Fördervereinsvorstand von TuS Westfalia Wethmar schießt Eigentor

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Der Vorsitzende des Fördervereins von TuS Westfalia Wethmar, Martin Hane, hat ein grandioses Eigentor mit nachhaltig negativer Wirkung für seinen Verein geschossen: Der Geschäftsführer der Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH, Manfred Ungethüm, hat der Fraktion Gemeinsam Für Lünen am Donnerstag erklärt, dass die öffentliche Aussage von Hane, Trianel werde 25 000 Euro für das Namensrecht an der Sportanlage zahlen, dazu geführt habe, vom Sponsoring abzusehen. „Es war Vertraulichkeit vereinbart und die Äußerungen von Herrn Hane waren das auslösende Moment für den Rückzug der Trianel von einer Zahlung“, sagt Ungethüm der GFL am Donnerstag.

„Die massiven Angriffe von Hane und dem 2. Vorsitzenden Stephan Polplatz während der Versammlung des Fördervereins bei Bössing in der Lokalausgabe der RN und WAZ/WR vom Donnerstag, der damalige Antrag der GFL habe ein Sponsoring verhindert, lösen sich in Luft auf und stimmen nicht! Nicht mein Antrag, den Fachausschuss und den Rat über das Namensrecht städtischer Sportanlagen den Fachausschuss und den Rat entscheiden zu lassen, sondern der Bruch der Vertraulichkeit durch Martin Hane gegenüber Trianel haben Westfalia Wethmar um den Geldbetrag gebracht“, betont Peter Nichau, Ratsherr und sportpolitischer Sprecher der GFL-Fraktion. “Herr Hane hätte sich besser zurückhalten sollen.“

„Ich habe mich nie gegen ein Sponsoring von Sportvereinen durch wen auch immer und auch nicht gegen Banden- oder Trikotwerbung ausgesprochen. Nur sollte eine Umbenennung von kommunalen Sportanlagen grundsätzlich dem Stadtrat vorbehalten bleiben, die ja auch über jeden neuen Straßennamen und neue Schulnamen entscheidet.“ So Peter Nichau. „Ich habe schon im September 2012 öffentlich erklärt, dass Umbenennungen von Sportanlagen im Amateurbereich vielleicht andere mögliche Sponsoren verärgern könnten.“

Die GFL-Fraktion erkennt sehr wohl die finanziellen Probleme der Sportvereine und befürwortet Banden- und Trikotwerbung, wendet sich aber dagegen, dass Käufe von Namensrechten, wie sie im Profi-Sport üblich sind, auf den Amateur-Sport übergreifen. Trotz des o.g. Vorfalls schätzt die GFL-Fraktion grundsätzlich das ansonsten wertvolle und erfolgreiche Engagement des Westfalia-Fördervereins sehr. Vor dem Hintergrund der finanziellen Herausforderungen der Sportvereine sollte man auch künftig gemeinsame Anstrengungen unternehmen, Lösungswege zu finden.

Peter Nichau

Gerd Kestermann
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