Ausstellung „natürlich – ganz nah“ von Monika Jährig in der Marler Rathausgalerie

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(Foto: Monika Jährig)
 
(Foto: Monika Jährig)
 
Auf dem Wasser (Foto: Monika Jährig)

„natürlich – ganz nah“ heißt die Ausstellung von Monika Jährig, die am 11. Januar 2018 um 17 Uhr in der Rathausgalerie eröffnet wird. Darin zeigt die Marler Künstlerin großformatige Landschaftsmalereien. Für Besucher ist die Ausstellung bis zum 19. Februar zu den üblichen Öffnungszeiten der Verwaltung zu sehen.

Die Bilder

Im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeit von Monika Jährig steht seit Jahren eine Auseinandersetzung mit Landschaft und Natur. Sie ist als Inspirationsquelle, Form- und Ideengeber für die Malerei wieder sehr aktuell. Die Natur bietet viel Potential zur Reduktion und Abstraktion als Variante zur klassischen Landschaftsmalerei.

Die Seherlebnisse und Eindrücke aus der Natur auf Reisen, die sie zu Studienzwecken und zur Motivsuche unternimmt, sind der Ausgangspunkt für eine leidenschaftliche Auseinandersetzung mit der Landschaftsmalerei.

Italien als Reiseziel übt dabei immer einen speziellen Reiz aus. Es sind die römische Campagna, die Toscana, die nördlichen italienischen Gebirge, die sie immer wieder in ihren Bann ziehen, aber auch in den Bergen und an den Bächen und Seen Deutschlands und Österreichs findet sie Anregung zur Malerei. Zu den Reisezielen gehört auch das übrige europäische Ausland. Seit einigen Jahren ist Waging am See in Oberbayern ein zweites Domizil.

Das Naturerleben ist der wichtigste Bezugspunkt für ihre Malerei.

Der Bildfindung gehen oft die direkte Naturbeobachtung sowie die zeichnerische Landschaftsstudie oder auch die „selbst geschossene“ Fotografie voraus. Ausgangspunkt für ihre Bilder ist meist ein konkretes Motiv, ein konkreter Bildgegenstand.

Das Motiv spielt jedoch dabei eine untergeordnete Rolle, es ist lediglich Anlass, sich mit der Malerei und ihren Mitteln auseinander zu setzen. Nicht das Bildmotiv, sondern die Malerei selbst steht im Mittelpunkt. In diesen malerischen Prozess fließen Sinneseindrücke aus Reiseerinnerungen, Naturerfahrungen , Stimmungen und die daraus resultierenden Empfindungen und deren Reflexionen mit ein und gehen der bildnerischen Lösung voraus.

Anfangs malt sie größtenteils große Panoramen, die noch deutlich landschaftliche Bezüge aufweisen. Wenn auch die Farbigkeit nicht immer wirklichkeitsgetreu, die Wiedergabe nicht abbildhaft ist, so sind es meist Bilder mit Horizontlinien und klarer Abgrenzung von Erde, Wasser und Himmel. Später sind es dann Abbildungen von Details aus der Natur am Wegrand, an Bach-, Seeufern und in Sumpfgebieten. Es sind Lichterscheinungen und Spiegelungen auf dem Wasser.

In neuerer Zeit verändert sich ihre Bildsprache zu einer malerischen, zeichnerischen, gestisch bewegten Malerei. Zeichnung und Malerei rücken immer weiter zusammen.

In einem längeren Malprozess, der sich oft über mehrere Monate erstreckt, durchläuft ihr Werk nach und nach unterschiedliche Entwicklungsstufen. Frühere Arbeitsphasen erfahren immer wieder neue Wandlungen. Durch das Auftragen zeichnerischer Strukturen, weiterer Farbformen, milchig weißer Übermalungen, verdichtet sich das Bildgefüge, bei dem die tiefer liegenden Schichten sichtbar bleiben und das Gesamtbild mitbestimmen.

Der anfängliche gegenständliche Eindruck wird zurückgedrängt und nahezu gelöscht. Mit fortschreitender Abstrahierung und Reduktion des Vorbilds aus der Natur durch Linie, Farbe und Form, Räumlichkeit und Flächigkeit, Rhythmus und Dynamik des Pinselstrichs, durch zahlreiche überlagerte Farbschichten wird die Komposition immer wieder neu geordnet.

Monika Jährigs Bilder vergegenwärtigen nur noch vage konkrete Landschaftseindrücke und bewegen sich hin zu einer freien Malerei. Der Bildanlass ist kaum noch erschließbar und überlässt dem Betrachter breiten Raum für Assoziationen und Interpretationen.

Mit Vorliebe wählt Monika Jährig große Leinwandformate und eine frische Farbigkeit. Sie nutzt dabei eine Vielzahl verschiedener Farbmaterialien wie Tempera, Öl-, Acryl- und Vinylfarbe, Tusche, Blei- und Farbstifte sowie Ölkreide und andere Kreiden.

Vita

geboren 1948
Kunststudium an der Universität Dortmund bei Dr.
Joachim Peter Kastner und an der
Universität-Gesamthochschule Siegen bei Peter
Nettesheim und Wolfgang Nestler (Schwerpunkt
Bildhauerei) sowie an der Kunstakademie Bad
Reichenhall bei Bernd Zimmer (Malerei und Holzschnitt)
Studienaufenthalte in Deutschland, Italien,
Frankreich und Spanien
Zahlreiche Ausstellungen und
Ausstellungsbeteiligungen, Bilder und
Auftragsarbeiten im öffentlichen und privaten
Besitz sowie Abbildungen in Publikationen und
Bildbänden
Mitglied im Bundesverband Bildender Künstler (bbk)
Westfalen e.V
Mitglied bei ver.di Kunst und Medien

Ausstellungen

2017 39. Internationale Hollfelder Kunstausstellung/Kunstpreis, Hollfeld (K)
“In Transitu” Galerie Espace Matisse, Creil/Frankreich (K) (E)

2016 Brunswiker Pavillon, Kiel
BIG gallery Dortmund
„210 x 30“ BIG gallery Dortmund

2015 „210 x 30“ BIG gallery Dortmund
Andreaskunstpreis 21. Kunstausstellung St. Andreasberg (K)
37. Internationale Hollfelder Kunstausstellung/Kunstpreis, Hollfeld (K)
Galerie Espace Matisse/Hôtel de Ville, Creil (Frankreich) (K) (E)
Lüntec-Technologiezentrum, Lünen (K)
BIG gallery Dortmund (K)
„Die Große“ Kunstausstellung NRW,Museum Kunstpalast, Düsseldorf (K)

2014 Kunstwettbewerb der biblioteca di Dobbiaco (Italien) 2014/2015
Galerie am GiL, Marl, (E)

2013 Andreaskunstpreis, 19. Kunstausstellung, Sankt Andreasberg (K)
Schacht 8, Marl, (E)
Rathaus Marl, (E)

2011 Galerie am GiL, Marl, (E)
Holzschnitte, Alte Saline, Bad Reichenhall
Kreativ.Quartier Scheidt’sche Hallen, Essen-Kettwig

2010 Finanzamt Marl, (E)
Rathaus Marl, (E)
„Starke Orte“, Historisches Amtshaus Dortmund-Mengede
„Starke Orte“, Luftschutzbunker in Herne-Sodingen
Galerie Triangel - Dreifaltigkeitskirche, Marl, (E)

2009 Kunstwettbewerb der biblioteca di Dobbiaco (Italien) 2009
31. Internationale Hollfelder Kunstausstellung/Kunstpreis, Hollfeld, (K)
Kulturspeicher Dörenthe (K)
Kulturforum “Kapelle Waltrop”

2008 Stapelhaus, Köln
Andreas Kunstpreis, 14. Kunstausstellung, Sankt Andreasberg (K)
Rathaus Telgte
“Drei Wochen”, Gütersloh

2007 „Kunst-Gang“ Marler Stern, Marl
Stadtmuseum Hattingen (K)
ka.3 Recklinghausen
29. Internationale Hollfelder Kunstausstellung/Kunstpreis, Hollfeld (K)
Landeshaus des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Münster (K)

2005 Firma Bothe, Recklinghausen, (E)
Technologiezentrum EcoTex, Bochum (K)

2004 Firma Bothe, Recklinghausen, (E)
26. Internationale Hollfelder Kunstausstellung/Kunstpreis, Hollfeld (K)
Kreishaus Recklinghausen, (E)
Rathausgalerie Castrop-Rauxel (K)
Museum für Kunst- und Kulturgeschichte, Dortmund (K)

2003 Kreishaus Recklinghausen, (E)
Kreishaus Recklinghausen, (E)
Firma Bothe, Recklinghausen, (E)

2002 Kreishaus Recklinghausen, (E)
Kreishaus Recklinghausen, (E)
Kreishaus Recklinghausen, (E)

1999 Universitätsbibliothek Bielefeld

1993 Stadtmuseum Beckum (K)

1989 “Wiewaldie”, Dortmund
Galerie im Bürgerhaus Castrop-Rauxel
Universität Dortmund



(K) = Katalog
(E) = Einzelausstellung

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