Goretzka und sein „Sané“-Pass bescheren Schalke 04. Sieg in Folge

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Leon Goretzka lieferte eine starke Vorlage zum Siegtreffer des S04 in Hamburg. (Foto: Gerd Kaemper)
 
Roman Bürki hatte gegen Darmstadt praktisch nichts zu tun. Kassierte aber zwei Gegentreffer vom Aufsteiger. (Foto: Stephan Schütze)

Der S04 reitet auch nach dem siebten Spieltag auf seiner Erfolgswelle weiter. Der HSV verlor dadurch zum ersten Mal unter Trainer Bruno Labbadia ein Heimspiel. Der BVB verlor zwar nicht, stolperte aber spät und unverdient am Favoritenschreck und Aufsteiger SV Darmstadt 98.

Schalke schickt sich langsam, aber sicher an, Bayern-Verfolger zu werden. Durch den 1:0-Auswärtssieg in Hamburg am Samstagabend feierten die Königsblauen den fünften Sieg im siebten Spiel. Mehr noch: Es war der fünfte Pflichtspielsieg und der vierte Bundesligasieg in Folge. Zudem kassierten die „Knappen“ in den vergangenen drei Bundesliga- und in den vergangenen vier Pflichtspielen keinen einzigen Gegentreffer! Neben dem kongenialen Duo um Freistoß- und Eckball-Spezialisten Johannes Geis mit Vollstrecker Joel Matip, ist mit Leroy Sané der zum Shootingstar in der vergangenen Spielzeit gewählte Offensivespieler des S04 dazugekommen, der mit seinen gerade einmal 19 Jahren aktuell die Spiele alleine für die Schalker entscheidet. Neben dem Siegtreffer in Stuttgart vor einer Woche, erzielte Sané auch in Hamburg den 1:0-Siegtreffer. Zudem schoss er nach einem fantastischen Solo-Lauf das 2:0 gegen Frankfurt unter der Woche. Dass er das 1:0 in Hamburg schoss, verdankte er insbesondere Leon Goretzka. Der 20-Jährige, der in den vergangenen Spielen des S04 mit jeweils knapp zwölf Kilometer immer der Lauffreudigste von allen war, ließ sich in einem Zweikampf mit Hamburgs Diaz erst nicht fallen, obwohl dieser ihn versuchte, mit allen Mitteln zu stoppen, um dann mit einem Pass exakt in die Schnittstelle der HSV-Abwehr Sané mustergültig zu bedienen. Der umkurvte noch Torwart Jaroslav Drobny und schob dann zum 0:1 ein. Eine halbe Stunde später pfiff Schiedsrichter Marco Fritz das Spiel ab, womit die erste Heimniederlage der Hanseaten nach einem halben Jahr perfekt war. Kurios: Fritz, der das Spiel abpfiff, pfiff es gar nicht an. Dr. Jochen Drees leitete 53 Minuten die Begegnung am Samstagabend, ehe er sich gegen den vierten Offiziellen am Seitenrand wegen einer Oberschenkel-Verletzung auswechseln lassen musste.

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Wie im falschen Film muss sich auch Borussia Dortmund zunächst vorgekommen sein. Der BVB, der mit dem Sonntagabendspiel gegen Darmstadt den siebten Spieltag abschloss, lag gegen den Aufsteiger 63 Minuten lang mit 0:1 zurück. Darmstadts bester Torjäger Marcel Heller (4 Tore) hämmerte per Volley den Ball nach einem Fehler von Ilkay Gündogan und einer anschließenden Flanke von Gondorf ins Netz der Schwarz-Gelben (17.). Dortmund reagierte wütend und mit vielen Angriffen. Oftmals lag der Ballbesitz das gesamte Spiel über bei fast 80 Prozent. Die Gäste konnten sich - weder in Halbzeit eins noch in Halbzeit zwei - praktisch nie aus der Belagerung befreien. Dennoch dauerte es über eine Stunde, ehe Dortmund in Person von Pierre-Emerick Aubameyang traf. Es war sein achter Treffer im siebten Spiel. Aubameyang, der schon nach sechs Spielen den Rekord aufstellte, in jedem der Spiele bislang einmal getroffen zu haben, ließ acht Minuten nach seinem Ausgleichstreffer auch noch das 2:1 folgen. Erst nach dem Führungstreffer der Gastgeber lösten die „Lilien“ ihre lila Festung. Und das mit Erfolg: Mit dem dritten Schuss auf das Tor von Roman Bürki schoss Darmstadts Kapitän Aytac Sulu in der 90. Minute den Ausgleich für die Gäste und mitten ins Herz aller Dortmunder. Pikant: Damit schaffte es kein Team der 1. Bundesliga, an diesem Wochenende einen Heimsieg einzufahren. Darmstadt, das bereits gegen Bremen und Leverkusen gewann sowie „auf Schalke“ ebenfalls beim 1:1 einen Punkt bei einem der großen Klubs ergattern konnte, trumpfte abermals als Underdog der Liga auf. Der Rückstand vom BVB auf den großen FC Bayern wuchs damit auch noch auf vier Punkte an!

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Der lässt sich nach wie vor von nichts und niemandem beirren. Auch nicht von einem verschossenen Elfmeter von Thomas Müller, der bereits früh (21.) das 1:0 in Mainz hätte schießen können. So stand es aber lange 0:0, ehe „Mister Fünferpack“ Robert Lewandowski zuschlug. Und das gleich doppelt. „Er hat dieses Mal zwölf Minuten für zwei Tore gebraucht. Ich glaube, dass er in einer Krise steckt“, sagte Kapitän Philipp Lahm nach dem Spiel lachend zum Torjäger vom Dienst, der aktuell schon zehn Treffer hat und damit einen mehr als Aubameyang.

Von solchen Luxusproblemen träumen insbesondere Hannover und Stuttgart nur. Zwar gelang Hannover trotz Rückstand noch ein 1:1 beim VfL Wolfsburg. Doch nach wie vor ist das Team von Trainer Michael Frontzeck das einzige, das noch nicht einen einzigen Saisonsieg einfahren konnte. Die TSG Hoffenheim, die bislang auch noch nicht gewonnen hatte, siegte beim FC Augsburg mit 3:1. Stuttgart, das nach dem 3:1-Erfolg unter der Woche in Hannover immerhin den ersten Saisonsieg einfuhr, verlor nun mit 1:3 gegen Mönchengladbach, das nach fünf Pleiten zum Auftakt nun schon zwei Siege in Folge einfuhr. Beide unter dem neuen Trainer André Schubert, der der Mannschaft nach dem Rücktritt von Lucien Favre anscheinend neuen Wind eingehaucht hat.

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Der 7. Spieltag in der Übersicht:
Köln - Ingolstadt 1:1
Wolfsburg - Hannover 1:1
Stuttgart - Mönchengladbach 1:3
Augsburg - Hoffenheim 1:3
Bremen - Leverkusen 0:3
Mainz - FC Bayern 0:3
Hamburg - Schalke 0:1
Frankfurt - Berlin 1:1
Dortmund - Darmstadt 2:2
2
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