Sabine Zett und ihr Hugo begeisterten junge Leseratten

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Sabine Zett zu Gast im Medienhaus (Foto Emons)

"Diesmal haben 375 Mädchen und Jungen beim Lese-Club mitgemacht. Im vergangenen Sommer waren es nur 201", freut sich die Leiterin der Mülheimer Kinder- und Jugendbücherei Elke Hoffmann. An diesem Samstag kommen 120 erfolgreiche Leser im Grundschulalter ins Medienhaus, um sich ihre Urkunde abzuholen und die Kinder- und Jugend-Buchautorin Sabine Zett zu treffen.

Die Autorin, die früher als Journalistin Zeitungsartikel schrieb, ehe sie sich sehr erfolgreich auf das Schreiben von Kinder- und Jugendbüchern verlegte, liest an diesem Samstagvormittag aus einem ihrer bisher sechs "Hugo"-Bücher vor. Die Kinder, die vor der Bühne im dritten Stock der Stadtbibliothek Platz genommen haben, sind gespannt. Und sie werden nicht enttäuscht.

Doch bevor es ans Vorlesen  geht, will Zett erstmal wissen: "Wer von euch hat in den Sommerferien fünf Bücher gelesen?" Einige Finger gehen hoch. Die Autorin ist begeistert: "Wirklich toll!", lobt sie die kleinen Leseratten. "Und wer hat mindestens drei Bücher in den Sommerferien gelesen?" Noch mehr Finger gehen hoch. "Prima", lobt Zett. In der nächsten Runde melden sich auch einige Kinder, die in den Sommerferien nur zwei Bücher gelesen haben. Doch als die Autorin wissen will, wer denn nur ein Buch während der Schulferien gelesen habe, geht nur ihr eigener Finger hoch. "Das kommt davon, wenn man als Buchautorin so viel Arbeit mit dem Schreiben hat", entschuldigt sich die am Niederrhein beheimatete Autorin.

Mit einer lustigen Geschichte für den Sohn fing alles an

Sie, so berichtet Zett, habe mit dem Schreiben von Kinderbüchern begonnen, als ihr Sohn 13 Jahre alt und sehr lesefaul gewesen sei. "Kinder wollen vor allem lustige Geschichten lesen, bei deren Lektüre sie auch mal über Erwachsene lachen können," beschreibt die Kinder-Buchautorin ihr Erfolgsrezept. Und so hat Zett bei ihrer kurzweiligen Vorlese-Stunde im Medienhaus am Synagogenplatz die Lacher der Kinder auf ihrer Seite, als sie den russischen Akzent von Hugos Ballettlehrerin "Katharina Irgendwas" nachmacht. Hugo, ein zwölfjähriger Schüler, der unbedingt Multimillionär werden will und mit seinem überbordenden und von keinem Wissen getrübten Selbstbewusstsein von einem Fettnäpfchen ins andere tritt, erlebt bei einer Hebefigur mit der kleinen Elena sein persönliches Fiasko. Es ist nicht das einzige und die Kinder kommen aus dem Lachen nicht mehr heraus. Zwischenzeitlich stellt Sabine Zett immer wieder die eine oder andere Frage zum Inhalt ihres Buches, um deren Aufmerksamkeit zu testen.

Das junge Publikum war auf Zack

Die jungen Zuhörer geben sich keine Blöße. Auch die Mädchen und Jungen, die sich Zett als Lese-Assistenten auf die Bühne holt, um Hugos "Steckbrief" vor zu lesen, machen ihre Sache gut. Nicht nur für ihre Leistung gibt es einen kräftigen Applaus. Nach der Lesung befragt, sind sich Tristan, Nelly, Nils, Ella, Emilia und Leonhard einig. "Das war toll, wie sie die Stimme von Hugos Fußballtrainer und seiner Ballettlehrerin nachgemacht hat. Die Geschichte war wirklich lustig. Wir werden auf jeden Fall weitere Geschichten von Hugo lesen und uns die Bücher ausleihen." Sabine Zett wird es gerne gehört haben.

Thomas Emons
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