Leckere Kleinigkeiten: Der Duft von Holunder zieht durch das Haus

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Es ist wieder soweit, die Holunderblüten blühen und verströmen ihren himmlischen Duft

"Der Duft von Holunder zieht durch das Haus. Ich habe
die kleinen weißen Blüten behutsam von den Dolden
gestreift und sie über Nacht in Apfelsaft ziehen lassen.
Etwas von der goldenen Flüssigkeit schütte ich nun in einen
Krug. Mit eiskaltem Wasser aufgefüllt ergibt das eine
wohlschmeckende, erfrischende Schorle. Den Rest gieße
ich durch ein feines Sieb in einen großen Kochtopf. Dazu
gebe ich Gelierzucker und rühre, bis die Masse sprudelnd
zu kochen beginnt. Auf der Arbeitsplatte stehen sieben
kleine Marmeladengläser. In jedes streue ich einige der
hübschen weißen Blüten, die ich frisch von den Zweigen
aus der Vase auf dem Küchentisch abzupfe. Schließlich
schütte ich die heiße Masse darüber, schraube die Verschlüsse
auf die Gläser und drehe sie schnell auf den
Kopf. Die kleinen Blüten schweben im Zeitlupentempo
nach oben. Das sieht wunderschön aus. Und es schmeckt
himmlisch, nach einer Mischung aus Frühling und Sommer.
Süß, ein wenig sauer und auch etwas herb, wie die
Äpfel, aus denen ich den Saft gewonnen habe."

Aus: "Das Brombeerzimmer" (Anne Töpfer)

Und hier das Rezept:

1,5 Liter naturtrüber Apfelsaft (100 %)
25 große Holunderblütendolden, frisch
gepflückt
1 Paket Gelierzucker 3:1
Marmeladengläser
Den Apfelsaft aufkochen. Die Holunderblüten
von 20 Dolden vorsichtig abzupfen und zum
Saft geben. Die restlichen Dolden für den
nächsten Tag in einer Vase aufbewahren. Den
Saft an einem kühlen Ort über Nacht stehen
lassen.
Am nächsten Tag die restlichen Blüten abzupfen
und jeweils etwa einen Teelöffel davon in
jedes Glas streuen.
1300 ml des Saftes durch ein Sieb in einen
großen Topf schütten. (Den Rest entweder
gleich trinken oder eine leckere Schorle damit
zubereiten – himmlisch!) Den Gelierzucker
dazugeben, aufkochen und etwa vier Minuten
sprudelnd kochen lassen. Dabei gut umrühren.
In die vorbereiteten Gläser geben, gut verschließen
und für drei Minuten auf den Kopf stellen.
Wieder umdrehen und ein wenig warten.
Jetzt ist Fingerspitzengefühl angesagt. Wenn
die Masse anfängt zu gelieren, schweben die
Blüten langsam nach oben und verteilen sich
gleichmäßig im Glas. Ist sie zu flüssig, setzen sie
sich oben ab. Dann einfach wieder umdrehen
und schweben lassen, bis sie im Gelee festsitzen.
Die Blüten kann man übrigens auch sehr gut
trocknen und daraus in der kalten Jahreszeit
einen duftenden Holunderblütentee zubereiten.
Heißen Weißwein verzaubern sie in Glühwein
der besonderen Art! Und über Nacht in Zuckersirup
(drei Teile Zucker mit zwei Teilen
Wasser aufkochen, köcheln lassen, bis er etwas
eindickt) eingelegt, bekommt man duftenden
Holunderblütensirup für Limonade oder Hugo.

Viel Spaß beim Nachkochen!

Andrea Russo (Anne Töpfer)
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