Rathausmarkt wird zur Stadtbühne

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Aus dem „Hinterhof“ der Stadt wird ein repräsentativer Platz. (Foto: PR-Foto Köhring/AK)

Der Rathausmarkt wird umgestaltet: Das ist das Ergebnis des dreitägen Charrette-Verfahrens. Die Eckpunkte: Die Rathaustreppe wird vergrößert, die Parkfläche verschwinden und ein neues Platzhaus an der Bahnstraße entsteht.

Drei Tage (27. bis 29. Mai) brüteten Bürger und Planer um den Weimarer Professor Dr. Harald Kegler um eine finanzierbare und schnelle Lösung.
Herausgekommen ist eine Lösung mit Entwicklungspotential: Neben den genannten Änderungen wird ein Fahrstuhl in die Tiefgarage gebaut und kleine Teile des Pflasters in den Randbereichen und nahe der „Dröppelminna“ erneuert.

Außerdem sollen die Zugänge zur Tiefgarage transparenter und neue bewegliche „Möbel“ angeschafft werden. Im Zuge des neuen Radweges auf der ehemaligen Bahntrasse an der Bahnstraße soll ein „Balkon“, intergriert werden.Für das Platzhaus sei bereits ein Interessent gefunden. Das neue Haus beherbergt die gesamte Technik für Veranstaltungen, ein öffentliches WC sowie ein Café. Ob eine zusätzliche Bus-Straßenbahn-Haltstelle integriert wird, ist noch offen.

In den Abendstunden soll eine dezente Beleuchtung „eine einzigartige Kulisse“ schaffen. Nach Angaben Keglers fanden die eingeladenen Fraktionschefs den Entwurf gut und seien gewillt, die nötigen Baukosten in Höhe von 675.000 Euro in den Haushaltsplan 2014 einzustellen. 2015/16 könnte der Platz entsprechend umgestaltet sein.

Der Rathausmarkt könnte für Veranstaltungen jedweder Art sowie als Ort der Ruhe genutzt werden. Viel Grün wird es an den Straßenrändern nicht geben. Die technischen Voraussetzungen sowie Bindefristen für geflossene Fördermittel verhindern dies bis 2040. Dann könnten Friedrich-Ebert- und Bahnstraße mit integriert werden.

Bereits zu Beginn der Charrette hatte Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld am Montag klargestellt: Der Markt bleibt auf der Schloßstraße. Das wollen auch die derzeit 15 Markthändler.

Der Rathausmarkt dürfe aber auch nicht isoliert von der Gesamtentwicklung der Innenstadt betrachtet werden, warnte die OB. Klare Worte gab es auch zum Kaufhof: „Der Kaufhof muss weg.“ Das Gebäude erweise sich als Bremsklotz für Ruhrbania und die Innenstadt.
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