„Jeder Besuch ist ein Erlebnis“: Westlotto-Azubis unterstützen die Lebenshilfe

Die Westlotto-Auszubildenden Eva Scholz (rechts) und Ramona Frey (Zweite von rechts) engagieren sich gerne für die Lebenshilfe Münster. (Foto: MünsterView.de / Heiner Witte)

Es gibt diese Orte, an denen man sich sofort willkommen fühlt und eine besondere Herzlichkeit spürt. Die Lebenshilfe Münster ist so einer. Die Bewohner der Einrichtung empfangen jeden Besucher mit einem freudigen Lächeln und sorgen damit für ganz viele schöne Momente.

Ein echter Gewinn – auch für die Auszubildenden von Westlotto, die sich in dem gemeinnützigen Verein, der geistig und körperlich Behinderten in einem betreuten Umfeld Wohn- und Lebensräume bietet, ehrenamtlich engagieren.

Beitrag leisten

Seit dem Sommer 2014 besuchen die Auszubildenden von Deutschlands größtem Lotterieveranstalter regelmäßig das Wohnheim der Lebenshilfe Münster. Damit wollen sie einen gemeinnützigen Beitrag für die Gesellschaft leisten und Erfahrungen im Umgang mit verschiedenen Menschengruppen sammeln. In wechselnden Zweier-Teams besuchen die Azubis alle vier Wochen die Behinderten und erleben dabei oft berührende und eindringliche Situationen. „Kein Besuch gleicht dem anderen – es ist immer wieder eine tolle neue Erfahrung für uns“, berichtet Ramona Frey, die seit dem 1. August 2014 bei Westlotto eine Ausbildung zur Bürokauffrau absolviert.

16 Bewohner

Das Haus der Lebenshilfe Meesenstiege liegt in einer lebhaften Wohngegend mit vielen Einkaufsmöglichkeiten und hat zurzeit 16 Bewohner, die auf zwei Etagen verteilt leben. In dem großen Wohnraum mit der angrenzenden Küche können die Bewohner zusammen Zeit verbringen. Hinter den kleinen Zwischenfluren befinden sich die persönlichen Zimmer der Bewohner. Die Gruppe ist eine bunte Mischung aus jeder Altersstufe und mit unterschiedlichen körperlichen oder seelischen Einschränkungen.

Strahlende Siegerin

Die Westlotto-Auszubildenden werden von den Bewohnern oft schon freudig erwartet. So auch Ramona Frey und Eva Scholz bei ihrem letzten Besuch. Für Maria und Cynthia nehmen sie sich gerne Zeit und spielen mit ihnen zum Beispiel Würfelspiele.

Nach zwei erfolgreichen Runden für Maria, strahlt diese über das ganze Gesicht. „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, einen Menschen in solchen Situationen so glücklich zu sehen“, sagt Eva Scholz angesichts des breiten Lächelns von Maria. Für die 63-jährige Bewohnerin ist heute ein besonders schöner Tag. Sie hat Besuch, gewinnt im Spiel und freut sich darüber hinaus auf das gemeinschaftliche Singen am Abend.

Anteil nehmen

Immer andere Aufgaben erwarten die Auszubildenden. An manchen Tagen gehen sie mit den Bewohnern spazieren oder trinken gemeinsam Kaffee. Besonders stolz sind die Bewohner, wenn sie ihre Zimmer zeigen oder von der Arbeit erzählen können. Es macht den Auszubildenden Freude, Einblicke in den Alltag der Bewohner zu bekommen und ein wenig an dem teilzuhaben, was sie bewegt. Zum Abschluss möchte Björn noch in die Bäckerei an der Ecke gehen, um Brot für das Abendessen einzukaufen. Der Gang zum Bäcker macht ihm diesmal besonders viel Spaß, denn er wird von Eva und Ramona dabei begleitet.
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