Benefiz-Konzert für die Pflege

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(v.l.) Jörg Marx und Martin Behmenburg - Initiatoren der Dialog-Offensive Pflege
 
(v.l.) Jörg Marx und Martin Behmenburg - Initiatoren der Dialog-Offensive Pflege
Rund um die Sängerin Ulli Mallon stehen am kommenden Samstag, 02. September, ab 19 Uhr „Ulli Mallons Fanky Stuff“ live auf der Bühne in Dümpten. Bekannte Musikstücke von Amy Winehouse, Simply Red, Sade oder Earth Wind and Fire gehören zum Programm. „Funk Cover“ bietet die siebenköpfige Band. Die meisten Musiker stammen aus Jazz-Formationen. Mit diesem Beitrag für Menschen aus der Pflege verspricht die „Dialog-Offensive Pflege“ Mülheimern, die mit Pflege vertraut sind, einen unvergesslichen Abend – ein kleines Dankeschön an alle Kolleginnen und Kollegen in Pflegeberufen für ihren täglichen Einsatz mit Herz und Hingabe. Eingeladen sind auch pflegende Angehörige.

Veranstaltungsort ist die Halle, Denkhauser Weg 24, das ehemalige CVJM-Haus, das vor kurzem umgebaut wurde. Martin Behmenburg, Pflegedienstleiter, und Jörg Marx, Sozialplaner der Stadt, sind die Initiatoren der Feier. Marx: „Alle, die uns in der Dialog-Offensive Pflege unterstützen, sind herzlich eingeladen.“ Das Konzert soll sicherlich auch ein Ort für einen entspannten Austausch sein. Für Essen und Trinken ist bei freiem Eintritt gesorgt.

Zum Hintergrund: „Dialog-Offensive Pflege“ steht seit Anbeginn für eine Bürgerbewegung in Mülheim, deren Ziel es ist, einen menschenwürdigen Umgang mit Pflegebedürftigen zu gewährleisten. Start der Dialog-Offensive war 2011. Es gründete sich damals eine Arbeitsgemeinschaft. Behmenburg und Oskar Dierbach (Ruhrgarten), später auch Jörg Marx machten es sich zur Aufgabe, Pflege in Mülheim menschenwürdig zu stabilisieren. 2012 wurde die „Mülheimer Erklärung zur Würde und Lebensqualität Pflegebedürftiger und der sie Pflegenden“ entwickelt. Jörg Marx: „In Mülheim ist die Qualität der Pflege groß geschrieben. Durch die Dialog-Offensive sind Stadt, Pflegedienste und Betroffene näher am Menschen.“ Das hat sich über die Jahre im fortlaufenden Austausch entwickelt und soll auch künftig weiter optimiert werden, so die Initiatoren.

„Die Herausforderungen in unserer Stadt sind vielfältig“, so Marx, der die Dialog-Offensive Pflege seit Beginn an begleitet. Und er führt fort: „Die ethische Verantwortung für die Menschen die zum Ende ihres Lebens auf die Hilfe und Pflege anderer angewiesen sind, ist eines der wichtigsten Themen in der kommunalen Daseinsvorsorge und das, mit Blick auf die Tatsache, dass fast 30 Prozent der Mülheimer Bürger älter als 60 Jahre sind.“ Aber auch Themen, wie die Armut durch Pflege oder die Personalnot im Pflegebereich werden angesprochen. Ehrgeizigstes Ziel der Dialog-Offensive Pflege ist es, in Zusammenarbeit mit dem Pflegemanagement des Sozialamtes an der Entwicklung eigener Prüfkriterien zu arbeiten und damit stärker als bisher die tatsächliche Qualität in den Pflegeeinrichtungen prüfen und beraten zu können.

Auch Themen und erste Erfolge ermutigen die Initiatoren zum Weitermachen: Die Mitarbeiterfindung hat sich im vergangenen Jahr leicht verbessert: Mehr Auszubildende konnten gewonnen werden. ‚Wenn es um Verbesserung geht, ist es wichtig, dass sich Mitarbeiter trauen, offen miteinander zu reden und sich die Anbieter der Pflege nicht konkurrierend gegenüberstehen sondern gegenseitig unterstützen.
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