicht nur aus diesem Grund stellt sich die Frage nach der Notwendigkeit einer dritten Querung auf diesem doch recht kurzen Stück. Die Erreichbarkeit von Theater, Hansesaal und Rundturnhalle ist ebenfalls kein starkes Argument, denn die meisten Besucher parken wohl auf dem angrenzenden Theaterparkplatz, jedenfalls stützen Beobachtungen bei verschiedenen Veranstaltungen diese Vermutung. Eine Ampel ist nicht zuletzt mit den in der Verwaltungsvorlage genannten Kosten von rund einer Viertelmillion eine teure Sache. Viel Geld - zuviel Geld für die Kassen einer mit mit Finanzmitteln nicht gerade üppig ausgestatteten Stadt wie Lünen? Die Entscheidung - und damit die Antwort auf all diese Fragen - liegt letzten Endes bei der Politik.

Thema "Brücke" im Lokalkompass:
> Stadt will Ampel als Ersatz für marode Brücke
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2 Kommentare
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Reiner W. Dzuba aus Lünen | 08.02.2017 | 01:58  
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Hans Werner Wagner aus Lünen | 10.02.2017 | 22:00  
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