Chemiepark Marl hat eine neue Kanalbrücke für den Eisenbahnverkehr

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Da mussten sie durch: Dirk Jedziny, Leiter Logistik Ruhr Nord Evonik Technology & Infrastructure GmbH (TI), Ralf Zeller, Leiter Engineering Marl, Evonik-Projektleiter Thomas Kruck, Eisenbahnbetriebsleiter Christian Weber, TI Geschäftsführer Dr. Clemens Herberg, Günther Lohaus, Projektleitung Schone + Bruns GmbH & Co KG, Geschäftsführer Carsten Bruns und Dr. Franz Merath, TI Leiter Logistik, schnibbelten den Weg offiziell frei.

Der Chemiepark Marl hat eine neue Kanalbrücke für den Eisenbahnverkehr eingeweiht. Im vergangenen Jahr brachte die Werkeisenbahn knapp 1,5 Millionen Tonnen (803.000 Ein- und 624.000 Ausfuhr) auf die Schiene.

Die Herstellung und vor allem der Transport der neuen Brücke bedeutete für die Logistik und das Engineering eine extreme Herausforderung. Kein Wunder, schließlich ist die ‚Neue‘ 350 Tonnen schwer, 63 Meter lang, neuneinhalb Meter breit und sieben Meter hoch.
Damit die Brücke die Lasten des Eisenbahnverkehrs stemmen kann, wurde sie an einem Stück bei der Firma Schone & Bruns in Meppen gebaut. Vorteil dieser Bauweise ist, dass die Fertigung unter klimatisch kontrollierten Bedingungen stattfinden kann. So konnten nicht nur die Bauzeit drastisch reduziert und Einschränkungen für den Bahnbetrieb im Chemiepark minimal gehalten, sondern auch finanzielle Einsparungen im sechsstelligen Bereich erzielt werden.
Während die neue Brücke an ihren Bestimmungsort transportiert wurde, wurden im Chemiepark die Weichen für den Austausch gestellt. Dabei gab es genug zu tun, denn die alte Brücke aus dem Jahr 1954 musste zunächst in Millimeterarbeit aus ihren Fundamenten gehoben und über den Wasserweg aus dem Baufeld transportiert werden.
Da Teile der bestehenden Fundamente für den Neubau wiederverwendet werden sollten, war beim Ausbau der Brücke höchste Präzision gefragt. Hierfür kam ein sogenanntes Litzenhubsystem zum Einsatz, das auf mehreren schwimmfähigen Plattformen befestigt war und sich über an Land fixierten Seilwinden exakt in Position gehalten hat.
Der Transport startete am 23. August in Meppen. Die Brücke wurde aufwändig über Land und Fluss verfrachtet. An Land mussten Straßen ausgebaut und Schilder abmontiert werden, auf dem Wasser musste rangiert und ballastiert werden. Nach fünf Tagen kam das Bauwerk unversehrt in Marl an.
Beim „Einschwimmen“ des Giganten musste in feinster Millimeterarbeit justiert werden, um beispielsweise 58 Bolzen in die dafür vorgesehenen Aufnahmen zu schlagen. Nicht eine davon musste bauseits nachgearbeitet werden.
Um einen Standort zu stärken und attraktiv zu halten, sind gezielte Investitionen notwendig. Das gilt nicht nur für die Produktion, sondern auch für die Infrastruktur. Mit dieser Brücke sorgt der Chemiepark Marl auch in den nächsten Jahren für einen sicheren Transport der Güter.
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