Funkstille! Verlassene Eltern - Neue Selbsthilfegruppe im Evangelischen Krankenhaus

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Seit nunmehr zehn Jahren herrscht zwischen der Gruppengründerin und ihrer Tochter – mit wenigen Ausnahmen – Funkstille. „Es verletzt mich und macht mich traurig“, sagt sie, zumal sie die Gründe dafür nicht kennt. Gern hätte sie am Leben ihrer Tochter weiterhin teilgenommen.

Um sich vor weiteren Enttäuschungen zu schützen, hat sie sich entschlossen, Ihrer Tochter und deren Familie alles Gute zu wünschen und keine weiteren Gespräche mehr zu führen. Sie hat die Entscheidung ihrer Tochter akzeptiert, bei allem Schmerz. Sie hat gelernt, nichts mehr zu erwarten, das hilft ihr zu mehr innerer Freiheit.

Unterstützung beim ungewollten "Loslassen" der eigenen Kinder

„Dieses Loslassen war sehr wichtig für mich“, sagt sie. Nur so sei es möglich, einen anderen Anfang und wieder Freude im eigenen Leben zu finden, nicht krank zu werden. Das Gefühl der Traurigkeit bleibt ein Leben lang, das wissen auch andere Betroffene. Die eigenen Erfahrungen weiter zu geben, das wünscht sich die Initiatorin dieser neuen Gruppe. „Ich möchte anderen betroffenen Eltern Mut machen und zeigen, dass sie mit ihren Problemen nicht allein sind“, sagt sie.

Mit dem Problem nicht alleine sein

Der Austausch unter Gleichbetroffenen soll die Akzeptanz der schmerzhaften Situation erleichtern und zugleich dem Gefühl von Traurigkeit Raum ermöglichen. Betroffene Eltern, die unter der ungewollten Trennung von ihren Kindern leiden, sind herzlich zum Austausch eingeladen. Wie kann Neues entstehen, sodass die Trennung dann doch einen Sinn bekommt.
Die Gruppe trifft sich einmal im Monat donnerstags um 18.30 Uhr im Evangelischen Krankenhaus.

Erstes Treffen: 10. März ,18.30 Uhr

Vorherige Kontaktaufnahme erbeten:
Selbsthilfe-Büro Mülheim an der Ruhr
Anke van den Bosch
Tel. 3004814 , E-Mail: van-den-bosch@paritaet-nrw.org
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