Wegweiser zur Zukunft - Rotarier luden zum 20. ROBIS- Berufsinformationstag

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Für die Bundeswehr informierte Hauptfeldwebel Nicole Konnradt über Karrieremöglichkeiten. (Foto: Andrea Rosenthal)
 
Dr. Sigrun Leistritz, Rektorin des Gymnasiums Heißen, konnte gut 500 Schüler und mehr als 40 Aussteller begrüßen. (Foto: Andrea Rosenthal)

"Lehre und Ausbildung bestimmen Ihre Zukunft und Sie sind es, die künftig unsere Gesellschaft gestalten werden", so begrüßte Bürgermeisterin Margarete Wietelmann gut 500 angehende Abiturienten beim ROBIS-Tag am 10. März im Gymnasium Heißen.

Von Andrea Rosenthal

Bereits zum 20. Mal organisierten die Mülheimer Rotarier die Bildungsmesse, die jährlich an einer anderen Schule mit Sekundarstufe Zwei stattfindet. Die Schüler erwartete ein breites Angebot mit Vorträgen zu technischen oder kaufmännischen Berufen, den Arbeitsbereichen IT/Internet/Medien oder Jura/Polizei/Bundeswehr. Es gab Einblicke in den Arbeitsalltag von Ärzten, Therapeuten, Erziehern und sogar Entwicklungshelfern. Ergänzt wurde das Angebot von Gesprächsrunden zum Nummerus Clausus, zur Studienorientierung, zum dualen Studium und zum Studieren im Ausland.

Der Mülheimer Unternehmer Ulrich Turck, der dem ältesten Rotarierverband der Stadt angehört, erklärte das Engagement des weltweit agierenden Rotary Clubs: "Es gehört bei allen Rotarien zu den Grundaufgaben, dass man sich um den Nachwuchs kümmert." Deshalb hat man 1998 den ersten Bildungstag zur Schulabgänger organisiert. "Mittlerweile ist der ROBIS-Tag führend in diesem Bereich, weil wir besonders viele Berufe und Studienrichtungen vorstellen", betonte Ulrich Turck. Auch Dr. Sigrun Leistritz, die Rektorin des Gymnasiums Heißen, zeigte sich begeistert: "Dank vieler helfender Hände ist die Schule heute so interessant wie selten."

Gastronomen suchen Nachwuchs

Im großen Forum des Gymnasiums Heißen hatten verschiedene Anbieter Informationsstände aufgebaut. Unter ihnen auch Barbara Wix, Personalsachbearbeiterin des Essener Schlosshotels Hugenpoet, und Rebecca Harksel, die dort ein duales Studium in der Fachrichtung Hotel- und Tourismusmanagement absolviert. 25 Auszubildende hat das Schlosshotel Hugenpoet, zehn Plätze sollen im Sommer neu besetzt werden. "Wir suchen Köche, Hotel- und Restaurantfachleute und Absolventen, die das duale Studium bei uns anstreben", berichtete Barbara Wix. Wie viele Unternehmen im Bereich Gastronomie ist das Angebot an Ausbildungsplätzen größer als die Zahl der Bewerber.

Gute Bewerber sucht auch die Bundeswehr. Hauptfeldwebel Nicole Konnradt nutzte den ROBIS-Tag, um viele Schüler und auch viele Schülerinnen mit Informationsmaterial zu möglichen Karrieren in Heer, Marine und Luftwaffe zu versorgen.
Vertreten waren aber auch Berufe, bei denen es einen Mangel an Studien- und Ausbildungsplätzen gibt. Dazu zählen die Human- und Zahnmedizin. Hier ist ein Studium in den Niederlanden eine Möglichkeit, den gewünschten Beruf zu erlernen.

Breites Grundwissen ist gefragt

Gefragt war besonders die Mülheimer PR-Agentur KOOB, deren Geschäftsführer Creation, Markus Umbach, mit seinem Sohn Nikolas spannende Einblicke in das Berufsfeld Kommunikationsdesign gab. Der Vortragsraum war bis auf den letzten Platz besetzt als das Duo Auftragsarbeiten für Kunden erklärte oder Nikolas Umbach Einblicke in seine künstlerische Bewerbungsmappe zur Aufnahme an der Fachhochschule Design gab. Deutlich wurde schnell, dass Kreativität allein im Berufsalltag nicht reicht. Markus Umbach brachte es auf den Punkt: "Man muss Spaß am Beruf haben, Freude an Sprache und Design, aber um erfolgreich zu arbeiten ist auch ein breites Grundwissen notwendig. Deshalb sind alle Schulfächer wichtig."

Nicht nur das konnten die Schüler für ihre letzten Schuljahre mitnehmen. Ulrich Turck hatte schon bei der Eröffnung erklärt: "Es ist ernüchternd, dass fast ein Drittel aller Studenten ihr Studium abbrechen und auch 20 Prozent der Auszubildenden keinen Abschluss machen." Um diese Zahlen künftig zu senken, soll der ROBIS-Tag Information und Entscheidungshilfe für die angehenden Abiturienten sein. Und so mancher konnte auch schon einen ersten Kontakt zu seinem künftigen Arbeitgeber knüpfen.
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