A40-Erweiterung bringt Veränderungen für Anwohner

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Einige Wohnbereich - hier in Styrum - werden von der A40-Erweiterung besonders betroffen sein.
Stau auf der A40 im Berufsverkehr gehört zur Tagesordnung. Das soll sich mit dem sechsspurigen Ausbau der A40 zwischen Duisburg-Kaiserberg und Essen-Innenstadt ändern. Es kommen neben der künftigen 6-Spurigkeit aber auch noch zwei Standstreifen dazu, so lautet die Planung und das im gesamten Ausbaubereich. Nicht nur in Essen stehen Wohnkomplexe direkt an der A40 - auch in Styrum sind Anwohner betroffen. Geplant ist, dass mit dem Ausbau 2022 begonnen werden soll. Gespräche werden aber schon im Vorfeld geführt, so die Verantwortlichen.

Bei einem Infoabend Mitte November 2017 hatte Straßen.NRW eine erste Planung für den sechsspurigen Ausbau der A40 öffentlich zur Diskussion gestellt. Über 400 Anwohner waren der Einladung gefolgt. Frank Hinterlandt von Straßen.NRW betont jetzt, nachdem seit der Veranstaltung Wochen verstrichen sind, dass es noch zahlreiche Meldungen zum Thema gab und daher noch weitere Öffentlichkeitstermine geplant sind. Zunächst wurden aber Gespräche mit der Stadt geführt. In der Planung mit der Stadt wird es um technische Abstimmungen gehen, wenn der Autobahnausbau städtische Straßen und Brücken betrifft. Auch wenn die A40 von West nach Ost läuft, wird es beim Umbau nicht zwangsläufig diese Reihenfolge geben, so der Experte von Straßen.NRW: „Wir planen alles parallel. Es gibt einzelne Abschnitte mit Anschlüssen, aber keine konkrete Reihenfolge.“

Seit geraumer Zeit sucht auch die Politik die Nähe zum Bürger bei einem Bauvorhaben, das sich mehr als ein Jahrzehnt hinziehen wird. Ortsbegehungen - in Styrum oder Dümpten - gab es im Vorfeld. 2016 war Oliver Willems, Vorsitzender der SPD-Dümpten und Mitglied im Rat der Stadt, bei einer Ortsbegehung mit Arno Klare und Dieter Spliethoff vor zwei Jahren direkt an der A40 Anschlussstelle Dümpten in Richtung Styrum vor Ort.

Oliver Willems hält den heutigen Zustand der A40 für unzumutbar: „Als einerseits gute Anbindung in die Region hat sich die Autobahn andererseits im Laufe der letzten Jahre oftmals zum Nadelöhr mit zunehmendem Lkw-Verkehr und Staus entwickelt. In dieser Folge haben die Lärmimmissionen im Stadtteil Dümpten nicht nur gefühlt zugenommen, sind sie in unmittelbarer Nachbarschaft sogar an den Rand der Erträglichkeit geraten.“ Das wird in Styrum ähnlich der Fall sein.

Mit dem anvisierten Ausbau der A40 sieht der Vorsitzende der SPD-Dümpten neben der Verbesserung des Verkehrsflusses vor allem eine Reduzierung des Lärms. Daher ist es wichtig, dass der weitere Ablauf für Bürger weiterhin transparent abläuft und alle „mitgenommen werden“, so Willems.

Frank Hinterlandt setzt ebenfalls auf Öffentlichkeitstermine: „Dann kann man bereits in der Planung sensibler reagieren.“ Auch die Akzeptanz ist eine andere: Bei der ersten Infoveranstaltung ging es aus Bürgersicht hauptsächlich um die Schwerpunkte Lärm und persönliche Betroffenheit, so Hinterlandt. Die nächste Infoveranstaltung ist laut Straßen.NRW für Mitte diesen Jahres bereits in Planung.
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