Günther Uecker der 52. Träger des Staatspreises des Landes Nordrhein-Westfalen und Marl.

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(Foto: Staatskanzlei NRW / R. Sondermann)

Der Staatspreis wurde von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft am 22. Oktober 2015 im K 21, dem alten Ständehaus, in Düsseldorf verliehen. „Nordrhein-Westfalen ehrt mit Günther Uecker einen Künstler, der von hier aus in die ganze Welt wirkt. Sein künstlerisches Schaffen hat in großem Maß dazu beigetragen, das internationale Ansehen des Kulturlandes Nordrhein-Westfalen zu steigern. NRW ist auch in der Bildenden Kunst ein Land mit großer Tradition und Ausstrahlungskraft“, sagte die Ministerpräsidentin.


Günther Uecker gehört seit vielen Jahren zu den wichtigsten und einflussreichsten Künstlern Deutschlands. Seit 60 Jahren ist er eng mit Nordrhein-Westfalen verbunden: 1955 nahm er in Düsseldorf an der Kunstakademie sein Studium auf und begann damit eine internationale Erfolgsgeschichte.

1961 schloss sich Günther Uecker der von Heinz Mack und Otto Piene gegründeten Gruppe Zero an. Er war Teil der Avantgarde im Umfeld der Düsseldorfer Kunstakademie, die mit neuen Ausdrucksformen der Kunst experimentierte. Seine Nagelreliefs aus vielen Jahrzehnten genießen Weltruf. „Seine Schaffenskraft hat bis heute nichts von ihrer Intensität verloren, im Gegenteil: Günther Uecker ist längst zu einer Institution in der Kunst- und Kulturwelt geworden“, betonte die Ministerpräsidentin. Stationen von Südamerika über Asien bis Teheran zeugen von der Internationalität der Arbeiten von Günther Uecker. Mit seinem Lebenswerk hat er Generationen von jungen Künstlern beeinflusst und die zeitgenössische Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich mit geprägt.

Günther Uecker und Marl

2014 wurde im Skulpturenmuseum GLASKASTEN in Anwesenheit des Künstlers Günther Uecker eine Ausstellung seiner fernsehbezogenen Objekte eröffnet. Günther Uecker stellte die die Skulptur "Kiss" bei der Ausstellungseröffnung in Marl dem Skulpturenmuseum Glaskasten als Dauerleihgabe zur Verfügung. Das Skulpturenmuseum Glaskasten Marl besitzt auch seine Skulptur, Günther Uecker»TV 1963« Aus Anlass des 50. Grimme-Preises hat der weltberühmte Künstler eigens ein neues Objekt als zentrales Plakatmotiv für diese Fernsehauszeichnung geschaffen.

Günther Uecker über „Fernseh-Objekte" im Skulpturenmuseum Glaskasten Marl


Günther Uecker, bekannt durch die Verwendung von Nägeln als plastischem Material, gehört mit diesem frühen genagelten TV-Objekt in eine Reihe von Künstlern, die in aggressiver Weise die als negativ und zerstörerisch empfundene Kraft des Mediums umkehren. Nicht das Programm wird hier gestört, sondern das Möbelstück Fernsehkasten seines funktionellen Zusammenhangs beraubt.

In der Beschreibung zur vielbeachteten Ausstellung „Günther Uecker“ in der Kunstsammlung NRW – K20 Anfang des Jahres heißt es: „Wo die Sprache versagt, da beginnt das Bild. Dieser Satz Ueckers zieht sich durch die Jahrzehnte seiner Kunstproduktion. Hier sucht ein Künstler den Dialog mit dem Betrachter – und findet ihn überall auf der Welt.“

Die Landesregierung ehrt den 85-jährigen Günther Uecker mit dem höchsten Preis, den das Land zu vergeben hat, für seinen prägenden Einfluss auf die internationale zeitgenössische Kunst in Nordrhein-Westfalen und weit darüber hinaus. „Wir in Nordrhein-Westfalen sind froh und stolz, dass Günther Uecker seiner Wahlheimat verbunden geblieben ist. Dass er bei aller internationaler Tätigkeit und Anerkennung – wie er selbst sagt – seine ‚Werkstatt‘ in Nordrhein-Westfalen behalten hat“, sagte Ministerpräsidentin Kraft.

Günther Uecker ist der 52. Träger des Staatspreises des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Preis wurde 1986 zum 40. Geburtstag des Landes gestiftet und ist mit 25.000 Euro dotiert. Er wird an Persönlichkeiten verliehen, die dem Land Nordrhein-Westfalen durch Werdegang und Wirken in besonderer Weise verbunden sind.
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