Mischa Kuball, Skulptur aus 350 Büchern in Marl auf dem Creiler Platz im Rahmen der SKULPTUR 2015

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In der Reihe public preposition’ hat Mischa Kuball eine performative Skulptur aus 350 Büchern für den Creiler Platz in Marl im Rahmen der Ausstellung „SKULPTUR 2015“ geschaffen. Die Bücher wurden kostenlos verteilt und auf Wunsch signiert. Zahlreiche Kunstfreunde fanden sich zu der Aktion ein. Dr. Uwe Rüth war extra aus Köln angereist. Prof. Dr. Ferdinand Ullrich, Direktor Kunsthalle Recklinghausen, Georg Elben, Direktor Skulpturenmuseum und der Marler Künstler Franz Josef Schöller waren neben vielen anderen Kunstfreunden dabei.

Blumen für Marl

Mischa Kuballs hat „ Les Fleurs du Mal (Blumen für Marl)“ in Marl geschaffen. Der markante Schriftzug aus weißen Leuchtbuchstaben, hoch über dem Museum an der oberen Fassadenkante des Rathauses angebracht, wird zum weithin sichtbaren Hinweis auf das Skulpturenmuseum. Die links neben der Freitreppe stehende große Blumenvase ist als Angebot zu verstehen, die genannten Blumen für Marl mitzubringen und sie in die prominent platzierte Vase zu stellen. Sie steht direkt neben dem Aufgang zum Standesamt im Obergeschoß des Rathauses.
Mischa Kuball, Konzeptkünstler, hat für Marl unter dem Begriff „public preposition“ ein ortsspezifisches Konzept entwickelt – frei übersetzt mit: Vorschläge für die Öffentlichkeit und den öffentlichen Raum.
Unter dem Titel „public preposition“ realisiert Mischa Kuball seit 2009 eine Serie von Installationen im öffentlichen Raum: Venedig 2009, Marfa 2009, Toronto 2011, Bern 2011, Wolfsburg 2012, Jerusalem 2012, Katowice 2012, Christchurch 2012. Die „public prepositions“ spiegeln Mischa Kuballs anhaltendes Interesse an einer künstlerischen Auseinandersetzung mit abstrakten Formen und symbolischer Kommunikation. „Preposition“ bezieht sich hier auf die syntaktische Funktion der Präposition und beschreibt für die Werke eine Mittelposition zwischen den historisch und sozial konnotierten Orten und der künstlerischen Intervention.



Vita

Mischa Kuball wurde am 20. September 1959 in Düsseldorf geboren, lebt und arbeitet in Düsseldorf. Seit 1984 realisiert er raumbezogene Projekte und seit 1991 auch Lehraufträge und projektbezogene Arbeiten an Universitäten und Kunsthochschulen sowie illustrierte Vorträge.

1990 erhielt er den Förderpreis ars viva vom Kulturkreis im Bundesverband der Deutschen Industrie in Köln sowie 1991 ein Stipendium für zeitgenössische Fotografie der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung aus Essen. Der Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für Bildende Kunst wurde ihm 1992 verliehen. Er erhielt mehrere Stipendien, u.a. 1996 das Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds Bonn, 1997 in New York der Stiftung Kunst und Kultur NRW, Düsseldorf und ein Arbeitsstipendium für Brasilien und Japan des Ministeriums für Familie, Stadtentwicklung und Kultur NRW, Düsseldorf. 1998 steuerte er den deutschen Beitrag auf der 24. Biennale von São Paulo bei und bekam ein Stipendium der Villa Massimo in Rom. Im Januar 2016 wurde Kuball mit dem Deutschen Lichtkunstpreis ausgezeichnet, der von der Robert Simon Kunststiftung im Kunstmuseum Celle vergeben wird.

Er war 1999/2000 Gastprofessor an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig zum Thema „Licht und Raum“. 2004 hatte er eine Vertretungsprofessur an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, Fachbereich Medienkunst inne, sowie von 2005 bis 2008 eine reguläre Professur, wo er mit Studierenden das Format ‚1A18’ gründete. Seit Oktober 2007 ist er Professor für Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM). 2007 erfolgte die Gründung des studentischen Projektes -1/MinusEins Experimentallabor an der KHM, sowie Kooperationen mit Institutionen im In- und Ausland.

2010 realisierte er im Rahmen der RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas das partizipatorische Projekt NEW POTT mit Familien aus ca. 100 Nationen die in der Metropole Ruhr leben, u. a. mit den Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum. Zu dem Projekt ist 2011 der Reader „New Pott: Neue Heimat im Revier“ erschienen. Ein begleitender Tagungsband: „New Realtions inArt and Society“ wurde 2012 von Fridericke Wappler herausgegeben.

Der Düsseldorfer Künstler Mischa Kuball ist mit dem Deutschen Lichtkunstpreis ausgezeichnet worden. In seinen Installationen macht der 56-Jährige die politischen und sozialen Dimensionen des künstlerischen Werkstoffs Licht kenntlich.
Der von der Robert Simon Kunststiftung vergebene Lichtkunstpreis ist mit 10 000 Euro dotiert.
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