Kriselnde Bayern empfangen Leverkusen, Schalke empfängt auswärtsschwaches Darmstadt

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Während der BVB um den besten Zweikämpfer der Liga, Sokratis (l.), im Aufwind ist, schwächelt der FC Bayern rund um David Alaba. (Foto: Stephan Schütze)

Am 12. Spieltag schauen die Fußball-Fans nicht nur wegen des Spitzenspiels zwischen Bayern München und Leverkusen zum Deutschen Meister. Derweil will der BVB die Champions League-Form in Frankfurt bestätigten und der S04 empfängt am Sonntag das auswärtsschwächste Team der Liga.

Unentschieden gegen Hoffenheim, Niederlage in Dortmund, Niederlage in Rostov: Der FC Bayern München hat aus den vergangenen drei Pflichtspielen nur einen Punkt geholt. Für den Branchenprimus ein mehr als nur ungewohntes Bild. Kein Wunder also, dass Trainer Carlo Ancelotti sich erstmals seit seinem Amtsantritt im Sommer kritische Fragen gefallen lassen muss. Immerhin: Gegen Leverkusen kann Ancelotti auf die zuletzt verletzten Arjen Robben und Javier Martinez zurückgreifen. Dafür ist Jerome Boateng weiterhin fraglich, der in Rostov am Mittwoch verletzt ausgewechselt werden musste. Am Samstagabend (18.30 Uhr) wird Leverkusen, das ebenfalls unter der Woche in der Champions League und in Russland (Moskau) aktiv war (1:1), versuchen erfolgreicher gegen die Bayern zu spielen, als in der vergangenen Saison. In beiden Partien schoss die Bayer-Elf kein Tor. Immerhin: Im Heimspiel reichte es am 6. Februar somit wenigstens zu einem Punkt.

Duell der Aufsteiger in Freiburg

Der wäre aus Bayern-Sicht zu wenig, um die Tabellenspitze zurückerobern zu können. Leipzig steht mit drei Punkten Vorsprung auf die Münchener auf Platz eins und eröffnet mit dem Gast-Spiel in Freiburg heute Abend den 12. Spieltag. Das Duell der Aufsteiger könnte nicht unterschiedlicher sein. Schließlich steht Freiburg „nur“ auf Platz zehn der Tabelle, gewann aber bislang immerhin vier der fünf Heimspiele. Und: In der vergangenen Saison sammelte der Sportclub aus dem Breisgau vier Punkte aus den beiden Partien in Liga 2.

Nord-Derby der Krisen-Klubs

Um nicht in das besagte Unterhaus absteigen zu müssen, müssen Hamburg und Bremen dringend Punkte einfahren. Die Hanseaten treffen im Nord-Derby am Samstagnachmittag direkt aufeinander. Der HSV, der sieglos am Tabellenende steht und unter der Woche ein Kurz-Trainingslager absolvierte, empfängt den Drittletzten SVW, der die vergangenen vier Ligaspiele allesamt verlor.

BVB-Trainer Tuchel kann aus dem Vollen schöpfen

Das genaue Gegenteil ist der BVB, der die vergangenen vier Pflichtspiele allesamt gewinnen konnte und in dieser Zeit 14 Tore schoss. Fünf davon beim 5:2-Auswärtssieg in Hamburg, acht (!) davon am Dienstag beim furiosen 8:4-Heimsieg in der Champions League gegen Legia Warschau. So einfach wird es die Frankfurter Eintracht der Borussia am Samstagnachmittag nicht machen. Dennoch machte insbesondere Marco Reus mit seinem Comeback nach sechs Monaten Verletzungspause den Dortmundern Verantwortlichen und Anhängern viel Freude – nicht nur, weil er zwei Tore schoss, ein weiteres mit einem Schuss erzwang und einen Treffer vorbereitete und sich somit in glänzender Verfassung präsentierte. Darüber hinaus kann Trainer Thomas Tuchel sich darüber freuen, dass bis auf Sven Bender und Neven Subotic alle Spieler wieder zur Verfügung stehen. Letzterer ist auch auf bestem Wege dorthin. Subotic absolvierte unter der Woche bei der U23 sein erstes Pflichtspiel seit einem dreiviertel Jahr und schoss sogleich den 1:0-Siegtreffer.

Schalkes Meyer und Bentaleb für Sonntag fraglich

Mit Siegen kennt sich der S04 seit Wochen auch bestens aus. Der 2:0-Sieg am gestrigen Donnerstag in der Europa League gegen den OGC Nizza war der fünfte im fünften Gruppenspiel und zudem der neunte aus den vergangenen elf Pflichtspielen. So lange schon ist Schalke ungeschlagen und damit auf bestem Wege, einen neuen Rekord aufzustellen. In der Saison 2006/2007 blieben die Königsblauen unter dem damaligen Trainer Mirko Slomka wettbewerbsübergreifend 13 Spiele lang ungeschlagen. Und jetzt empfängt der S04 am Sonntag (15.30 Uhr) mit dem SV Darmstadt 98 das schwächste Auswärtsteam der Liga. Die „Lilien“ verloren bisher alle fünf Auswärtsspiele. Doch eitel Sonnenschein ist bei Schalke trotzdem nicht. Denn die zuletzt stark aufspielenden Max Meyer und Nabil Bentaleb mussten beide am Donnerstagabend verletzt ausgewechselt werden. Meyer, weil er an seinem lädierten rechten Sprunggelenk wieder umknickte und Bentaleb, weil er sich nach einem Zusammenstoß das Nasenbein brach. Letzterer könnte immerhin mit einer Spezialmaske spielen. Bei beiden hoffte Weinzierl am Freitagmittag, dass sie am Sonntag einsatzfähig sind, es aber ein Wettlauf mit der Zeit würde.
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