Bittere S04-Niederlage - Traumhaftes BVB-Debüt für Batshuayi

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Amine Harit (l.) zählte wieder zu den besten Schalkern, verpasste aber eine vermeintliche Vorentscheidung für den S04. (Foto: Gerd Kaemper)
 
Hier greif Ralf Fährmann sicher zu. Bei den Gegentoren war der sonst so sichere Torwart aber entscheidend beteiligt. (Foto: Gerd Kaemper)

Die sechste Meisterschaft in Folge für den FC Bayern München ist leider bereits nach dem 21. Spieltag nur noch eine Frage von wenigen Wochen. Weil von den fünf „Verfolgern“ mit Leverkusen, Schalke und Frankfurt dieses Mal wieder drei Teams nicht gewinnen konnten. RB Leipzig und Borussia Dortmund profitierten mit eigenen Siegen und den Patzern der Konkurrenz.

„Eine schlechte erste Halbzeit“ hatte selbst Trainer Domenico Tedesco nach der 1:2-Niederlage seiner Schalker gegen Werder Bremen gesagt. Stimmt. Es war in den ersten 45 Minuten ein in dieser Saison typisches Schalke-Spiel. Der S04 strahlte keinerlei Gefahr aus. Der Gegner aber auch nicht. Weil die Königsblauen wegen eines Torwart-Patzers (Pavlenka rutschte ein harmloser Konoplyanka-Schuss durch die Hände) aber mit 1:0 führten, schien alles auf den zehnten Saisonsieg hinauszulaufen. Den Eindruck untermauerten die Schalker mit Beginn der zweiten Halbzeit dann immerhin mit besserem, zielstrebigerem Fußball - inklusive guter Torchancen. Doch wie schon in den Heimspielen gegen Wolfsburg und Hannover, in denen der S04 auch 1:0 führte und nicht gewinnen konnte, gab es nach dem Auslassen von den Möglichkeiten einen Rückschlag. Genauer gesagt mehrere.

Fährmann patzt nach Nastasic-Platzverweis doppelt

In der 78. Minute flog Matija Nastasic nach wiederholtem Foulspiel zu Recht mit der Gelb-Roten Karte vom Platz. Der aus dem Foulspiel resultierende Freistoß konnte Torwart Ralf Fährmann nicht festhalten und Max Kruse staubte zum Ausgleich ab. Damit nicht genug. Fünf Minuten später schoss Schalke-Neuzugang Marko Pjaca gegen den Innenpfosten, ehe in der letzten Sekunde der dreiminütigen Nachspielzeit Bremen das 2:1 schoss. Wieder sah Fährmann nicht gut aus, so dass die zweite Heimniederlage in dieser Saison besiegelt war und das Abrutschen auf Platz fünf besiegelt war. Werder feierte hingegen einen wichtigen Sieg für den Klassenerhalt und sprang wegen der gleichzeitigen 0:2-Niederlage vom FSV Mainz 05 gegen Bayern München dank des besseren Torverhältnisses von dem Relegationsplatz 16 einen Rang nach vorne vor eben jene Mainzer.

18 Punkte Vorsprung für Bayern München

Apropos Bayern München: Der Deutsche Rekordmeister wird seit 14 Bundesligaspielen von Trainer Jupp Heynckes geleitet. Der 2:0-Sieg in Mainz war der 13. Sieg in dieser Zeit! Das gehört ebenso zur Wahrheit dazu, wenn über die mittlerweile satten 18 (!) Punkte Vorsprung auf Platz zwei gesprochen wird, den sich derzeit Leverkusen und Leipzig teilen. Selbst, wenn die beiden Teams nun in den nächsten Wochen jedes Spiel gewinnen würden, könnte der FCB bereits in zwei in acht Spieltagen Deutscher Meister sein.

Freiburg stoppt Tormaschine Leverkusen

Leverkusen stolperte bei den formstarken Freiburgern, die in den vergangenen sechs Wochen hinter den Bayern die zweitmeisten Punkte in der Liga ergatterten, und spielten „nur“ 0:0. Damit endete für Bayer 04 auch die beeindruckende Serie von zuvor 25 Spielen in Folge mit immer mindestens einem Treffer, was Vereinsrekord war. Die Freiburger hingegen haben nun fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Gladbach verliert das Topspiel spät

Dass RB Leipzig nun so viele Punkte wie Leverkusen hat, liegt auch am eigenen 1:0-Sieg im Spitzenspiel bei Borussia Mönchengladbach. Der Siegtreffer gelang dem Vize-Meister in der 89. Minute. Während die Leipziger somit wieder mitten im Kampf um die Champions League-Plätze sind, droht die Borussia nach der sechsten Niederlage aus den vergangenen zehn Spielen den Anschluss zu verlieren, wenngleich es für den Tabellenachten nur drei Punkte Rückstand auf Platz vier sind.

Batshuayi an allen BVB-Toren direkt beteiligt

Auf genau dem steht der BVB, dem im vierten Spiel in 2018 nach drei Unentschieden in Folge der erste Sieg gelang. Damit bleibt der neue Dortmund-Trainer Peter Stöger auch im sechsten Spiel ungeschlagen. Ausgerechnet bei seinem Ex-Klub 1. FC Köln, der seit Stögers Rauswurf Anfang Dezember im Aufschwung war, gewann Stöger mit dem BVB mit 3:2. Der Mann des Spiels war ausgerechnet Neuzugang Michy Batshuayi, der erst ab Mittwoch mit dem Team trainierte und schon am Freitagabend in der Startelf stand. Der Stürmer schoss das 1:0 und 2:1 für die Borussia und legte den 3:2-Siegtreffer durch André Schürrle auf. Ein Traum-Einstand für den Belgier, der als Ersatz für den zu Arsenal FC gewechselten Pierre-Emerick Aubameyang bis Sommer von Chelsea FC ausgeliehen wurde.

Aufsteiger MSV Duisburg jetzt auf Platz vier

In der 2. Liga gab es für zwei der drei Revierklubs Siege. Tabellenführer Fortuna Düsseldorf ist weiterhin auf dem besten Wege in die Bundesliga und konnte mit 1:0 gegen den SV Sandhausen gewinnen. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz drei beträgt sieben Punkte. Auf den ersten Nicht-Aufstiegsplatz sind es sogar drei weitere Zähler mehr. Auf genau dem steht mittlerweile Aufsteiger MSV Duisburg. Die „Zebras“ gewannen beim Absteiger Darmstadt 98 mit 2:1 und schnuppern damit weiterhin am direkten Durchmarsch.

Vierte Pleite in Folge für VfL Bochum

Von einem Aufstieg ist der VfL Bochum meilenweit entfernt. Das Sorgenkind im Ruhrgebiet verlor auch das Keller-Duell gegen Dynamo Dresden (0:2) und steht damit weiterhin nur einen Punkt vor dem Relegationsplatz 16 und drei Zähler vor einem direkten Abstiegsplatz. Bochums traurige Bilanz: Die vergangenen vier Spiele wurden allesamt verloren. Nur zwei der vergangenen zwölf Partien konnten gewonnen werden.
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Wolfgang Kill aus Gladbeck | 05.02.2018 | 10:12  
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