Polizei geht mit Großaufgebot gegen Rocker vor - Auseinandersetzungen drohen

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(Foto: Joshua Belack)
 
(Foto: Joshua Belack)

Mit einem Großaufgebot geht die Polizei derzeit (Dienstag, 21. Mai, 17 Uhr) gegen Rockergruppierungen in Mülheim vor. "Wir haben Hinweise bekommen, dass es Ärger zwischen den verfeindeten Rockergruppen Hells Angels und Bandidos auf dem Mülheimer Innenstadtgebiet geben soll", erklärt Polizeipressesprecherin Tanja Horn.

Rivalität zwischen Hells Angels und Bandidos

Dank des wachsamen Auges, das die Ordnungshüter auf die gesamte Rockerszene haben, konnte frühzeitig auf bevorstehende Rivalitäten verfeindeter Gruppierungen reagiert werden. Aktuell zeigt die Polizei daher starke Präsenz im gesamten Stadtgebiet und insbesondere am Eppinghofer Kreisel. "Ich kann im Moment aber nicht bestätigen, dass die drohende Auseinandersetzung an der Eppinghofer Straße stattfinden soll", so Horn. Wie viele Rocker sich gerade in dem Bereich aufhalten, konnte sie noch nicht sagen. Die Polizei jedenfalls ist mit mehreren Hundertschaften unterwegs, über dem Stadtgebiet kreist ein Hubschrauber. Wie lange der Einsatz dauern soll, ist noch unklar.

Auf Facebook wird heftig diskutiert - und gemeldet, wo überall die Kontrollen der Polizei stattfinden: Neben Eppinghofen zum Beispiel auf der Mellinghofer Straße, im Bereich Mendener Brücke, auf der Schloßbrücke und am Kreuz Kaiserberg stehen schwer bewaffnete Polizisten und ziehen vor allem männliche Verkehrsteilnehmer für die Kontrollen aus dem Verkehr. In vielen Stadtteilen verursachen die Polizeikontrollen Rückstaus.

Kampf gegen Rockergruppen

Die klare Botschaft des Polizeiführers, Leitender Polizeidirektor Rainer Pannenbäcker, lautet: "Wir nutzen alle Möglichkeiten im Kampf gegen kriminelle Rockergruppen. Rocker betreiben ihr kriminelles Geschäft in einer Parallelwelt, die nur das Recht des Stärkeren kennt." Sie seien "selbsternannte Outlaws", die unsere Rechtsordnung nicht akzeptierten.

"Die Sicherheit der Mülheimer Bürger liegt uns am Herzen", sagt Pannenbäcker. "Eine gewaltige Auseinandersetzung verfeindeter Rockergruppierungen werden wir mit allen Mitteln verhindern".

Konsequent gegen Machtdemonstrationen

Polizeilichen Erkenntnissen zufolge soll es zu gezielten Machtdemonstrationen bis hin zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen. Die Polizei setzt dem starke Kräfte entgegen, die stringent und konsequent gegen Straftäter einschreiten werden.


14 Rocker festgenommen

20.30 Uhr: "Inzwischen befinden sich 14 Rocker in Gewahrsam", erklärt Polizeisprecherin Tanja Horn. "Pech" hatte ein Mann, der kontrolliert wurde: Zwar hatte er mit den Rockern nichts zu tun, wurde aber per Haftbefehl gesucht. Der Einsatz werde aber erst beendet, betonte Horn, wenn die Gefahr vorüber sei. "Wann das ist, kann derzeit noch niemand abschätzen", so die Sprecherin.

Polizei zufrieden

22. Mai, 8.57 Uhr:

Die Polizei teilt mit, dass am Ende der Aktion 17 Rocker in Gewahrsam genommen wurden und die Nacht bei der Polizei zubringen durften. "Ziel der Maßnahme ist die Durchsetzung ausgesprochener Platzverweise, um gewalttätige Auseinandersetzungen zu verhindern", erklärte Polizeisprecherin Horn.

Ein Fazit zu dem Einsatz lesen Sie hier.

Hintergrund zu der Situation vor Ort lesen Sie hier.

Mehr Fotos von dem heutigen Einsatz gibt es in diesem Beitrag.
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1 Kommentar
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Jürgen Steinbrücker aus Langenfeld (Rheinland) | 02.06.2013 | 19:56  
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