Der Ausbau der A40 wird kommen

Trotz Flüsterasphalt ist es an der A40 rund um die Uhr laut. Philip Camphausen war vor fünf Jahren in ein Haus am Damaschkeweg in Dümpten gezogen. Damals hatte er nicht damit gerechnet, dass das hohe Verkehrsaufkommen auf der A40 derart störend sein könnte. Er hatte Lärmmessungen im Bereich seines Hauses durchführen lassen. Damit war es dann amtlich: Es ist zu laut. Camphausen: „Seitdem beschäftige ich mich mit der A40.“ Er war auch der Initiator des Rundgangs der Dümptener SPD am Montag, den 22. August.

Ein prominentes SPD-Mitglied war mit unterwegs: Bundestagsabgeordneter Arno Klare, zuständig für Fragen rund um den Verkehr. Der Mann aus Berlin dann auch ganz klar: „Der A40-Ausbau von Duisburg bis Essen-Frohnhausen auf der gesamten Strecke wird gemacht.“ Es wird keine Zwischenlösungen geben - auch keine vorab aufgestellten Schallschutzwände. Die Umsetzung des Gesamtprojekts wird daher auch etwa acht bis zehn Jahre dauern. Zur Beruhigung der Anwohner im Bereich Dümpten: Die Schallschutzwand, die nach innen geneigt sein wird und etwa fünf Meter hoch ist, ist Bestandteil des Ausbaus. Der Ausbau der A40 auf drei beziehungsweise sechs Spuren mit Standstreifen und Schallschutzmauern wird allein im 3,9 Kilometer langen Abschnitt Dümpten-Heißen 59 Mio. Euro kosten. „Das Geld für Verkehrsplanung ist da,“ weiß Arno Klare: „Der Ausbau der A40 ist durchfinanziert.“ Klare: „Michael Groschek ist dabei, Planungskapazitäten aufzubauen. Für den Ausbau der A40 müsste das gegeben sein.“

Beim Gang durch Dümpten entlang der A40 zeigten sich bereits auf diesem kleinen Teilstück Probleme, etwa auf dem Gelände der Johanniter, Denkhauser Höfe. Gebäude, Hof und Fuhrpark grenzen heute schon direkt an die A40. Dort wird es konkrete Probleme mit dem Ausbau geben. Ein ähnliches Problem wird es auch im Streckenabschnitt in Höhe des EVAG-Geländes in Essen geben, so Klare. Noch ernster wird es, wenn Häuser beispielsweise in Styrum weichen müssen. Klare: „Hoffentlich wird die Diskussion ebenso sachlich geführt wie heute, wenn man den Gesamtstreckenausbau bespricht.“ Informationsveranstaltungen sind auch in den A40 angrenzenden Stadtteilen Styrum und Heißen geplant. Erst müssen alle Beteiligen zustimmen, Teillösungen oder etwa einen Teilstreckenausbau wird es nicht geben – auch nicht in Sachen Schallschutz, betonte Arno Klare unmissverständlich.

Am Montag fand die erste Veranstaltung zum A40-Ausbau in Mülheim statt und das auf Anfrage eines Anwohners. SPD-Bezirksvertreter Dieter Spliethoff betonte mehrfach, dass Bürgeranregungen und konkrete Gespräche der richtige Weg sind. Auch die Radwegeanbindung soll beim A40-Ausbau in die Planung mit einfließen, ergaben Gespräche am Rande der Ortsbegehung. Internationale Beispiele zeigten, dass die Anbindung mit dem Rad das Projekt der Zukunft ist. Klare: „Die Radanbindung ist zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht Bestandteil der Planung.“ Ein langer Weg steht allen Beteiligten bevor. Klare betonte aber noch einmal: „Der Bedarf des Ausbaus der A40 hat höchste Kategorie.“

Autor:

Claudia Leyendecker aus Mülheim an der Ruhr

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